10.09.2007 von Falk Madeja
Türlich, in der Haut von Eva Herman wollen wir jetzt auch nicht stecken. Sie wird jetzt abends am Herd noch einmal die Stellen in Hitlers “Mein Kampf” in die Hand nehmen, um das mit dem Mutterkult des aus Österreich stammenden Diktators noch einmal nach zu lesen. Bei einer Pressekonferenz des Pendo-Verlages, vielleicht in der kommende Woche, wird sie dann ihre unschuldigen Behauptungen über die guten Seiten von Adolf Hitler mit einer Power-Point-Presentation untermauern! Neben ihr wird wahrscheinlich ihre Hausfrau-Kreuzzugs-Kollegin, Christa “Eva Rot” Müller, sitzen. Eva Rot und Eva Braun – gemeinsam werden die Nicht-Fremdarbeiter-Frauen an den Herd gescheucht. Manchmal muss es anstrengend sein, Eva zu sein.
Dennoch hat Eva Herman einen unschätzbaren Vorteil. Anders als möglicherweise Erich Honecker laut Lothar Bisky den Schiessbefehl, hat der Adolf Hitler ja seine Thesen aufgeschrieben! In ”Mein Kampf” (haben wir noch nicht gelesen) wird es wohl auch ein Kapitel “Mein Hausfrauen-Kampf” geben.
In den Niederlanden gibt es auch eine Art… weiter lesen
28.08.2007 von Falk Madeja
“Du kannst keine Regeln übertreten, die es nicht gibt”, sagt der katholische Priester (Pastoor sagen die Niederländer) Harm Schilder zur Zeitung “De Volkskrant”. Der Mann ist gerade aus dem Urlaub – und will wieder loslegen. Er ist der Pastoor der Heilige Margarita Maria-Kirche im niederländischen Tilburg. Er will läuten, bis die Gläubigen kommen! Leider aber ist seine Glocke mit rund 83 Dezibel 13 zu laut, erklingt rund 07:15 Uhr reichlich früh und das ärgerte Umwohnende. Pastor Schilder bekam von einem Gericht bereits dreimal eine Tages-Strafe von 5000 Euro aufgebrummt – aber das ist ihm egal. Er will läuten!
Die Strafe will er ignorieren: “Es ist so, als ob sie dir eine Strafe für das Fahren von 20 Stundenkilometer geben wollen, obwohl 50 Stundenkilometer erlaubt sind”, sagte der Mann Gottes. “Die Soap um die Tilburger Kirchenglocke geht weiter”, konstatiert “De Volkskrant” – in der kommenden Woche will die Gemeinde Tilburg über die Beschwerdeprozedur des… weiter lesen
18.08.2007 von Falk Madeja
Der niederländische Anti-Islam-Politiker Geert Wilders hat die Einladung des Niederländischen Moslem-Rates für ein Gespräch rigeros abgelehnt. Wilder bekam grosse Schlagzeilen, weil er in einem Brief an die linksliberale Zeitung “De Volkskrant” (eine Art Frankfurter Rundschau aus Amsterdam) das Verbot des Korans gefordert hatte – ein nicht ganz realistischer Vorschlag. Denn wer sollte kontrollieren, ob jemand zu Hause einen Koran hat? Die Polizei? Die Armee? Eine neu zu schaffende Religions-Polizei?
