Die vielleicht merkwürdigste Partei der Niederlande hat am Wochenende beschlossen, sich selbst aufzulösen: Die Liste Pim Fortuyn (LPF). Es handelt sich hierbei um die Partei des später von einem linksextremen Tierschützer namens Volkert van der G. ermordeten Politikers Pim Fortuyn. Er gründete die LPF im Februar 2002, nachdem er aus der ebenfalls ziemlich neuen Partei “Leefbaar Nederland” hinausgeworfen war.
Der Grund scheint aus heutiger Sicht fast banal. Pim Fortuyn hatte in einem Interview mit der Zeitung “De Volkskrant” sinngemäss gesagt, dass was ihn betreffe die Freiheit der Meinungsäusserung ein wichtigeres Gut sei als der Grundgesetz-Artikel in Sachen “Diskriminierung”. Das hatte zu eine Aufschrei in der linken Polit-Szene geführt – wobei dort offenbar die Essenz dieser Aussage nicht begriffen wurde. Fortuyn spielte darauf an, dass einige Imame in in ihren Moschee-Predikten Homosexuelle wie Pim Fortuyn als “minderwertig” beschimpft hatten. Obwohl er sich darüber hätte aufregen können, beliess er es dabei, die… weiter lesen