30.01.2009 von Falk Madeja
Politiker, wie auch andere Menschen, haben ja verschiedene Möglichkeiten, um sich lächerlich zu machen. Ronald Plasterk, in Den Haag Minister für u.a. Wissenschaft und Medien, hat über diese Frage gut nachgedacht und dem Thema eine neue Facette zugefügt. Und die Kollegen vom niederländischen TV-Sender RTL sind stinksauer.
Kurz gesagt wollen der niederländische Thronfolger Willem-Alexander und seine Frau Maxima den Südpol, besuchen – und der Minister will alles höchstpersönlich selbst filmen! Minister Generated Content heisst so was wohl heutzutage – wie auch immer: RTL soll zu Hause in Hilversum bleiben. Plasterk will seine Hobby-Bilder dem Programm “EenVandaag” (Staats-TV) zur Verfügung stellen und die Leute da sollen andere Medien, also auch RTL, versorgen. Alles schön unter staatlicher Kontrolle!
RTL-News-Chef Ham Taselaar nennt das Verhalten des Ministers “unbegreiflich, amateuristisch und arrogant”, der Südpol-Besuch des Kronprinzenpaares sei schliesslich nicht privat sondern… weiter lesen
13.09.2007 von Falk Madeja
In den Niederlanden scheint sich beim Kampf um die Fussballrechte eine sehr interessante Schlacht zu entwickeln. Gerade erst sind die Rechte an der niederländischen Ehrendivision von John de Mols gescheitertem Sender “Tien” in die Ehe mit dem Bertelsmann (und John de Mol)-Sender RTL Niederlande übergangen.
Doch jetzt geben die zwei Fussballclubs AZ Alkmaar und Ajax Amsterdam bekannt, dass sie in Zukunft ihre Spiele selbst vermarkten wollen. AZ-Eigentümer Dirk Scheringa, der den Club aus den Niederungen des niederländischen Fussballs an die Spitze der Ehrendivision führte, kündigte die Selbstvermarktung in einem Interview mit dem Fachblatt Voetbal International (in etwas der “Kicker der Niederlande”) an.
Heute bekommen die 18 Clubs der Ehrendivison zusammen 61 Millionen Euro im Jahr, wenn das dann nach einem bestimmten Schlüssel verteilt wird, gehen etwa 6,4 Millionen Euro an Meister PSV Eindhoven und 1,6 Millionen Euro an Rotterdams drittem Profiverein, Exelsior.
Dirk Scheringa besitzt in den Niederlanden u.a. die DSB Bank und… weiter lesen