Es gibt da in den Niederlanden einen “Moslimraad”. Wen die genau repräsentieren, ist uns von Meine Güte unklar – schliesslich kennt der Islam keine Kirchen-Hierachie wie die Katholiken oder Protestanten. Jedenfalls haben die Geert Wilders ein Gesprächs-Angebot gemacht. Der wies dieses Ansinnen allerdings zurück. Nicht, weil er den Dialog nicht wolle, sondern weil seiner Meinung nach “eine Debatte nicht möglich ist. Dann ist es sinnlos.” In der Rotterdamer Zeitung “Algemeen Dagblad” bestritt er ausserdem, dass er Hass sähen würde. “Das macht der Koran.… weiter lesen
12.08.2007 von Falk Madeja
In den Niederlanden wird derweil weiter um die umstrittenen Thesen des Anti-Islam-Politikers Geert Wilders diskutiert. Wie erst jetzt bekannt wird, hatte das NRC Handelsblad sich geweigert, um das von Wilders als Brief lancierten Koran-Verbot zu veröffentlichen. Das NRC, in etwa im politischen Spektrum der in Deutschland erscheinenden Frankfurter Allgemeinen Zeitung, sei keine “Propaganda-Mauer” erklärte die Redaktion hinterher. Die im gleichen Konzern, PCM Uitgevers, erscheinende Zeitung “De Volkskrant” hatte den Brief dagegen als Aufmacher auf Seite 1 veröffentlicht.
Inzwischen hat Aussenminister Maxim Verhagen an alle niederländischen Botschaften einen Brief geschickt, wonach die Regierung in Den Haag sich vom Koran-Verbot distanziere. Schliesslich will man ja nicht, dass unsere leicht erregbaren Freunde in der arabischen Welt neben ganzen Jahres-Produktionen der Dänen-Flagge (Karikaturen-Streit) auch noch die Fahne der Niederlande massenweise abfackeln.
Drei Viertel aller Niederländer sehen nach einer Umfrage des Meinungsforschers Maurice de Hond nichts in einem Koran-Verbot.
01.08.2007 von Falk Madeja
Die Niederländer reiben sich die Augen. Eigentlich hätte es auf der sogenannten Betuwelijn, eine für 4,7 Milliarden Euro zwischen Rotterdam und dem Ruhrgebiet gebauten Eisenbahnstrecke, regen Bahnverkehr geben sollen. Aber Pustekuchen, nichts davon zu sehen! Laut der Zeitung “De Volkskrant” kamen seit der Eröffnung am 15. Juni statt wie geplant am Tag 24 so gut wie keine Züge vorbei! “Keyrail”, die die Bahnstrecke betreibende Firma, bestätigt, dass bislang nur ca. 20 Test-Züge die Gleise benutzten. Anwohner machten dann auch noch Gehörtests und haben wiederholt ihre Ohren gen Gleise gestreckt, aber es war auch nichts zu hören.
Schuld sollen die Deutschen sein. Bis vor einigen Tagen wurde bei Emmerich noch an der Strecke gewerkelt – allerdings hatte am 15. Juni, als Königin Beatrix die Strecke eröffnete, niemand etwas von diesen Bauarbeiten erzählt. “Was hat die Königin nun eigentlich eröffnet”, fragt sich die Politikerin Els Aarts aus Tilburg. In eben dieser Stadt hatte… weiter lesen
31.07.2007 von Falk Madeja
Auch wir von Meine Güte haben als Kinder jenes schöne Buch von Jules Verne gelesen, wo ein Mann in etwa nur mit der Zahnbürste in der Tasche in 80 Tagen die Welt bereiste.
In Schweden ist jetzt ein Niederländer von der Polizei verhaftet worden, der bei seiner Urlaubsreise in gewisser Weise noch weniger dabei hatte – oder, wenn man an ein anderes Szenario denkt, eigentlich eher mehr.
Nämlich 225 Kilogramm Hasch.
Polizist Bo Bengtsson von der schwedischen Polizei sagte regelrecht entgeistert zur niederländischen Polizei: “225 Kilogramm! In einem normalen Toyota!”
