29.12.2007 von Falk Madeja
So, inzwischen hat sich der Rotterdamer Zoo Blijdorp in Sachen der in De Telegraaf veröffentlichen Bokito-Geschichte gemeldet. Und zwar im Rotterdamer Algemeen Dagblad.
Von der Geschichte, dass das der am 18. Mai schwer nach 100 Bissen vom aus Berlin stammenden Gorilla Bokito sein damaliges Opfer Yvonne de Horde bei zwei neuen Besuchen neuerlich aggressiv begrüsst habe, bleibt nicht viel übrig. Zoo-Direktor Ton Dorresteijn hat die Videobilder angeschaut. Frau de Horde habe höchstens seinen Rück gesehen. Weil der Gorilla aber bekanntlich hinten keine Augen hat, sah er sie nicht und drehte darum auch nicht durch. Laut Dorresteijn handele es sich um einen echten Canard, oder wie die Niederländer sagen. Eine “Broodje aap”-Geschichte. Affen-Brot-Geschichte…
22.11.2007 von Falk Madeja
Während Sie jetzt ahnungslos vor ihrem Computer sitzen, spielt sich in den Niederlanden und anderen westeuropäischen Ländern ein Drama ab. „Eine regelrechte Biotop-Vernichtung“, schreibt das NRC Handelsblad. Mit tödlichen Folgen für eine Tierart, genannt Phthirus.pubis bzw. Schamlaus! Grund: immer mehr Leute rasieren sich ihre Schamhaare ab. Damit hat die gute alte Schamlaus nicht gerechnet, denn im Kopfhaar gefällt es ihr nicht und das eventuell auch noch in Frage kommende Brusthaar gibt es bei der Hälfte der Bevölkerung schon mal gar nicht.
Der erste Bericht über dieses biologische Drama soll lt. NRC vor einem Jahr in der Fach-Zeitschrift Sexually Transmitted Infections aufgetaucht sein. Geschrieben von den in Leeds arbeitenden Ärzten Nicola Armstrong und Janet Wilson. Sie konstatierten, dass es immer seltener überhaupt Schamlaus-Fälle gab. Sie schlussfolgerten, dass der Trend zum Schamhaar-Kahlschlag – der wohl aus Braslien stammte – den Biestern den Garaus macht. Kees Moeiliker, der den Artikel für das NRC… weiter lesen
12.10.2007 von Falk Madeja
Amsterdams Bürgermeister Job Cohen soll verärgert sein, dass der deutsche Bundespräsident Horst Köhler bei seinem Besuch in den Niederlanden seinen Kranz beim Rotterdamer Denkmal “De Verwoeste Stad” (Die zerstörte Stadt) und nicht am National-Denkmal auf dem Amsterdamer Platz “Dam” niedergelegt hatte, berichtet das Algemeen Dagblad. Er soll sich persönlich beschwert haben, wir denken mal bei der Regierung in Den Haag.
11.10.2007 von Falk Madeja
Seltsam, sehr seltsam. Der 32jährige Moslem Faizel Enait will vom niederländischen Staat bzw. der Stadt Rotterdam eine finanzielle Entschädigung bekommen, weil er nicht im Dienste der Behörden Frauen diskrimieren durfte. Hintergrund: weil er aufgrund seines Glaubens Frauen minderwertig findet, gab er bei seiner Bewerbung beim städtischen Sozialdienst für einen Job als sogenannter Kunden-Manager an, dass er Frauen auf keinen Fall die Hand schütteln wollte. Natürlich bekam er den Job nicht. Jetzt schleppt er die Behörden vor den Kadi.
Seine Haltung ist an sich schon unglaublich. Aber jetzt wird es noch besser. Er will sich auf das Gesetz “gleiche Behandlung” berufen – denn ausgerechnet er, der andere diskrimieren will, fühlt sich diskriminiert! Er sagte, dass bsw. orthodox-protestantisch Christen bsw. in der Gemeinde Urk sich weigern dürften, als Standesbeamte Homsexuelle zu verheiraten, nicht von einem Behörden-Job ausgeschlossen würden.
Er hat sich gleich den Anwalt besorgt,… weiter lesen
30.08.2007 von Falk Madeja
Schrecklicher Verdacht. Möglicherweise haben an zwei Tagen 500 Patienten des Krankenhaus Bernhoven im niederländischen Oss en Veghel durch eine Schlamperei mit dem HIV-Virus bzw. Hepatitis B und C angesteckt. Das Krankenhaus steht auf der durch das Magazin “Elsevier” erstellten Liste der schlechtesten Krankenhäusers auf dem 10. Platz – weist aber alle Schuld von sich. Der schreckliche Fehler soll durch vier defekte Desinfektions-Maschinen passiert sein. Diese haben Schläuche, die für Magen-, Darm- und Lungen-Untersuchungen benutzt werden, nicht gut genug gereinigt. Der Lieferant der Maschinen, die Firma “Sanamij” aus Rotterdam, soll dafür belangt werden.
