26.09.2009 von Falk Madeja
Der Fall des 38jährigen Türken Saban Baran erregt weiter die Gemüter in den Niederlanden. Der Mann, ein äusserst brutaler Frauenhändler, hatte um die 100 Frauen im Alter zwischen 18 und 20 Jahren aus Deutschland, Polen, Tschechien, Litauen und möglicherweise auch aus Rumänien und Bulgarien zur Prostitution gezwungen. Dazu gleich mehr.
Jedenfalls haben sechs Richter aus Arnheim dem Mann einen Hafturlaub genehmigt. Er wollte angeblich nur seine Frau Stephanie und sein Kind besuchen – die Frau, so die Zeitung Trouw, gehört eigentlich auch zu seinen Opfern. “Während des Prozesses im vergangenen Jahr sass sie in der ersten Reihe. Sie warf ihm Kusshändchen zu, als ob nichts geschehen wäre,”, schreibt Trouw.
Der äusserst gewaltige Kriminelle war von den sechs Richtern zu einigen Tagen Hafturlaub entlassen worden. In diesem “Urlaub” bedrohte er eines seiner Opfer auf der Strasse, schreibt Trouw. Er musste sich täglich bei der Polizei melden. An… weiter lesen
23.02.2009 von Falk Madeja
Banken-Krise – wir können es ja kaum noch hören! Doch dann schreibt das Leben ab und zu die wundersamen Geschichten. Nehmen wir die Stadt Amsterdam, wo ja die Gemeinde dem wilden Treiben von Sex, Drogen und Rock’n Roll nach und nach ein Ende bereitet.
Plötzlich haben da die überlebenswilligen Sex-Firmen ein Problem. Es geht um Bordelle, Escort-Firmen, Massagesalons und so. Denn, und das ist deren ganz persönlich Banken-Krise, sie haben ernsthafte Schwierigkeiten ihre Bankkonten zu behalten – geschweige denn neue zu öffnen. Grund: fast alle großen Banken der Niederlande plagen auf einmal moralische Bedenken, um dem Sex-Business als Bank zur Verfügung zu stehen. André van Dorst von der “Vereniging Exploitanten Relaxbedrijven (VER) – frei übersetzt der Vereinigung der erotischen Vergnügungsindustrie – schrieb tief besorgt einen Brief an die Regierung in Den Haag.
Das klingt vielleicht verrückt, ist es aber eigentlich nicht. Schliesslich haben die Behörden großes Interesse daran, dass die… weiter lesen
16.06.2008 von Falk Madeja
Der Haager Justizminister Ernst-Hirsch Ballin (CDA) hat ein neues Problem. Der Christdemokrat wird aus seiner eigenen Partei kritisiert, weil er mit der Umsetzung eines Parlaments-Beschlusses von Ende vergangenes Jahr “trödelt”. Im Haager Parlament wurde schon im November auf Antrag von Geert Wilders Partei “PVV” diskutiert, ob für Prostituierte ein neues Minimumalter gelten solle. Es sollte statt 18 minimal 21 Jahre betragen.
Seitdem untersucht der Minister, ob diese Forderung “wünschenswert” sei - und nun reiht es selbst seinen Kollegen. CDA-Parlamentarierin Marleen de Pater will, dass der Minister aus ihrer eigenen Partei mal Tempo macht. “Dieser Beruf ist physisch und mental schwer, ausserdem geht es um verletzbare Frauen. Auf diese Weise können wir die Mädchen länger gegen mögliche Mißstände beschützen.”
Die PVV-Abgeordnete Fleur Agema hatte ihre Initiative damit begründet, dass heutzutage viele der jungen Frauen, die in jungem Alter mit der Prostitution beginnen,… weiter lesen
24.09.2007 von Falk Madeja
Wie wir von Meine Güte ja bereits berichteten, versucht die Stadt Amsterdam die berühmten Fenster-Bordelle im Rotlicht-Viertel „Wallen“ nach und nach aufzukaufen – kürzlich erwarb sie vom Eigentümer Charles Geert 18 Häuser mit 51 Fenstern. Insgesamt gab es ca. 150 Rotlicht-Fenster, also ein Drittel der Fenster werden jetzt aus dem Markt genommen. Wie sich jetzt herausstellt, bezahlte die Stadt über die Wohn-Kooperative Het Oosten und deren Tochter NV Staatsgoed einen doch nicht gerade kleinen Betrag: 25 Millionen Euro.
Damit ist die Diskussion über die Zukunft von Amsterdams nicht beendet. Zunächst einmal sagte Amsterdams Bürgermeister Job Cohen, dass die im Jahre 2000 erfolgte Abschaffung des Bordell-Verbotes nicht funktioniert habe. Bis dahin bekamen die Bordelle, die es ja zu allen Zeiten in Amsterdam reichlich gab, eine Art Duldungs-Genehmigung. Job Cohen meint nun, dass vor allem die Situation der Prostitutierten sich nicht verbessert habe. „Wir haben noch immer zum Himmel schreiende Situationen, in… weiter lesen