Archive for the ‘Telegraaf’ Category

23.06.2009 von Falk Madeja
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Strafe muss sein – für Hollands Web-Gemeinde

von Falk Madeja

Hollands Zeitungen in NotZeitungs-Holland angeblich in Not – jedenfalls die Bezahl-Zeitungen und nun will die Regierung in Den Haag eingreifen. Grund: weil immer mehr junge Niederländer sich ihre Nachrichten von kostenlosen Zeitungen wie “Metro” und “Spits” oder unerhörterweise aus dem Internet holen bzw. stundenlang in sozialen Netzwerken, Chatrooms, bei Twitter usw. you-name-it verweilen und weder Zeit noch Lust auf traditionelle Zeitungen haben, hat eine Regierungs-Kommission unter Leitung des Ex-CDA-Ministers Elco Brinkman einen verwegenen Plan bedacht.

Das ganze Land soll zwangsweise über einen Aufschlag auf das Abo beim Internet Service-Provider mit einer Zusatz-Steuer auf den rechten Pfad – die Bezahl-Zeitung – zurück gebracht werden. Ziel ist es, um mit der virtuellen Wegelagerei jährlich 20 Millionen Euro zusammen zu bekommen und dieses Geld dann über die Redaktionen der traditionellen Zeitungen auszuschütten. Die sollen damit dann “innovative Internet-Projekte” bedenken.

“Innovative Internet-Projekte” – selbst in den Redaktionen der Bezahlt-Zeitungen dürften die meisten Leute vor Lachen vom Stuhl… weiter lesen

20.06.2009 von Falk Madeja
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Telegraaf kontra Geheimdienst AIVD

von Falk Madeja

Schande AIVDEinen Tag, nachdem die Polizei stundenlang das Haus der Telegraaf-Journalistin Jolande van der Graaf durchsucht und zahlreiche Gegenstände (Computer usw.) mitgenommen hat, geht die Zeitung in den Gegenanfall. “Schande AIVD!” stand in riesigen Buchstaben auf der Titelseite, und das brauchen wir nicht mal zu übersetzen.

Nein, der “Algemene Inlichtingen- en Veiligheidsdienst (AIVD)”, also der “Allgemeine Informations- und Sicherheitsdienst”, macht sich mit der Aktion keine Freunde. Zumal ja einer der beiden Artikel von Jolande van der Graaf ja nun ausgerechnet davon handelte, wie schlecht der AIVD am Vorabend des Irak-Krieges funktionierte.

Die Journalistin könnte übrigens zu einer Strafe von mehr als 20 Jahren (!) verurteilt werden. Sechs Jahre kann sie für den Besitz von Dokumenten mit Staatsgeheimen bekommen, 15 Jahre für das Publizieren dieser Staatsgeheime.

18.06.2009 von Falk Madeja
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Angriff auf Pressefreiheit

von Falk Madeja

Staatsgeheime Dokumente! Danach war heute morgen die niederländische Polizei auf Suche – in der Wohnung der Journalistin Jolande van der Graaf. Sie arbeitet für die Zeitung “De Telegraaf”, nun drohen ihr anscheinend bis zu sechs Jahren Gefängnis.

Ihr Vergehen: sie hatte – offenbar gespeist durch Quellen rund um den Geheimdienst AIVD – zwei aufsehenerregende Stories zusammengetragen und die landeten dann auf der Titelseite der Amsterdamer Zeitung. In der einen Geschichte ging es um die Rolle des AIVD vor dem Irak-Krieg, in der anderen um die Sicherheits-Vorkehrungen beim Besuch des Dalai Lamas. Das gefiel den Schlapphüten aber gar nicht. Sie suchten das “Leck”, und nun wurden die mutmasslichen Quellen der Journalistin, ein ehemaliger und eine heutige Mitarbeiter(in) des AIVD (die zusammen leben), eingesperrt.

Telegraaf-Chefredakteur Sjuul Paradijs sprach von dem “soundsovielsten Angriff auf die Pressefreiheit” (im Jahr 2006 kamen zwei Telegraaf-Journalisten in Geiselhaft, weil sie den Behörden Informanten nicht verraten… weiter lesen

13.03.2009 von Falk Madeja
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Telegraaf mit Riesenverlust wegen ProSieben

von Falk Madeja

Die niederländische Firma “Telegraaf Media Groep” (TMG) meldete für das Jahr 2008 einen Mega-Verlust von 360,8 Millionen Euro. Hauptsächlicher Grund: TMG muss 295 Millionen Euro auf seine Anteile bei ProSiebenSat1 abschreiben.

