21.01.2012 von Falk Madeja

Linienrichter bespuckt Spieler
Neuerlich ein erschütternder Zwischenfall im niederländischen Fußball. Erst prügeln sich bei Ajax Amsterdam gegen AZ Alkmaar ein durchgeknallter Fan und ein heißblütiger Torwart - nun bespuckt in der Ersten Division (der 2. Liga) ein Linienrichter einen Spieler! Es geschah beim Spiel FC Zwolle gegen FC Almere City (3:2).
Dennis Hollart von FC Almere wollte gerade einen Einwurf nehmen, als der Linienrichter ihm ganz einfach mal bespuckte. “Das ist doch unmenschlich”, sagte der wütende Hollart dem TV-Sender RTL 7. Er wolle juristische Schritte unternehmen. “Dieser Mann darf nie mehr pfeifen.” Das Problem: Schiedsrichter Dennis Higler hat nichts gesehen und der Linienrichter bestreitet den Vorwurf. Hofffentlich können die Fernsehbilder klären, was wirklich los war.
24.11.2011 von Falk Madeja

Pfeffernüsse gestohlen
Wie gemein! In Almere haben sich zwei Betrüger als Freiwillige einer Kinderhilfsorganisation namens “Vul een Kinderhand” ausgegeben, nur um bei einem Marktkaufmann 75 Säcke mit Pfeffernüssen stehlen zu können. Diese Pfeffernüsse sollten eigentlich an arme Kinder ausgeteilt werden.
Glück im Unglück: inzwischen hat sich ein Kollege gefunden, der seinerseits 75 Säcke mit Pfeffernüssen spendete.
21.07.2011 von Falk Madeja
Ein 54jähriger Mann erregt in eine Einkaufszentrum für Aufsehen, weil er dort in einem Baby-Outfit hermläuft, inkl. Windeln. Pädophil sei er nicht, beteuerte der Mann namens Bert Kiekens. Die seltsame Bekleidung hat es sich wohl selbst geschneidert vermutet jemand, den ich kenne.
17.04.2011 von Falk Madeja

