22.05.2008 von Falk Madeja
In der niederländischen Gemeinde Huizen haben Moslems erfolgreich die Ausstellung von Kunst verhindert. Es handelte sich um abstrakte Malereien der Künstlerin Ellen Vroegh, die im Gemeindehaus Huizen ausgestellt waren. Moslems beklagten sich darüber.
Nach einem Tag wurde alles abgehängt. Die Künstlerin fühlt sich laut “De Telegraaf” “schwer diskriminiert”. Es seien schließlich keine Geschlechtsteile zu sehen, nur Brüste und so.
Die Gemeinde erklärte, dass von Diskriminierung keine Rede sein könne und dass auch Mitarbeiter Probleme mit den Werken gehabt hätten. Ausserdem sind die Bürokraten sauer, weil die Künstlerin Publizität gesucht habe. Als ob das in einem freien Land nicht eine normale Sache ist!
In Almere haben islamitische Fanatiker darüber geklagt, dass einige Bauarbeiter bei der Hitze in kurzen Hosen herumlaufen würden.
04.03.2008 von Falk Madeja
Unter bestimmten Bedingungen lässt
Geert Wilders eine Vorab-Vorführung seines Anti-Koran-Filmes “Fitna” bei Tjibbe Joustra, dem Nationaal Coördinator Terrorismebestrijding (NCTb) – Nationalen Koordinator Terrorismus-Bekämpfung – nun doch zu. Er dürfe den Film sehen, um die richtigen Sicherheitsmassnahmen regeln zu können. Wenn er aber die Voraufführung nur deshalb nutzen will, um den Film dann verbieten zu können, dann habe das natürlich keinen Sinn. Es werde ein “prächtiger Film, der sich an alle Regeln der niederländischen Gesetze” halten werde, heisst es im
NRC Handelsblad.
Wilders schlug dann gleich wieder auf Premier Jan-Peter Balkenende ein. Er nannte ihn einen”ängstlichen und feigen Mann”, der die Unruhe unnätig vergrößert habe. Von “Timbuktu bis nach Afghanistan” wisse nun jeder, dass der Film komme. Der Premier-Minister habe die ganze Sache selbst “groß gemacht und seine Filmpläne auslecken” lassen. Balkenende habe die “Seite der Taliban gewählt”, und das nehme Wilders diesem sehr übel.
Ausserdem hantiere das Haager Kabinett “undemokratische Methoden”,… weiter lesen
26.02.2008 von Falk Madeja
Geert Wilders hat also in Pakistan ganz schönen YouTube-Wirbel ausgelöst. Die pakistanische Telco-Behörde PTA hatte am Dienstag den Zugang zu dem Video-Netzwerk kurzerhand mal ausgeschaltet – aber nun dürfen die Pakistanis wieder auf die Site!
Pakistan hatte die Blockade am Freitag angeordnet. Dies führte aber auch dazu, dass in vielen anderen Ländern der Zugang zu YouTube bis zu zwei Stunden unterbrochen war.
Inzwischen schlägt der Fall weitere pakistanisch-islamische Wellen. Der Senat Pakistans hat den von Geert Wilders geplanten Anti-Koran-Film als einen Versuch verurteilt, den Islam anzuschwärzen. Die Senatoren nahmen am Dinstag eine Resolution an, in der sie auch die aus Dänemark stammenden Karikaturen verwiesen, die Anfang 2006 für Unruhe sorgten. Es hiess, es gäbe da eine Kampagne, um den Islam zu erniedrigen und Hass zu säen und dann gewaltsame Reaktionen zu provozieren.
25.02.2008 von Falk Madeja
Die pakistanischen Autoritäten haben vorläufig die Videosite YouTube verboten. Die Telekomautoritäten haben den 70 Internet-Service-Providern befohlen, den Zugang zu YouTube vorläufig zu blockieren. Ein Sprecher der Pakistan Telecommunication Authority (PTA) begründete die Blockade mit dem Trailer des Anti-Islamfilms von Geert Wilders. Ausserdem sollen auch die umstrittenen dänischen Mohammed-Karikaturen zu sehen sein.
