12.10.2007 von Falk Madeja
Wie wir bereits berichtet haben, bietet sich in der niederländischen Hauptstadt Amsterdam rund um das Thema “Paddos” gelegentlich ein seltsames Bild. Paddos sind rauschgifthaltige Pilze. An irgendwelchen Häuserecken dämmern jugendliche Touristen herum, andere springen vom Hoteldach bzw. Brücken oder zeigen sich nackt am Fenster.
Das soll nun vorbei sein. Gesundheitsminister Ab Klink und Justizminister Ernst Hirsch Ballin haben nun beschlossen, dass die Paddos als “Harte Drogen” eingestuft und damit verboten werden. Die sogenannten Smartshops werden verboten, falls sie länger Paddos verkaufen.
Hauptsächlicher Grund ist, dass die Pilze hinsichtlich ihrer Wirkung ziemlich unzuverlässig sind. Der eine Mensch merkt fast nichts, der andere kriegt ziemliche Zustände. Nicht nur die Paddo-Verkäufer sollen angepackt werden, sondern auch die Züchter.
15.09.2007 von Falk Madeja
Die wichtigsten Leute der Sozialistischen Partei der Niederlande, der SP, waren einmal Anhänger eines Massen-Mörders: Mao! Jemand, dessen Gedankengut und Taten zum Tod von 70 Millionen Menschen führten. Ein Thema, das SP-Partei-Chef Jan Marijnissen nicht gern hört, denn dann müsste er sich verteidigen, wie nach dem Zweiten Weltkrieg die Niederländer, die dem NSDAP-Pendant NSB oder gar der SS angehörten. Er weiss heute natürlich auch, dass die Mao-Periode eine ziemlich peinliche war. Heutzutage loben sie den Massenmörder natürlich nicht mehr in den Himmel, wie etwa Eva Herman Adolf seine Mutter-Politik.
Die SP hat in den vergangenen Jahren das Thema Mao nicht mehr angerührt – und so langsam ist aus der einstigen Sozialisten-Sekte ein wirklich wichtiger Faktor der niederländischen Politik geworden. Manche Umfragen sehen die SP heute schon grösser als die sozialdemokratische PvdA – eine peinliche Angelegenheit, die SPD kennt das in manchen Regionen mit der sogenannten Links-Partei ja auch.
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13.09.2007 von Falk Madeja
Die in den Niederlande doch wirklich bedeutende Liberalen-Partei VVD erlebte ein paar Drama-Tage. Am Ende wurde Rita Verdonk, in der letzten Regierung noch für Einwanderungsfragen zuständig, aus der Parlamentsfraktion rausgeschmissen.
Entweder sie gibt jetzt ihren Parlamentsitz zurück, oder sie gründet eine Ein-Frau-Fraktion oder sie läuft zum gleichfalls von der VVD abgesprungenen Koran-Möchtergen-Verbieter Geert Wilders über.
Hintergrund: bei einem eigentlich für die Medien geschlossenen Essen kritisierte sie, dass die VVD in Fragen der Einwanderungspolitik keine Rolle mehr spiele. VVD-Chef Mark Rutte, ein farbloser Bursche, hatte zuvor festgelegt, dass sich niemand mehr öffentlich kritisch gegenüber der Partei-Linie äussern dürfe. Rita tat es doch – auch wenn es eine geschlossene Veranstaltung war kostete es ihr den Kopf. Die Wahrheit ist, dass der Ex-VVD-Mann Geert Wilders mit seinem peinlichen Anti-Moslem-Geschrei im Revier der VVD wildert. Nun wird es spannend. Bleibt Rita Verdonk in der VVD oder kommt noch eine 1-Mensch-Fraktion?