Chicago in Almere
Chicago! Ein Stadt mit einem klangvollen Namen und faszinierenden Häuserschluchten. Ich war mal da und fand es so schön, wie da die U-Bahn zwischen den Wolkenkratzern herumkurvt. Nun, auch anderswo mögen Leute diese Stadt und als man in Almere, Provinz Flevoland, darüber nachdachte, ob man Straßen auch anders als nach Mitgliedern des Königshauses benennen könnte, kam man auf Chicago.
Nur, wie schreibt man denn eigentlich Chicago? Almere ist noch suchend. Alles fing damit an, dass ein Straßenschild “Chigacostraat” montiert wurde. Ein einfacher Blick in einen Atlas, eine Suchmaschine oder vielleicht ein Anruf bei der US-Botschaft hätte Aufschluss geben können, wie der Ortsname richtig geschrieben wird, aber das war alles nicht drin. Keine Zeit oder so.
Zweiter Versuch. Jetzt montierten die Spaßvögel ein Schild mit dem Namen “Chigagostraat”. Nun gibt es einen gewissen Spott in den landesweiten Medien über die aus dem Ijsselmer erpolderte Stadt. Die… weiter lesen
28.12.2010 von Falk Madeja
Das lief aber ganz dumm für zwei Computer-Diebe aus Almere! Sie haben sich nämlich unfreiwillig selbst angezeigt. Und das ging so. Die beiden Männer (23 und 27 Jahre alt) hatten in der Provinz Gelderland bei einem Einbruch in einer Firma teure Computer geklaut.
Was sie nicht wussten: auf denen war eine sogenannte “Track & Trace”-Software installiert. Als sie nichtsahnend zu Hause hinter den geklauten Computern sassen, schaltete sich die Webcam an und filmte die Diebe ausgiebig. Außerdem “verriet” der Computer der Sicherheitsfirma seinen Standort, genauer gesagt den der Internetverbindung.
Nun war die Sache ganz einfach. Die Polizei in Gelderland informierte die Kollegen in Almere – und die standen am Dienstag Morgen bei den verdatterten Dieben vor der Tür.
21.09.2010 von Falk Madeja
Müssen wir uns diesen Namen merken? Bram Benda, Stürmer der A2 von AS’80, hat jedenfalls in einem Spiel 20 Tore geschossen. Endstand 39:0. Der arme Gegner war die A1 von Almere City. Für die fing das Spiel schon mal doof an. Nämlich mit einem Mann weniger. In der Halbzeit-Pause hatten zwei Spieler von Almere City die Nase voll von der Demütigung und so ging es mit acht Mann weiter.
Am Wochenende hat meine Tochter 4:5 im Hockey verloren, und zwar in Uitgeest. Wir haben über Tore gesprochen und da habe ich ihr von dem Spiel erzählt, als wir – Schiffahrt-Hafen Rostock – gegen die TSG Bau Rostock 23:0 gewannen. Ich hatte zehn Tore geschossen. Es war ein durch und durch bizarres Erlebnis.
03.04.2010 von Thomas Hoeps
Kollege Madeja hat heute verdientermaßen mal frei. Also werde ausnahmsweise ich hier der Wilders-Chronistenpflicht genügen und festhalten, dass PVV-Chef-und-einziges-Mitglied Geert Wilders irgendwie doch mit den Kopftüchern auf islamischen Frauenhäuptern leben kann. Zumindest, so erklärte er am Karfreitag (dem Tag, an dem vor knapp 2000 Jahren vermutlich bekopftuchte Frauen um den sterbenden Jesus weinten), soll das von ihm bisher so strikt geforderte Kopftuchverbotsgesetz kein Knackpunkt in Koalitionsverhandlungen auf lokaler Ebene in Almere und Den Haag sein. Es sei dort nämlich der fatale Eindruck entstanden, die PVV wolle gar nicht regieren und halte darum so massiv an dieser Forderung fest. Der einzige wirkliche Knackpunkt, so Wilders, sei die Frage der von anderen Parteien geplanten Erhöhung der Renteneintrittsgrenze auf 67 Jahre, die mit ihm nicht zu machen sei.
Unter anderem De Volkskrant verweist darauf, dass dieser plötzliche Kurswechsel wohl im engen Zusammenhang mit den jüngsten Umfragen steht, bei denen für die PVV ein… weiter lesen
18.03.2010 von Falk Madeja
Mit neun von 39 Sitzen aus dem Nichts im Gemeinderat von Almere größte Partei geworden – die PVV von Anti-Islam-Führer Geert Wilders könnte endlos jubeln. Geht aber nicht.
PVV-Fraktionsvorsitzender Raymond de Roon, der wie alle seine Kollegen dank Geert Wilders nicht einmal Mitglied der PVV sein darf, stellte fest, dass keine der acht andere Parteien, mit denen die PVV gesprochen hat, mit ihr koalieren will. Themen wie Kopftuchverbot kommen bei den anderen Parteien nicht an.
04.03.2010 von Christine Steinhäuser
Seit gestern ist Geert (‚Der mit der Karnevalsperücke‘) stärkste politische Kraft in der Satelliten-Schlafstadt Almere und zweitstärkste in der taffen Regierungsstadt Den Haag. Allerdings trat er auch nur in diesen zwei Gemeinden an, weil er im Rest des Landes keine Leute fand, die seinen Job auf Lokalebene machen wollten. –
Wäre man trotzdem gewillt, die Wahlergebnisse dieser 2 aus 394 Gemeinden ernst zu nehmen, dann drehten sich die Rollen von holzschuhtragenden Ureinwohnern und kopftuchfreundlichen Zugezogenen gerade völlig um: während ein Teil der Holzschuhträger seine bodenständige und tolerante Identität einem Rechtspopulisten unter die Perücke schmeißt, legen die meisten Zugezogenen statt vermeintlicher moslemischer Engstirnigkeit genau jene politische Besonnenheit an den Tag, für die die Niederlande schon vor Jahrhunderten berühmt waren.
Statt sich von Wilder’s Partij voor de Vrijheid (PVV) provozieren zu lassen und etwa massiv die Nederlandse Moslim Partij (NMP) zu wählen, die vor kurzem mit dem Ziel gegründet wurde,… weiter lesen
04.03.2010 von Falk Madeja
8700 Sitze waren insgesamt in den diversen Gemeinderäten zu vergeben – die sozialdemokratische PvdA verlor am meisten. Und zwar 660, es bleiben 1216 übrig. Schon seltsam wenn man dann vernimmt, dass PvdA-Chef Wouter Bos das nicht als große Niederlage sieht.
CDA verlor 188 und hat nun 1509 – bleibt aber immerhin größte Einzelpartei. Die Sozialistische Partei hat jetzt 50 Sitze weniger und damit 243.
Die lokalen Partei schafften übrigens zusammen 2300 Sitze. Als Gewinner dürfen sich die VVD (plus 7 auf 1369), D66 (plus 379 auf 520), GrünLinks (plus 36 auf 415) sehen. Die Zahl der Wilders-Partei PVV ist hiermit nicht vergleichbar, denn sie trat ja nur in Almere und Den Haag an.