TMG hat seit vergangenem Jahr sechs Prozent an ProSiebenSat1, die Anteile sind wegen der enormen Schuldenlast von ProSiebenSat1 immer weniger wert. Ausserdem muss TMG Geld zur Seite legen, weil man 500 Leute entlassen will.

Im Jahr 2007 hatte TMG noch einen Gewinn von 399 Millionen Euro gemeldet, das Ergebnis kam vor allem wegen des Verkaufs von Anteilen an der TV-Gruppe SBS (an ProSiebenSat1!) und Wegener (Mecom!) zustande.

19.12.2008 von Falk Madeja
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Hollands Zeitungen kriseln weiter

von Falk Madeja

Die traditionellen Zeitungsverlage in den Niederlanden kommen von einer Krise in die andere. Beim Verlag “PCM”, Herausgeber der Zeitungen “De Volkskrant”, “Trouw”, NRC Handelsblad und Mehrheitsbesitzer des Algemeen Dagblads, sollen 5 Prozent der 2600 Mitarbeiter gefeuert werden, also 130! Einerseits liegt das an der allgemeinen Krise, andererseits daran, dass mit dem Ein- und Auszug der Beteiligungsgesellschaft “Apax” 300 Millionen Euro in Rauch aufgegangen sind.

Bei der Zeitung “De Telegraaf” geht es auch rund. Dort brennt es an allen Ecken und Enden. Distributionszentren werden geschlossen, die Redaktion sieht sich erhöhtem Spardruck ausgesetzt und kam darum mit einem ungewöhnlichen Plan. Man wolle untersuchen, ob und wie die Zeitung “De Telegraaf” unabhängig von der Mutter-Gesellschaft “TMG” weiter machen könnte. Direktor Frank Volmer erteilte dem prompt im Gewerkschaftsblatt “De Journalist” eine Absage. Die Zeitung sei das Schanier, um… weiter lesen

05.12.2008 von Falk Madeja
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Fritz Behrendt gestorben

von Falk Madeja

Fritz Behrendt gestorbenGestern, also am 4. Dezember, ist in Amsterdam der 1925 in Berlin geborene Karikaturist Fritz Behrendt gestorben, teilte die Zeitung “De Telegraaf” mit, für die er in den vergangenen 20 Jahren zeichnete. Er arbeitete für Zeitungen, die sehr verschiedene politische Richtungen vertraten. In Deutschland waren es etwa FAZ, Spiegel und Tagesspiegel, in Österreich die Kronenzeitung, in Schweden Svenska Dagbladet, in den USA New York Times und Los Angeles Times, in der Schweiz Die Weltwoche, in Israel Ma’ariv und in Dänemark Berlingske Tidende.

1937 war er als Zwölfjähriger mit seinen Eltern von Berlin nach Amsterdam geflüchtet und dann im Jahr 1945 von den deutschen Besatzern verhaftet worden. Er kam mit dem Leben davon. 1947 ging er nach Jugoslawien, um dort beim Wiederaufbau zu helfen. 1949 ging er dann auf Einladung von Erich Honecker nach Ost-Berlin – das im Jahr 1955 in der DDR eingeführte “Staatswappen” ging auf einen… weiter lesen

26.01.2008 von Falk Madeja
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Geert Wilders verschiebt seinen Film auf März

von Falk Madeja

Geert Wilders zieht seinen Film nicht zurück, er verschiebt ihn aber auf März, verriet er der Zeitung „De Telegraaf“. Auch diese Amsterdamer Zeitung fragte sich inzwischen schon, ob „der Film nicht ein schlechter Witz“ sei. Aber Geert Wilders will den Film koste was es solle aussenden, auch wenn ihn die Haager Regierung gewarnt habe.

„Der Film geht nicht nur über den Koran, sondern spielt sich auch im Koran ab. Die Rände des Buches werden stets sichtbar sein, und da drin werden Bilder gezeigt, von dem, was in Koran-Texten beschrieben wird“, sagte der Mann mit der blonden Haarlocke. Der Ton wird anfangs so gesetzt. Der Koran wird gezeigt, es erscheint der Text „Warnung, dieses Buch enthält schockierende Bilder“. Er habe den für die Aufnahmen nötigen Koran bei seiner kürzlichen Reise nach Israel in Ost-Jerusalem erworben.

