Für einen 40jährigen Dieb im niederländischen Arnheim ist die Sache aber ganz dumm gelaufen. Er brach in ein Auto ein – und ließ dann seinen Rucksack liegen. Darin enthalten: der Entlassungsbrief aus dem Gefängnis mitsamt seiner Adresse und anderen persönlichen Angaben. Am gleichen Abend lief er dann mitsamt dem Diebesgut der Polizei in die Arme, die ihn gleich wieder im Gefängnis ablieferte.
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Sie ist 71 Jahre alt – und muss nun für zehn Jahre ins Gefängnis! Den Namen “Drogen-Oma” muss sie auch noch mit sich herum schleppen. Martina van E. bekam im belgischen Antwerpen für die Einfuhr von 400 Kilogramm Kokain eine drastische Strafe aufgebrummt. Grund: das Gericht sah die Niederländerin als Chefin einer kriminellen Organisation an. Sechs weitere Verurteilte bekamen ebenfalls harte Strafen.
Martina van E. und ihr 48jähriger Freund Julius W. hatten im November 2009 die Kolumbianer Emigdio (40) und Norman H.V. (51) kennen gelernt. Martina und Julius beaufsichtigten eine Truppe von Handlangern, die im Hafen von Antwerpen Drogen aus südamerikanischen Containern holten. Die Polizei kam dahinter und am 2. Juni 2010 wurde die Bande mit 280 Kilo Kokain erwischt. Dann wurden Beweise für noch mehr zurückliegende Drogen-Transport gefunden. Der Anwalt von Martina E. sagte, seine Mandantin sei zwar dabei aber nicht die Chefin gewesen.… weiter lesen
- Radikaler Iman im Knast von Tilburg
Hassan B., ein 44jähriger Extrem-Islamist der im Juli im spanischen Madrid verhaftet worden ist, hatte sich eine Weile im Gefängnis im niederländischen Tilburg als Iman betätigt.
Das Justizministerium in Den Haag bestätigte jetzt entsprechende Aussagen von Mitarbeitern des Gefängnisses, berichtet u.a. De Telegraaf. Er hatte als Teilzeitkraft für den Dienst Geestelijke Verzorging gearbeitet.
Er wurde am 20. Juli auf Ersuchen der marokkanischen Autoritäten verhaftet. Er wurde dort 1985 im Zusammenhagng mit dem Mord an politischen Gegnern zum Tode verurteilt.
Gefängnisse gibt’s! In den Niederlanden zum Beispiel. Dort bekommt ein 24jähriger Mann aus Etten-Leur jetzt ein Zimmer, mit der er es mit seiner Freundin treiben kann. Es gibt Aufregung.
Warum die Aufregung? Der Mann hat serienweise minderjährige Mädchen vergewaltigt und muss deshalb eine mehrjährige Gefängnisstrafe aussitzen. Er befindet sich in einer TBS-Klinik, hier soll versucht werden, Menschen wie ihn zu heilen. Seine Freundin ist ausgerechnet eine (viel ältere, wie Dagblad Tubantia schreibt) Mitarbeiterin eines anderen TBS-Zentrums. Die Verantwortlichen haben befunden, dass der Sex des Vergwaltigers “heilsam” für ihn sein könne.
Womit liesse sich das vergleichen? Nun, ein Brandstifter bekommt einen Kanister mit Benzin samt Streichhölzern in seine Zelle, könnte ja heilsam sein. Ein Mörder eine Pistole, könnte ja heilsam sein. Ein am Finanz-Drama Schuldiger einen Sack Geld, könnte ja heilsam sein. Dominik Strauss-Kahn täglich eine neue Putzfrau in seine Zelle, könnte ja heilsam sein…
In Gorinchem begann einmal für mich eine höchst spannende Affäre, mit am Ende tragischen Ausgang in der Nähe von Breda. Jetzt ist in diesen zwei Orten noch etwas sehr Tragisches passiert. Ein 27jähriger Mann namens aus Gorinchem bekam eine Gefängnisstrafe von von 4,5 Jahren aufgebrummt, weil er einem 18jährigen aus Breda in der Silvesternacht mit einer abgebrochenen Bierflasche die Nase abgeschnitten hatte.