Die PTA hat Internetnutzer aufgerufen, YouTube zu fragen, die Filmchen zu entfernen. Bis das geschehen sei, werde der Zugang zu YouTube blockiert, erklärte die PTA. Dioe You-Tube-Blockade hat Pakistan nicht exklusiv. Auch die Behörden Marokkos, Thailand und der Turkei blockierten schon mal ihnen nicht genehme Filme.
08.10.2007 von Falk Madeja
Der öffentlich-rechtliche Sender EO, ein aus Steuergeldern finanzierter Radio- und TV-Anbieter orthodoxer Protestanten, hat sich nun auch Kritik des britischen Filmers Sir David Attenborough eingehandelt.
Die EO hatte wie Meine Güte berichtete, an einer Naturserie von Attenborough, die dieser für die BBC produzierte und deren Senderechte die EO erworben hatte, Hinweise auf die Evolutions-Theorie manipuliert. Sie wurden entweder entstellend verändert bzw. eine ganze Folge ganz und gar weg gelassen. In den Niederlanden und in Belgien haben daraufhin auf Initiative von Gerdien de Jong und Hans Roskam 100e Naturwissenschaftler eine Petition verfasst, um der EO künftig solche Verfälschungen unmöglich zu machen oder wenigstens zu erschweren.
Sir David Attenborough schrieb jetzt einen Brief, in dem er die Wissenschaftler unterstützt und ausserdem schlägt er sogar weitergehend als die Petition ging vor, dass die BBC künftig derlei Fälschungen verbieten solle.
21.09.2007 von Falk Madeja
Die Niederlande lebt bei den Öffentlich-Rechtlichen TV-Sendern mit einem seltsamen Fernseh-System. So gibt es sogenannte „Omroepen“ (Sendeanstalten), die eine ganz deutliche religiöse Färbung haben. Früher wurde das Gebührengeld auch mit dem Abo einer Fernsehzeitschrift des entsprechenden Senders abgeführt – weshalb es logischerweise stinknormalen Verlage verboten war, welches herauszugeben. Heute aber werden die Gebühren-Milliarden über Steuern eingezogen und dann in die Gehälter von unzähligen Direktoren und Programme gepumpt.
Jetzt kommts. 379 niederländische und flämische Wissenschaftler werfen einem dieser Staats-Sender, dem evangelischen Rund- und TV-Funk EO vor, dass dieser manipulieren und Zensur ausübe. Kein Zufall, dass die 379 Wissenschaftler Biologen sind – denn die EO schnippelte an einer von der BBC übernommenden Naturserie herum. Es handelt sich um die Serie „Life of Animals“ des berühmten David Attenborough. Grund: der Film handelt natürlich von der Evolution – und die Evangelikalen glauben ja an die Schöpfungslehre! Also wurde von den EO-Leuten an den Attenborough-Filmen… weiter lesen
30.07.2007 von Falk Madeja
In den Niederlanden sind die Öffentlich-Rechtlichen Sender etwas anders als in Deutschland strukturiert. So haben sie statt eines regionalen einen meist politischen oder religiösen Hintergrund – und bezahlt werden sie nicht mehr über Gebühren sondern via Steuern. Da konnte sich im Laufe der Jahrzehnte dann auch ein etwas merkwürdiger Reli-Sender etablieren: die EO, was soviel wie Evangelischer Sender bedeutet.
Jetzt haben die Reli-Jungs der EO sich ein dickes Ding geleistet. In einer von der britischen BBC übernommenden Serie über die Natur haben sie die Reli-Zensur-Schere eingesetzt. In der Serie “The Live of Mammals” (Das Leben der Säugetiere) schnitten sie Hinweise über die Evolutions-Theorie einfach weg. Das kam durch Zufall heraus, Gerdien de Jong von der Universität Utrecht hatte sich die Sendung im englischen Original und dann die Version der Evolutions-Zensoren von der EO gleichermassen angesehen. Einen Teil der Serie, der sich mit Menschenaffen und Menschen befasst, wurde in der die Sendung begleitenden… weiter lesen