Archive for the ‘Steuern’ Category

28.02.2009 von Falk Madeja
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Bono von U2 – ein Steuerflüchtling im Kampf für das Gute

von Falk Madeja

Ja, sagt Bono, er sei “gekränkt”. Der U2-Mann und Weltverbesserer findet es nicht so toll, dass er wegen seiner Steuervermeidungs-Aktionen nun in gewisser Weise am Pranger steht, lesen wir in der Irish Times. Seit 2006 hat U2 Unlimited nämlich Zuflucht in einem Steuerparadies gefunden – und das heisst Amsterdam. Die Adresse: Herengracht 566, hier haben übrigens auch die Rolling Stones schon seit 1971 ihren Steuerhafen.

Nessa Ni Chasaide von der irischen Debt and Development Coalition (DDCI) kritisiert Bono. Der führe den Kampf gegen die Armut in der Welt und nutze dennoch Steuerfluchtrouten, das gehöre sich nicht in Zeiten der Krise. Vielleicht auch nicht in Zeiten der Nicht-Krise.

Bono aber hat einen Grund für die Steuerflucht in die Niederlande. Denn, wie die Zeitung “De Volkskrant”weiter lesen

02.05.2008 von Falk Madeja
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Drogenpolitik bringt Steuer-Millionen

von Falk Madeja

Wer sich fragt, warum die niederländische Drogenpolitik so ist, wie sie ist, findet vielleicht auch hier eine Antwort:

Sie bringt dem Staat jährlich mindestens 400 Millionen Euro an Steuern ein. Das hat die TV-Sendung “Reporter” des Senders KRO herausgefunden. Demnach verkaufen die 730 Coffeeshops jährlich 265.000 sogenannte Softdrugs, setzen ca. 2 Milliarden Euro um und zahlen eben auch 400 Millionen Euro Steuern. Die Coffeeshops brauchen übrigens keine Mehrwertsteuer zu berappen, die Steuern werden über die Einkommenssteuern abgerechnet. Der Fiskus geht dabei davon aus, dass der Verkaufpreis von Hasch doppelt so hoch ist wie der Einkaufspreis. In Amsterdam, wo viele ausländische Touristen Kunden sind die nicht so preisbewußt sind, hantiert der Fiskus einen Brutto-Gewinn von 150 bis 180 Prozent.

Dennoch bleibt die niederländische Drogenpolitik komisch und widersprüchlich. Züchter mit mehr als 4 Planzen sind illegal und werden verfolgt – wieso die ersten 4 legal sind und die anderen nicht ist unplausibel.… weiter lesen

18.09.2007 von Falk Madeja
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Königin Beatrix bekommt mehr Geld

von Falk Madeja
Bei dieser Nachricht werden die Niederländer nicht in Jubelstürme ausbrechen. Während sie im Jahr 2008 mehr als 7 Milliarden Steuern mehr bezahlen müssen, bekommen Königin Beatrix, Kronprinz Willem-Alexander und Prinzessin Maxima im kommenden Jahr etwas mehr Geld: nämlich 6,1 statt 6,0 Millionen Euro!    

Der Betrag ist allerdings teilweise “Lohn” und gibt eigentlich ein verzerrtes Bild wider. Die Königin bekommt 800.000 Euro im Jahr, Alexander und Maxima jeweils 235.000 Euro. Der Rest des Geldes ist für das Personal. Die anderen Mitglieder des Königshauses können Unkosten bei offiziellen Terminen deklarieren.

Das ist allerdings nicht einmal die halbe Wahrheit. Beim Innenministerium, dem Verkehrsministerium und dem Umweltministeriums sind in den Budgetw auch noch mal 24 Millionen Euro für das Königshaus eingeplant, die Reichspressestelle RVD hat 1,1 Millionen, Sicherheitsbehörden 13 Millionen Euro, die Reisestelle der Regierung 1,6 Millionen (für Staatsbesuche), das “Civiel en Militair Huis” 29 Millionen Euro etc. eingeplant. Das müssen auch noch 35 Millionen Euro für den… weiter lesen

02.08.2007 von Falk Madeja
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Peepshows in Holland doch keine Kunst mehr

von Falk Madeja

Das war aber ein netter Steuer-Vorteil! In den Niederlanden konnten sich Peep-Shows seit Februar nach einem Gerichtsurteil darauf berufen, dass ihre angebotenen Dienste “Kunst” seien.