Das Opfer hat bereits sechs Operationen hinter sich, es sollen noch einmal sechs folgen. Erst dann kann ihm eine neue Nase aufgebaut werden. Die Staatsanwaltschaft hatte in Breda fünf Jahre Gefängnis gefordert, es wurde ein halbes Jahr weniger. Und 35.000 Euro Schmerzensgeld.

Hasch in Den Haag
Die niederländische Fußball-Liga – irgendwie auch ein Durchschleus-Liga für skandinavische Kicker. In der Ehrendivision laufen gefühlt 500 Schweden-Kicker herum. Nun muss einer, ein Niederländer, hinter Schwedische Gardinen. Jedenfalls will das die Staatsanwaltschaft.
Der Mann, Torhüter von ADO Den Haag, Gino Coutinho, scheint in der Freizeit herumgezüchtet zu haben. Mit seinem Vater. 4200 Pflanzen. Ob er nun morgen gegen den FC Twente mit Handschellen auflaufen muss oder sein Tor mit eben den Schwedischen Gardinen vollgestellt wird – was ja ein Vorteil wäre, ein Ball passt nicht durch – werden wir ja sehen.
Ad van den Berg, Vorsitzender der niederländischen Pädophilen-Vereinigung Martijn, befindet sich tatsächlich im Hungerstreik. Er sitzt wegen des Besitzes von kinderpornographischem Material in Haft und aus Protest isst er nichts mehr. 5,5 Kilo soll er schon verloren haben, schreibt Het Parool.
Seit er am 29. März verhaftet worden ist, spritzt er sich auch kein Insulin mehr. Jetzt will er zeitweise wieder Flüssigkeiten zu sich nehmen. Wenn er bis Mittwoch noch im Gefängnis sitzt, will er den Hungerstreik bis zum Tode fortsetzen.

Sittich tot, Knast
Gründe gibts, die gibts gar nicht. Nehmen wir diese Messerstecherei da in Groningen, die einen 57jährigen Mann ins Gefängnis bringen dürfte. Der Streit drehte sich um einen Wellensittich. Der war nämlich tot und nun stellte sich die Frage, ob der Eigentümer ihn begraben oder in den Mülleimer werfen sollte.
Er wollte ihn begraben, ein Kumpel drängte ihn zur Mülleimer-Lösung – und als man sich nicht einigen konnte, griff der Wellensittich-Mann zum Messer und stach dem anderen Mann einfach mal in den Hals! Die Staatsanwaltschaft forderte am Montag 15 Monate Gefängnis, fünf davon auf Bewährung.
Ja, das denken wir Gutmenschen eh. Ich bin ein Gutmensch und denke: brutale Überfälle sind doof, lohnen sich nicht und schaden (mal abgesehen vom Opfer) auch dem Ansehen des Täters. Häufig, nicht immer, wandern die blöden Täter in den Knast. Im Video sind übrigens drei junge Ganoven, die von der Polizei in Groningen gesucht werden. Sie hatten einen Juwelier beraubt.
Wie aber liegt die Angelegenheit investitionstechnisch? Das Risiko ist doch, dass du erwischt wirst. Du musst ein paar Monate in den Knast und wirst dich fragen, was kann ich bei einem brutalen Überall erbeuten?
Fred Hund vom Researchbüro VEBA, das Ladenpersonal hinsichtlich Überfälle trainiert, hat es herausgefunden. Ein brutaler Räuber kommt meist nicht auf mehr als 250 Euro. Mehr ist in den Niederlanden nicht mehr in den Kassen.
Inzwischen sind die Durchschnittsräuber meist zwischen zwölf und 17 Jahre alt. Für die sind 250 Euro vielleicht immer noch viel Geld. Aber die… weiter lesen