Zu sehen werden einige schreckliche Bilder sein. Eine Enthauptung im Irak, eine Steinigung im Iran und… weiter lesen

22.10.2007 von Falk Madeja
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Hirsi Ali – Ohrfeigen für Haager Regierung

von Falk Madeja

Ayaan Hirsi Ali hat in einem Interview mit der dänischen Zeitung “Jyllands-Posten” der Regierung in Den Haag ein paar Ohrfeigen ausgeteilt. Diese wolle laut Ayaan Hirsi Ali mit dem Stopp der Zahlungen für ihre Sicherheit anderen Kritikern deutlich machen, dass sie ihren Mund halten sollen.

“Der Beschluss, um meine Sicherheit nicht mehr zu bezahlen, hat nichts mit Geld zu tun. Es ging um Prinzipien. Es kostet weniger, eine amerikanische Firma zu bezahlen, als mich in den Niederlanden zu beschützen,” sagte Hirsi Ali. Der Stopp der Zahlungen sei vielmehr ein Signal an andere Kritiker.

“Ich glaube, dass die Regierung eine Botschaft an andere (Kritiker) in den Niederlanden schicken will, dass sie ihren Mund halten sollen. Zur gleichen Zeit will sie die Moslems ruhig stellen und ihnen sagen: seht, wir stehen an Eurer Seite. Ayaan Hirsi ist die Schlechte, wir sind die Guten.”

Das heutige Kabinett… weiter lesen

06.10.2007 von Falk Madeja
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Prinzessin Maxima und der Identitätsstreit

von Falk Madeja

So, nun kriegen sie sich nicht mehr ein. Prinzessin Maxima hatte kürzlich eine Rede gehalten, in der sie sich auf nicht uncharmante Art und Weise die Frage der nationalen Identität beschäftigte. Sie sagte kurz zusammen gefasst, dass es den Niederländer nicht gäbe – und sie könne alle beruhigen: den Argentinier auch nicht. Sie, die ja in Argentinien geboren ist und neben dem niederländischen auch noch den Pass des südamerikanischen Landes hat, begab sich damit auf das Minenfeld der niederländischen Politik.

Den Streit um Einwanderung und Integration! Da ist es für einige Niederländer momentan sehr schwierig, die Ruhe zu bewahren!

Ihre Rede hatte sie vor dem WRR, dem Wissenschaftlichen Rat für Regierungspolitik, gehalten. Die Leute beim WRR sind verkürzt gesagt dafür, dass bsw. Niederländer auch eine zweite Staatsbürgerschaft haben können.

Wie meine Tochter Jard, die in diesem Moment im Amsterdamer Goetheinstitut ihren Deutsch-Kurs absolviert – sie ist nämlich niederländisch und deutsch. Als wir durch… weiter lesen

03.10.2007 von Falk Madeja
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Historischer Moment für Gratis-Zeitungen in den Niederlanden

von Falk Madeja

Erstmals in der Geschichte der Niederlande erscheinen etwa ebenso viele Gratis-Zeitungen wie die landesweit verbreiteten Bezahlt-Zeitungen! Beide Zeitungs-Typen hatten im Zweiten Quartal 2007 eine Auflage von zusammen je 1,8 Millionen Exemplaren. Das meldete das HOI, Instituut voor Media Auditing, das niederländische Auflagen-Institut (so etwas wie die IVW).

Der Aufmarsch der Gratis-Zeitungen begann Ende der 90er. Ein deutscher Freelance-Journalist nahm zusammen mit seinen zwei niederländischen Freunden die Initiative, um eine niederländische Version der in Schweden erfolgreichen Metro-Zeitung zu gründen. Ab Juni 1999 erschien Metro Niederlande dann, der Telegraaf-Konzern startete am gleichen Tag den Konkurrenten “Spits” (in etwa Rush Hour).

Es dauerte einige Zeit, bis es 2 Mee-Too-Projekte gab. Zu Beginn des Jahres 2007 startete die Zeitung “De Pers”, mit dem Geld des Unternehmers Marcel Boekhoorn. Der Verlag der Zeitungen “De Volkskrant” und “NRC Handelsblad” begann nach viel Herumgezögerei mit der Zeitung “Dag”. “De Pers” wird genau wie Metro im Netzwerk der niederländischen Staats-Eisenbahn “NS”weiter lesen