29.09.2007 von Falk Madeja
Das jedenfalls hat nun die Regierung beschlossen! Emanzipations-Minister Ronald Plasterk, der soeben noch das einzige in den Niederlanden verbotene Buch, Hitlers “Mein Kampf”, erfolglos frei geben wollte (weil, wenn im Koran doofe Dinge drin stehen und der nicht verboten ist, warum dann nicht auch den Verkauf von “Mein Kampf” oder das “Eva Prinzip” erlauben bzw. stimulieren), hat einen neuen Plan. Den Kampf gegen die “Sexualisierung der Gesellschaft”!
Junge Niederländer sollen über ihre “eigenen Medien” (also gratis Zeitungen, Internet, Handy) davorn gewarnt werden, dass Frauen nicht nur als Lustobjekt angesehen werden dürfen. Ob die weiblichen Jugendlichen dann nicht mehr auf Hackenschuhen, mit Arschgeweihen oder Push-BH’s herumlaufen sollen, ist noch unklar. Wahrscheinlich zielt die Initiative nur auf junge Männer.
Die Regierung, in der neben Plasterks sozialdemokratischer Partei der Arbeit die zwei Christen-Parteien CDA (Mitte, gemässigt) und Christenunie (weder Rechts, noch Links, noch Mitte und manchmal nicht gemässigt) sind, hat dem Entsexualisierungs-Plan des Ministers selbstverständlich… weiter lesen
02.08.2007 von Falk Madeja
Das war aber ein netter Steuer-Vorteil! In den Niederlanden konnten sich Peep-Shows seit Februar nach einem Gerichtsurteil darauf berufen, dass ihre angebotenen Dienste “Kunst” seien.
Das bedeutet u.a., dass sie nur 6 Prozent Mehrwertsteuer statt 19 Prozent zu zahlen brauchen. Meine Güte berichtete.
Ein Staatsanwalt namens Cees van Ballegooijen schrieb nun aber einen “Hinweis” im Fachblatt “Fiscal up to date” an den Obersten Gerichtshof, den Hoge Raad, dass das wieder abzuschaffen sei. In der Begründung heisst es, dass eine Peepshow wie kunstvoll sie auch sei, eben keine Kunstform ist. Wenn nun der Oberste Gerichtshof diesen Ratschlag annimmt (wovon jeder ausgeht), dann müssen auch die Peepshow-Besitzer wieder 19 statt 6 Prozent bezahlen.
25.07.2007 von Falk Madeja
In den Niederlanden ist ein Mann auf frischer Tat ertappt worden, der auf einer Wiese ein Schaf vergewaltigt hatte. Das spielte sich in Haaksbergen in der Nähe der deutschen Grenze bei Enschede ab. Der Eigentümer des Tieres stellte den Mann aus Enschede zur Rede und informierte dessen Arbeitgeber – der den Vergewaltiger sofort entliess. Die Polizei hat den Verdächtigen inzwischen wieder laufen lassen.
Sex mit Tieren ist in den Niederlanden nur dann erlaubt, wenn das Tier darunter nicht leidet. Die an der Regierung beteiligte Partei der Arbeit hat allerdings im April ein Gesetzes-Vorschlag eingedient, wonach sowohl Sex mit Tieren als auch Tier-Pornos verboten werden sollen. Justizminister Ernst Hirsch Ballin prüft noch.
02.07.2007 von Falk Madeja
Es wird geschimpft, gespuckt, getreten, gevögelt, getrunken, die Kandidaten zertrümmern einander das persönliche Eigentum – Sie ahnen schon, es geht um ein TV-Format von John de Mol: “De Gouden Kooi” (Der Goldene Käfig). Diese Reality-Show wird bislang auf seinem Sender “Tien” ausgesendet – und hat im Gegensatz zum Rest des Senders ordentliche Quoten: rund 500.000 jeden Tag bzw. 15 Prozent in der Zielgruppe 20 bis 49 Prozent.
Ausgerechnet in dem Moment, wo John de Mols Sender “Tien” bei der Bertelsmann-Tochter RTL Niederlande unterschlüpft, regt sich jedoch die Politik. Normalerweise ist Politiker-Protest ja eine Garantie für steigende Einschalt-Quoten – aber für “Tien” ist es jetzt zu spät. Der Sender geht wie von Meine Güte gemeldet ja an die Gütersloher und wird dann RTL 8 heissen. “Der Goldene Käfig” wird demnächst bei RTL 5 und weiterhin im Internet ausgesendet.
Im Haager Parlament hat sich nun eine Mehrheit gefunden, die Anzeigenkunden zum Boykott des umstrittenen… weiter lesen
02.07.2007 von Falk Madeja
In den Niederlanden sind ab 2008 Peepshows und Hochkultur-Theater im Niedrigsteuer-Bereich, Familien-Parks erwarten Preis-Explosion wegen Hochbesteuerung…
Auch in den Niederlanden gibt es eine niedrige und eine hohe Mehrwertsteuer – und da gibt es ab 2008 schockierende Änderungen. Familien mit Kindern, die gern Vergnügungsparks besuchen, werden dann von der Regierung mit 100 Millionen Euro Extra-Steuern regelrecht abgezockt. Die Mehrwertsteuer für Vergnügungsparks steigt nämlich von 6 auf 19 Prozent. Ein Beispiel: eine Karte für den Efteling, mit jährlich 3 Millionen Besuchern der am besten besuchte Vergnügungspark, steigt von 26 Euro auf 29,40 Euro. Die Vertreter der Parks erwarten wegen der Preiserhöhung um 13 Prozent eine Abnahme des Besucher-Stroms von bis zu 16 Prozent.
Dagegen können sich die Einrichtungen der Hochkultur, z.B. Theater und Opern, darüber freuen, dass sie sowohl Subventionen als auch Niedrig-Mehrwertsteuern haben. Aber der Durchschnitts-Niederländer geht eh nur ein paar Mal im Leben ins Theater – wenn er mehr Geld… weiter lesen
14.02.2007 von Falk Madeja
Den meisten Peepshow-Besuchern wird es nicht bewusst sein, aber in Wirklichkeit sehen sie keine profan herumräkelnden Frauen sondern eine Theater-Vorstellung. Jedenfalls sieht das ein Richter in Amsterdam so. Ein Peepshow-Eigentümer aus Zaanstad konnte jedenfalls erreichen, dass seine Peepshow steuertechnisch beim Finanzamt als Theater verbucht wird.
Das ging so. Eigentlich wollte das Finanzamt 20.000 Euro Nachsteuer eintreiben, aber der Peepshow-Unternehmer ging sozusagen auf die juristischen Barrikaden. Und ein Richter gab ihm Recht. Der Peepshow-Mann hatte argumentiert, schliesslich seien die sich nackt windenden Frau lediglich mit Kunst befasst. Tja, und Kunst wird nur mit 6 Prozent Mehrwertsteuer veranschlagt. Ansonsten wären es 19 %. Und mit dem Kunst-Trick kam der Peepshow-Mann also durch.
Manchmal wird ja das Unmögliche also wahr – vor allem in diesem Fall. „Arbeiten für eine Peepshow ist eine sehr arbeitsintensive Arbeit, und da ist es gut, wenn da weniger Steuern bezahlt werden,“ so Andre van Dorst im Namen… weiter lesen