27.08.2009 von Falk Madeja
Kenner dieses Blogs wissen, dass es hier häufig um Dinge geht, bei denen der Verfasser denkt: “Meine Güte, wo gibts denn so was?” Na, aus meiner Sicht eben in den Niederlanden! Jetzt haben die, kaum zu glauben aber wahr, ein Phänomen, welches bei “De Telegraaf” schlicht und einfach unter dem Stichwort “Penisvandalen” läuft.
“Penisvandalen”!
Was genau diese “Penisvandalen” getan haben? Sind sie geschnappt worden? Die Antworten auf diese Fragen sind einfach. Es handelt sich um einen 14jährigen Jungen aus Soest und einen 16jährigen aus Bunnik, die eben in Soest, Den Dolder und Bunnik Autos usw. mit Grafiti beschmiert hatten – und das eben mit “einem männlichen Geschlechtsorgan”, schreibt De Telegraaf und nennt sie deshalb eben die “Penisvandalen”.
Ein Opfer der Penis-Sprüher (auch kein schlechtes Wort) informierte die Polizei, die fasste die Täter und die bereuen promt ihre Penis-Schmierereien. Ob sie bereuen, dass sie ausgerechnet männliche Geschlechtsteile… weiter lesen
21.06.2009 von Falk Madeja
Der Kolumnist der Tageszeitung “Trouw”, Sylvain Ephimenco, versuchte in seinem Stück in der Wochenausgabe sehr vorsichtig zu sein, irgendwie drehte er um den heissen Brei. Im Internet habe er da von einem “Sex-Skandal” rund um einen bekannten niederländischen Politiker gelesen – den Namen nannte Ephimenco nicht. Dann meinte er noch, dass die niederländische Presse offensichtlich mit zweierlei Maß messe. Über die Sex-Skandale von Italiens Premier Silvio Berlusconi werde ausführlich berichtet, auch in der niederländischen Presse.
Die Zeitschrift HP/De Tijd war weniger zimperlich. Diese Woche nannte sie den Namen – und berichtete über den angeblichen Sachverhalt. Es geht um Wouter Bos, den Finanzminister von der PvdA. Es gibt einige Jahre Gerüchte, der mit einer Frau verheiratete Spitzenmann der Sozialdemokraten sei in Wirklichkeit homosexuell. Wenn es so wäre, dann würde es in den Niederlanden kaum jemand kümmern, höchstens ein paar religiöse Fanatiker. Aber die wählen eh nicht die PvdA (auch wenn die… weiter lesen
31.01.2008 von Falk Madeja
Porno – gegen einen gepflegten Pornofilm kann auch der als etwas verkniffen geltende Ministerpräsident Jan-Peter Balkenende nichts einwenden! Er schrieb am Donnerstag Abend dem Parlament in Den Haag, dass was ihn betrifft im Programm von BNN und VPRO gut und gern gevögelt werden darf. Die wollen den Film Deep Throat aussenden, der 25.000 Dollar gekostet haben soll und ein paar 100 Millionen Dollar eingespielt haben soll.
Der Ministerpräsident sagte doch tatsächlich: ,,Die öffentlich-rechtlichen Sender geniessen eine gesetzlich versicherte Freiheit. Die Sender selbst müssen auf eine verantwortbare Weise diese Freiheit ausleben”, sagte der Premier. Sein Stellvertreter André Rouvoet hatte noch inständig gebeten, dass die Staatssender den Kram nicht aussenden. Rouvoet ist in der Christenunie, Balkenende im CDA. Die Parteien sind beide christlich-protestantisch, die beiden Politiker beide Protestanten – aber der CDA hat auch einen starken katholischen Einschlag. Und, kennen Sie Katholiken, die was gegen Sex haben, wir meinen so im Allgemeinen? Die Protestanten sind dem Sex… weiter lesen
29.09.2007 von Falk Madeja
Das jedenfalls hat nun die Regierung beschlossen! Emanzipations-Minister Ronald Plasterk, der soeben noch das einzige in den Niederlanden verbotene Buch, Hitlers “Mein Kampf”, erfolglos frei geben wollte (weil, wenn im Koran doofe Dinge drin stehen und der nicht verboten ist, warum dann nicht auch den Verkauf von “Mein Kampf” oder das “Eva Prinzip” erlauben bzw. stimulieren), hat einen neuen Plan. Den Kampf gegen die “Sexualisierung der Gesellschaft”!
