Die niederländischen Behörden haben sich etwas gegen die sogenannten “Stand-in” einfallen lassen – das sind Leute, die gegen Bezahlung die Zellstrafe von jemand anderem aussitzen. Sich so aus der Affäre zu ziehen, war in den Niederlanden bislang anscheinend einfach, weil die Sicherheitskontrollen zu wünschen liessen.
Nun werden in den kommenden Jahren die Fingerabdrücke von rund 50.000 Leuten gespeichert – und wenn jemand seine Strafe (oder die von jemand anderem) antreten will, dann muss er seine Finger erst mal elektronisch kontrollieren lassen.
Grund: das Justiz-Ministerium hatte stichprobenartig rund 700 Gefangene auf ihre Identität geprüft – 46 davon, also etwa 7 Prozent, waren nicht die, die es hätten sein sollen. In diesem Moment brummen in den Niederlanden rund 23.000 Personen.
In Tiburg wurde das System getestet. In “Balans”, einer Zeitschrift für das Gefängnis-Personal, berichtete ein Mitarbeiter: “Wenn früher ein Bus mit bsw. 4 Asiaten zurükkam, und wir riefen ‘Wer ist Chang?’, dann gingen… weiter lesen