Das bedeutet u.a., dass sie nur 6 Prozent Mehrwertsteuer statt 19 Prozent zu zahlen brauchen. Meine Güte berichtete.

Ein Staatsanwalt namens Cees van Ballegooijen schrieb nun aber einen “Hinweis” im Fachblatt “Fiscal up to date” an den Obersten Gerichtshof, den Hoge Raad, dass das wieder abzuschaffen sei. In der Begründung heisst es, dass eine Peepshow wie kunstvoll sie auch sei, eben keine Kunstform ist. Wenn nun der Oberste Gerichtshof diesen Ratschlag annimmt (wovon jeder ausgeht), dann müssen auch die Peepshow-Besitzer wieder 19 statt 6 Prozent bezahlen.

05.07.2007 von Falk Madeja
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Hollands letzter Total-Verweigerer wird bestraft

von Falk Madeja

Die Wehrpflicht gibt es in den Niederlanden seit vielen Jahren nicht mehr – logischerweise gibt es also weder Wehrpflichtige oder Zivis. Dennoch: das Land kennt trotzdem Total-Verweigerer, genau genommen einen einzigen. Der 42jährige Bart ten Oever aus Amersfoort soll jetzt auch noch bestraft werden. Ihm droht ein Monat elektronischer Hausarrest.

Er hatte ab 1983 das Antreten der Wehrpflicht oder des Zivildienstes immer wieder hinausschieben können. 1994 bekam er dann eine 7monatige Gefängnisstrafe, die in der Berufung zu 6 Monaten weniger und 240 Stunden Sozialarbeit umgewandelt wurden, die er auch ableistete. Blieb der eine Monat Gefängnis. Anders als Paris Hilton hat er aber einen Job (er ist Anzeigenverkäufer) – und sieht er es eigentlich nicht ein, dass Jahre nach Abschaffung der Wehrpflicht doch noch in das Gefängnis einrücken soll.

Ein Angebot, diesen Monat mit 10.000 Euro Busse abzugelten, wies er zurück. „Sie messen mit zweierlei Mass. Wenn man überlegt, wie viele Menschen in der Vergangenheit sich… weiter lesen

02.07.2007 von Falk Madeja
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Steuer-Wahnsinn

von Falk Madeja

In den Niederlanden sind ab 2008 Peepshows und Hochkultur-Theater im Niedrigsteuer-Bereich, Familien-Parks erwarten Preis-Explosion wegen Hochbesteuerung…

Auch in den Niederlanden gibt es eine niedrige und eine hohe Mehrwertsteuer – und da gibt es ab 2008 schockierende Änderungen. Familien mit Kindern, die gern Vergnügungsparks besuchen, werden dann von der Regierung mit 100 Millionen Euro Extra-Steuern regelrecht abgezockt. Die Mehrwertsteuer für Vergnügungsparks steigt nämlich von 6 auf 19 Prozent. Ein Beispiel: eine Karte für den Efteling, mit jährlich 3 Millionen Besuchern der am besten besuchte Vergnügungspark, steigt von 26 Euro auf 29,40 Euro. Die Vertreter der Parks erwarten wegen der Preiserhöhung um 13 Prozent eine Abnahme des Besucher-Stroms von bis zu 16 Prozent.

Dagegen können sich die Einrichtungen der Hochkultur, z.B. Theater und Opern, darüber freuen, dass sie sowohl Subventionen als auch Niedrig-Mehrwertsteuern haben. Aber der Durchschnitts-Niederländer geht eh nur ein paar Mal im Leben ins Theater – wenn er mehr Geld… weiter lesen

24.04.2007 von Falk Madeja
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Frauen wollen arbeiten!

von Falk Madeja

Auch in den Niederlanden wird über das Thema “Frauen, Arbeit und Kinder-Gärten” diskutiert. Der niederländische Gewerkschaftsbund FNV hat eine Untersuchung “Frauen Emanzipation 2007″ durchführen lassen, die wir von Meine Güte ziemlich interessant finden.