Junge Niederländer sollen über ihre “eigenen Medien” (also gratis Zeitungen, Internet, Handy) davorn gewarnt werden, dass Frauen nicht nur als Lustobjekt angesehen werden dürfen. Ob die weiblichen Jugendlichen dann nicht mehr auf Hackenschuhen, mit Arschgeweihen oder Push-BH’s herumlaufen sollen, ist noch unklar. Wahrscheinlich zielt die Initiative nur auf junge Männer.
Die Regierung, in der neben Plasterks sozialdemokratischer Partei der Arbeit die zwei Christen-Parteien CDA (Mitte, gemässigt) und Christenunie (weder Rechts, noch Links, noch Mitte und manchmal nicht gemässigt) sind, hat dem Entsexualisierungs-Plan des Ministers selbstverständlich… weiter lesen
07.09.2007 von Falk Madeja
In den Niederlanden hat ein ziemlich gewiefter Pastor seine Gemeinde gestanden, dass er 37 Jahre lang sexsüchtig gewesen sei! Es handelt sich um den 51jährigen Willem Roosenbrand aus Groningen. Seit er 15 Jahre alt sei, sei er total besessen auf Sex, erklärte er von der Kanzel seiner verblüfften Gemeinde.
Was daran so clever war? Er rief gleich das ganze Land (bzw. wenigstens die Protestanten) dazu auf, ebenfalls Sexsucht zu bekennen. So hätte Horst Seehofer das auch anpacken können – aber nein, nun tingelt Horst durch die Talkshows und lässt sich robust befragen.
Der Pastor war magisch angezogen durch Porno. Er begann mit den einschlägigen Zeitschriften, später folgte dann das ganze Programm mit TV, Video und Internet. Zu Prostituierten ging er nicht, sagte er der frommen Zeitung “Nederlands Dagblad”. Vor zwei Jahren habe er mit Hilfe von Gott und seiner Frau von der Sexsucht loskommen können. Was er schon geschafft hat, müssen… weiter lesen
16.04.2007 von Falk Madeja
Wie aussieht führen die Spuren im Wolfowitz-Skandal nun in die Niederlande. Der ehemalige Spitzenpolitiker der Sozialdemokraten, Ad Melkert, soll in die Angelegenheit verwickelt sein. Melkert war nach der Wahl-Niederlage vor einigen Jahren, die die Erben des soeben ermoderten Politik-Clowns Pim Fortuyn gegen die Sozialdemokraten nach allerlei Diffamierungs-Kampagnen verlor, wurde danach – naja sagen wir mal – zur Weltbank abgeschoben.
Zurück zu Wolfowitz. Der stand ja nun in den Schlagzeilen, weil er seiner Geliebten, Shaha Riza, sowohl eine unerwartete Karriere als auch eine saftige Gehaltserhöhung zugebilligt worden war. Sie bekam einen Posten beim amerikanischen Aussenministerium – und die Weltbank zahlte weiter ihr Gehalt. Sage und schreibe 193.000 Dollar, 10.000 mehr als ihre eigentliche Chefin, Condeleezza Rice. Paul Wolfowitz, der ja eigentlich Korruption bekämpfen wollte, stand dumm da, als das herauskam.
Nun zeigen aber Dokumente, dass Melkert als Chef der ethischen Kommission der Weltbank von der Beziehung von Wolfowitz mit Riza wusste. Denn Wolfowitz… weiter lesen