Es war nicht einmal ein zielgerichteter Anti-Drogen-Einsatz. Der 33jährige Amsterdamer ging der Polizei auf einer Routine-Kontrolle bei der Fähre Helsingör nach Helsingborg ins Netz. Es war Mittwoch, der 4. Juli, halb 9 morgens. Die Polizei bat den Mann, doch mal eine der 5 grossen schwarzen Taschen zu öffnen, die sich in seinem Toyota Avensis befanden. Zur grossen Überraschung der schwedischen Ordnungshüter… weiter lesen
29.07.2007 von Falk Madeja
Gleich 7 Spieler des niederländischen Profi-Fussball-Vereins BV Veendam gaben der Polizei auf der deutschen Nordsee-Insel Borkum einen DNA-Test ab, berichtet die Amsterdamer Zeitung “De Volkskrant”. Grund ist, dass auf der Insel eine 56jährige Frau vergewaltigt worden sei. Das Opfer sagte der Polizei, dass der Täter ein dunkler Mann zwischen 20 und 30 Jahren gewesen sein solle. Die Beschreibung könnte auf einen der 7 Fussballer zutreffen.
Der Verein bestreitet allerdings, dass die 7 Kicker für die Tat in Frage kommen könnten. Henk-Jan Hoekman, Mitglied der Vereinsführung zufolge, seien die 7 Spieler zum möglichen Zeitpunkt der Tat zusammen gewesen. Hoekman, im täglichen Leben auch Jurist, habe die Polizei möglicherweise Klatsch und dem Gerücht von Klassen-Justiz vorbeugen wollen. “Stellen Sie sich vor: sie (die Spieler) wären nicht untersucht worden und der Täter würde nie gefunden worden. Dann kann man darauf warten, dass jemand sagt: die Profi-Fussballer sind aus der Sache herausgehalten worden.” Die Spieler haben… weiter lesen
19.06.2007 von Falk Madeja
Die niederländische Öffentlichkeit war Ende 2006 schockiert, als die renommierte Amsterdamer Zeitung “De Volkskrant” von einem Folterskandal der im Irak stationierten Truppen sprach – der niederländischen wohlgemerkt. Daraufhin wurde eine Untersuchungskommission unter Leitung des ehemaligen Abgeordneten Koos van den Berg von der streng-christlichen Partei SGP (Frauen ist Mitgliedschaft verboten!) eingesetzt. Die hat nun die Vorfälle untersucht – und zur Erleichterung der Regierung eigentlich nicht viel finden können. So sei lediglich zu beanstanden gewesen, dass Gefangene während der Verhöre auch schon mal mit “Wasser über den Kopf giessen” wach gehalten wurden, mussten Gefangene Skibrillen tragen (damit sie ihre Bewacher später nicht erkennen konnten) und wurden bestimmte Gefangene mit lauter Musik aus dem Radio genervt. Von Elktro-Shocks, herumhängenden Folter-Drähten etc. könne keine Rede sein. Da wäre höchstens noch diese eine Strom-Stock, der gefunden worden ist. Die Soldaten sagten, dass sie damit herumstreunende Hunde verjagd hätten. Um sicher zu gehen, wird diese Frage… weiter lesen
04.05.2007 von Falk Madeja
Offensichtlich hat die Polizei in Amsterdam einen Verdächtigen, der im November vergangenen Jahres im Zusammenhang mit einem Granatwerfer-Anschlag auf die Druckerei des Zeitungs-Konzerns PCM ein falsches Bekennerschreiben verschickt hatte. Weil es wie ein genereller Anschlag auf die Pressefreiheit aussah, machte der Fall weltweit Schlagzeilen. Sah ja irgendwie aus wie in Russland! Nur das in diesem Fall die linke Extremisten-Truppe RaRa dahinter zu stecken schien, jedenfalls gab es das dementsprechende Bekennerschreiben.
Doch nun scheint es ganz anders zu sein. In Verdacht, das Schreiben verzapft zu haben, kommt nun Pieter V., Chef des Gefangenen-Bundes EORG. Das bedeutet “Europäische Organisation zum Schutz der Rechtsposition von Gefangenen”. Pieter V. spielte sich als Beschützer von Terror-Verdächtigen auf und tat so, als habe seine Organisation 395 Mitglieder, schreibt die Zeitung De Volkskrant. Aber, so De Volkskrant, in Wahrheit ist es eine Ein-Mann-Truppe.
Die Untersuchungen laufen weiter…