14.07.2008 von Falk Madeja
Geert Wilders greift jetzt Ministerpräsident Jan-Peter Balkenende wegen dessen Gespräch mit seinem jordanischen Amtskollegen an. Er will im Haager Parlament wissen, ob Balkenende den Jordaniern wie von Wilders gefordert mit dem Stopp der diplomatischen Beziehungen gedroht habe, falls diese weiterhin die Auslieferung von Wilders fordern würden. “Wenn nicht, dann warum nicht, und wenn ja, was war seine Reaktion?”
Und dann will er noch wissen, ob Balkenende nun im Zweifelsfall für den niederländischen Rechtstaat eintreten würde oder lieber mit den Vertretern von “diktorialen Bananen-Republiken” Kaffee trinken will. “Wann werden Sie endlich ein echter Kerl, der sich ohne Wenn und Aber für die niederländischen Interessen einsetzt, auch in der kulturell rückständigen arabischen und islamischen Welt?”
14.07.2008 von Falk Madeja
Wozu Gipfel manchmal gut sind! Ministepräsident Jan-Peter Balkenende sprach auf dem Mittelmeergipfel mit Jordaniens Premier Nader Dhahabi. Thema: natürlich Geert Wilders. Schliesslich läuft ja in Jordanien eine Anklage wegen des Fitna-Films von Wilders und dann hatte Wilders Jordaniens König Abdullah einen “Despoten” genannt. Ja, Wilders hatte sogar gefordert, dass Den Haag alle Beziehungen mit Jordanien abbreche, falls das Land weiter die Auslieferung seiner Person fordere. Laut Elsevier.nl sind keine Details über die Gespräche bekannt.
05.07.2008 von Falk Madeja
Der niederländische Aussenminister Maxime Verhagen hat Geert Wilders deutlich kritisiert. Die Art und Weise, wie der die Publizität in der Angelegenheit des gegen in Jordanien begonnenden Prozesses gesucht habe und der Ton, den er dabei angeschlagen habe, wirken kontraproduktiv.
Wilders hatte gesagt, dass der König Jordaniens ein Despot sei, Jordaniens demokratisches Niveau weit unter das der Niederlande sei und das niederländische Königshaus die freundschaftlichen Bande mit dem jordanischen Königshaus brechen sollte.
Verhagen schrieb jetzt in einem Brief an das Haager Parlament, dass es nun möglicherweise Schwierigkeiten dabei geben könnte, von anderen Ländern Garantieen dafür zu bekommen, dass Wilders nicht ausgeliefert werde, falls es nach einem Prozess und einer Verurteilung zu einem internationalen Haftbefehl kommen würde.
23.06.2008 von Falk Madeja
Jetzt hat der lange so umstrittene und schließlich doch harmlose Film von Geert Wilders, “Fitna”, doch noch sein Nachspiel. Niederländische Firmen wie Zwanenburg (Zwan-Würste) und Friesland Foods (Käse) haben sich laut “De Volkskrant” in jordanischen Zeitungen mit Anzeigen von dem Film distanziert.
Es gibt eine Organisation mit dem Namen “The Messenger of Allah United us”, die zunächst zum Kaufboykott dänischer Produkte aufrief, und seit kurzem auch niederländische Firmen negativ listet. Betroffen sind Firmen wie KLM, Philips, Friso und Milupa. So bekamen kürzlich Reisebüros einen Brief, dass sie die KLM boykottieren sollten. (Die KLM ist inzwischen allerdings eher in französischen Händen, das nur nebenbei.)
Zakaria Sheihk von der Boykott-Initiative in Amman sagt, dass man eine Million Poster gedruckt habe. Die Anzeigen der niederländischen Firmen in jordanischen Zeitungen seien nicht genug, es müssten auch in niederländischen welche geschaltet werden.
20.06.2008 von Falk Madeja
In Jordanien hat eine Gruppe, die sich “The Messsenger of Allah Uniteds Us” nennt, eine Anklage gegen den niederländischen Politiker Geert Wilders durchgesetzt. Die Beschuldigung lautet, er habe mit seinem Film “Fitna” zum Hass gegen den Islam und die Moslems aufgerufen. Ein Gericht in Amman hat die Klage zugelassen. Geert Wilders fürchtet nun einen internationalen Haftbefehl.