Der Desinfektions-Unfall betraff am 9. Juli 300 Menschen und am 13. August noch einmal 200 Patienten. Die Opfer empfangen dieser Tage einen Brief, in dem sie über die Angelegenheit informiert werden…
19.08.2007 von Falk Madeja
Der Partei des Anti-Moslem-Politikers Geert Wilders hat nach der Diskussion um seinen Vorschlag, den Koran in Moscheen und Privat-Häusern zu verbieten, einen weiteren Sprung in den Umfragen gemacht. Würde jetzt gewählt, dann könnte Wilders Partei PVV 19 Parlaments-Sitze bekommen (heute sind es 9) – und die sozialdemokratische PvdA müsste sich mit 23 begnügen. Heute haben sie 33. Im Haager Parlament gibt es 150 Sitze.
Gewinner der Krise der Sozialdemokraten ist überraschend die Partei GrünLinks, die sich einmal aus verschiedenen Links-Parteien und den Kommunisten gebildet hat. Sie würden von 7 auf 10 Sitze steigen. Die Partei von Ministerpräsident Jan-Peter Balkenende (CDA, in etwa die CDU) würde 38 (heute 41) bekommen, die seit Jahren wachsende Sozialistische Partei (früher mal Mao-Fans) würde stagnieren, so bei rund 22 bis 23 Sitzen… In etwa soviel wie die wirtschaftsliberale VVD.
18.08.2007 von Falk Madeja
Der niederländische Anti-Islam-Politiker Geert Wilders hat die Einladung des Niederländischen Moslem-Rates für ein Gespräch rigeros abgelehnt. Wilder bekam grosse Schlagzeilen, weil er in einem Brief an die linksliberale Zeitung “De Volkskrant” (eine Art Frankfurter Rundschau aus Amsterdam) das Verbot des Korans gefordert hatte – ein nicht ganz realistischer Vorschlag. Denn wer sollte kontrollieren, ob jemand zu Hause einen Koran hat? Die Polizei? Die Armee? Eine neu zu schaffende Religions-Polizei?
Es gibt da in den Niederlanden einen “Moslimraad”. Wen die genau repräsentieren, ist uns von Meine Güte unklar – schliesslich kennt der Islam keine Kirchen-Hierachie wie die Katholiken oder Protestanten. Jedenfalls haben die Geert Wilders ein Gesprächs-Angebot gemacht. Der wies dieses Ansinnen allerdings zurück. Nicht, weil er den Dialog nicht wolle, sondern weil seiner Meinung nach “eine Debatte nicht möglich ist. Dann ist es sinnlos.” In der Rotterdamer Zeitung “Algemeen Dagblad” bestritt er ausserdem, dass er Hass sähen würde. “Das macht der Koran.… weiter lesen
15.08.2007 von Falk Madeja
“Dutzende Anzeigen” sind in den Niederlanden bei den Staatsanwaltschaften gegen den Politiker Geert Wilders eingegangen – der Mann hatte ein gesetzliches Verbot des Koran in Moscheen und Privat-Häusern gefordert. Die Anzeigen wurden in Den Haag, Amsterdam, Den Bosch, Zwolle, Rotterdam und Utrecht gestellt, aus praktischen Gründen wird das Gericht in Amsterdam die Angelegenheit abhandeln.
10.08.2007 von Falk Madeja
Keine Strafe bei Majestätsbeleidigung – aber Strafe für Polizisten-Beleidigung! So siehts aus in den Niederlanden. Ein 29jähriger Mann aus Tilburg hatte ein T-Shirt verfremdet, so dass das Logo der Polizei mit dem von der Polizei verwendeten Buchstaben-Typ und dem Wort “Corrupt” verfremdete.
Zwei Polizisten störten sich im März daran, als der Mann mit den Shirts durch die Stadt spazierte. Etwas später bekam vom Justiz-Incasso-Büro einen Brief, dass er 170 Euro Strafe wegen Zweckentfremdung des Polizei-Logos bezahlen solle.
Der aus Rotterdam stammende Anwalt des Tilburgers, Anand Jhingoer, sagte jetzt dem Algemeen Dagblad, dass sein Mandant die Strafe nicht bezahlen werde. Treuherzig sagte er, dass die Angelenheit ja doppeldeutig sei. Einerseits könne man vermuten, dass die Polizei dem T-Shirt-Träger einen Stempel aufgedrückt habe, dass die betreffene Person korrupt sei – andererseits könne es bedeuten, dass die Polizei korrupt sei. Das solle dann doch ein Richter entscheiden.
07.08.2007 von Falk Madeja
Naja, relativ frei. Der aus Berlin stammende Gorilla des Zoos in Rotterdam hatte kürzlich für enorme Schlagzeilen gesorgt, weil er am 18. Mai eine Frau angegriffen hatte. Der Fall hatte für weltweite Schlagzeilen gesorgt.
Seit Dienstag darf Bokito nun wieder draussen herumlaufen – aber natürlich nicht ganz und gar draussen. Die Mauer um den Gorilla-Bereich ist nun 5 Meter hoch und dann ist da noch ein 2,5 Meter tiefer Graben. Der Ausbruch hatte irgendwie auch sein gutes, denn die Gorillas haben nun statt 1200 Quadratmeter sogar 2000 Quadratmeter Platz.