Demnach würden sage und schreibe 1,5 Millionen heute nicht arbeitende Niederländerinnen sehr wohl arbeiten gehen, wenn nur endlich die Umstände wie etwa Kinder-Auffang gut geregelt sein würden. Weil die Frauen Hollands, die schon einen Job haben, durchschnittlich 29 Stunden die Woche arbeiten, kämen umgerechnet eine Million Steuer-Zahlerinnen dazu, könnten die 1,5 Millionen arbeitswilligen Damen in den Arbeitsmarkt integriert werden!

Die FNV Taskforce Frauen will nun, dass bis zum Jahr 2010 um die 65 Prozent aller niederländischen Frauen einen Job haben.

Wie in Deutschland scheint uns doch die Frage Kinder-Auffang, Kosten davon etc. die wichtigste.

08.04.2007 von Falk Madeja
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Der Hund von 58 Millionen Euro

von Falk Madeja

Während die Finanz-Verantwortlichen des Berliner Zoo wahrscheinlich unter Freuden-Tränen die durch Knuddel-Eisbär Knut generierten Millionen verbuchen, fliessen im Haager Finanzministerium Tränen der Trauer. Ihr wichtigstes Tier im Stall, der fast so knuddlige Springer-Spaniel “Flash” ist nämlich tragischerweise verstorben. Der kleine für den Zoll arbeitende Bursche hatte seinem Land in fast 10 Jahren Hundeleben sage und schreibe 58 Millionen Euro erschnüffelt!

Und das alles nur, weil er geradezu versessen auf illegale Zigaretten war. Mehr als 400 Millionen illegale Zigaretten fand er in allen möglichen Verstecken – sie hatten einen Strassenverhaufswert von 80 Millionen Euro. Das hätte den niederländischen Staat eben die 58 Millionen Euro gekostet. Er starb durch einen bakterielle Infektion im Rückrat.

Droht nun den Niederländern eine saftige Steuererhöhung?

27.02.2007 von Falk Madeja
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Guus Hiddink muss nicht in die Zelle

von Falk Madeja

Russland Fussball-Nationaltrainer, der Niederländer Guus Hiddink (über den Meine Güte vor kurzem berichete!), muss nach einem Urteil des Gerichtes wegen Steuer-Betrug im Jahre 2003 eine Strafe von 45.000 Euro bezahlen – und bekommt ausserdem noch 6 Monate auf Bewährung aufgebrummt. Hiddink soll einen Betrag von 3,5 Millionen Euro nicht korrekt versteuert haben und somit dem niederländischen Staat 1,4 Milionen Euro vorenthalten haben. Er war damals Trainer des PSV Eindhoven. Aus steuerlichen Gründen hatte er einen Wohnsitz in Belgien, wo er aber praktisch nie sehen liess. Seine Freundin wohnte in Amsterdam, er selbst schlief überall und nirgens. Für möglicherweise unkorrekt versteuerte Beiträge im Jahr 2002 wurde Guus Hiddink freigesprochen. Die Sache war so oder so verjährt.

Nun wird spekuliert, ob entweder die Staatsanwaltschaft oder Hiddink selbst in Berufung gehen werden.

14.02.2007 von Falk Madeja
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Peepshows mit Steuerermässigung

von Falk Madeja

Den meisten Peepshow-Besuchern wird es nicht bewusst sein, aber in Wirklichkeit sehen sie keine profan herumräkelnden Frauen sondern eine Theater-Vorstellung. Jedenfalls sieht das ein Richter in Amsterdam so. Ein Peepshow-Eigentümer aus Zaanstad konnte jedenfalls erreichen, dass seine Peepshow steuertechnisch beim Finanzamt als Theater verbucht wird.

Das ging so. Eigentlich wollte das Finanzamt 20.000 Euro Nachsteuer eintreiben, aber der Peepshow-Unternehmer ging sozusagen auf die juristischen Barrikaden. Und ein Richter gab ihm Recht. Der Peepshow-Mann hatte argumentiert, schliesslich seien die sich nackt windenden Frau lediglich mit Kunst befasst. Tja, und Kunst wird nur mit 6 Prozent Mehrwertsteuer veranschlagt. Ansonsten wären es 19 %. Und mit dem Kunst-Trick kam der Peepshow-Mann also durch.

Manchmal wird ja das Unmögliche also wahr – vor allem in diesem Fall. „Arbeiten für eine Peepshow ist eine sehr arbeitsintensive Arbeit, und da ist es gut, wenn da weniger Steuern bezahlt werden,“ so Andre van Dorst im Namen… weiter lesen