24.09.2010 von Falk Madeja
Sind es wirklich Millionen fanatischer Moslems, die da in den Niederlanden wohnen und dem Rest der Einwohner das Leben schwer machen? Millionen – das suggerierte Geert Wilders schon mal. Die Universität von Amsterdam hat das mal untersucht und das Ergebnis ist, dass es in den Niederlanden um die 53.000 orthodoxe Moslems gibt.
Das seien acht Prozent aller Moslems, bei den Marokkanern sollen es zwölf und bei den Türken fünf Prozent sein. Also 24.000 Moslem-Fanatiker bei den Marokkern und 12.000 bei den Türken.
Diese Menschen weigern sich, dem anderen Geschlecht die Hand zu geben, nicht-religiöse Musik anzuhören und gehen nicht dorthin, wo sich Frauen und Männer gemeinsam aufhalten. Gewalt finden sie auch ganz toll.
“Das ist eine schlechte Nachricht für die Demokratie”, sagte der Politologe Jean Tillie, der zusammen mit Ineke Roex und Sjef van Stiphout zweieinhalb Jahre an der Studie arbeitete. “Diese Menschen haben sehr unangenehme Auffassungen.” Er glaubt aber… weiter lesen
09.09.2010 von Falk Madeja
Geert Wilders hat nun zu hören bekommen, wann sein Prozess weiter geht und er sich als Zeuge in eigener Sache zur Verfügung stellen muss. Es handelt sich um den vierten, sechsten, achten, zwölften, 15. und 19. Oktober. An 2. November soll das Urteil bekannt gegeben werden. An drei der Prozesstage sowie am Tag der Urteilssprechung finden Den Haag auch Parlamentsdebatten statt.
Das Gericht soll herausfinden, ob Geert Wilders Moslems beleidigen und diskriminieren würde. Wilders hatte 18 Zeugen auffahren wollen, das Gericht findet drei genug. Wilders fragte sich daraufhin öffentlich, ob er überhaupt einen fairen Prozess bekommen würde.
07.09.2010 von Falk Madeja
Ja, diese biologisch-genetischen Diskussionen! Gibts ja auch in Deutschland. In den Niederlanden gibt es einen Sperma-Nazi. Der Mann, so lesen wir im Algemeen Dagblad, heisst Patrick de Bruin. Patrick der Braune.
Der Sperma-Nazi wollte sein eigenes Lebensborn-Projekt starten. Er ging zu vier Sperma-Banken und forderte, dass sein männliches Zeug nur an Paare mit weißer Hautfarbe gespendet werden dürfe. Er war beim Krankenhaus AMC in Amsterdam, beim UMC in Utrecht, beim Rijnstate-Krankenhaus in Arnheim und beim Behandlungszenhtrum Sint Geertgen in Elsendorp.
Beim AMC haben sie ihn weggeschickt, beim UMC war er nur einmal. Die Leute in Arnheim und Elsendorp wollten ihm gern dabei helfen. Inzwischen, eine Redaktion des TV-Senders Vara hatte nachgehakt, haben sie in Arnheim sein Arier-Sperma vernichtet. In Elsendorp noch nicht.
Ziel des rechtsreadikalen Aktivisten soll demnach gewesen sein, so viele “arische Kinder” wie möglich in die Welt zu setzen – weil ja die Moslems so viele Kinder… weiter lesen
23.07.2010 von Falk Madeja

Kühe ersetzen Schweine
Was geht da eigentlich in den Köpfen der Direktion der Lingepolikliniek in Leerdam vor? Wie wir berichteten, ließen sie harmloses Bild der Künstlerin Sylvia Bosch abhängen – nachdem sich irgendjemand beschwert hatte.
Grund: auf dem Bild waren Schweine zu sehen. Angeblich habe die Person verhinden wollen, dass sich Moslems beim Anblick der Schweine gekränkt fühlen könnten. Der Beschwerdeführer ist nicht mal selbst Moslem. Und ansonsten hatte sich auch kein Moslem beschwert. Auch nicht islamische Mitarbeiter.
Der Irrsinn geht weiter. Jetzt hat die Klinik die Schweine-Bilder von Sylvia Bosch mit Kühen ersetzt. Bockig teilte die Klinik-Sprecherin Claudi Bosato dem Algemeen Dagblad mit, dass die Schweine nicht zurückkommen würden. Das Kuh-Bild stammt wiederum von Sylvia Bosch. Die sagte überrumpelt: “Wir sind doch hier in den Niederlanden? Hier erwartet man solche Vorgänge nicht.”
Sie kann schon mal ein paar andere Tierbilder transportfähig machen, sie hat noch Kaninchen usw.… weiter lesen
20.07.2010 von Falk Madeja
Geert Wilders hat wieder einmal Schlagzeilen produziert. Gleich drei. Zunächst einmal ist er in der Umfrage von Maurice de Hond mit 35 von 150 Parlamentssitzen nun größte Partei, er hatte bei der Wahl 24. Die VVD von Mark Rutte sackte von 31 auf 23! Offensichtlich gab es eine Wähler-Wanderung von der VVD zur PVV.
Die möglichen Koalitionen würden der Umfrage zufolge alle knapp über oder unter der Paralements-Mehrheit liegen: VVD, CDA und PVV bei 76, VVD, PvdA, D66 und GrünLinks bei 73 und VVD, CDA und PvdA nur noch bei 68. Riecht nach Neuwahlen. Nachricht Nummer 2: Geert Wilders flehte inzwischen die VVD an, doch mit ihm und CDA zu verhandeln – andernfalls gäbe es einen Albtraum, Wählerverrat usw.
Und dann forderte er die Moslems noch auf, sich vom Koran zu distanzieren, nur dann können sie sich selbst und der Welt von Nutzen sein.
20.06.2010 von Falk Madeja
Ein neuer Begriff taucht auf und der Schriftsteller Arnon Grunberg schreibt in diesem Zusammenhang in De Volkskrant, dass er ein “gigantisches Geschlechtsteil” habe: “Lokjood”. “Lok” – das hat nichts mit der Eisenbahn zu tun, es geht um Locken und um ganz genau zu sein “Lockvögel”. “Jood” bedeutet auf niederländisch Jude und somit sind wir beim Phänomen “Lockvogel-Juden”.
Ich kenne Juden in allerlei Ländern, und sie sind “Du und ich”. Ob sie wie Arnon Grunberg “gigantische Geschlechtsteile” haben, ist mir Wurscht, aber bei Grunberg scheint das so zu sein und beschnitten ist er lt. eigener Aussage auf der Titelseite von De Volkskrant auch. Er will sich jetzt als Lockvogel-Jude zur Verfügung stellen.
Lockvogel-Juden einzusetzen ist eine Idee von Achmed Marcouch, einem Politiker der sozialdemokratischen PvdA. Er war mal Stadtteil-Politiker im Amsterdamer Problem-Viertel Slotervaart und ist jetzt Abgeordneter in Den Haag. Er gilt als streng gegenüber den sogenannten “Hangjongeren”, also herumhängenden… weiter lesen
12.05.2010 von Falk Madeja
Hitler ist schon lange tot, aber in den Niederlanden sorgt er noch immer für Gefahren, Aufregung und Schlagzeilen. Nehmen wir Geert Wilders, der von der CDA-Politikerin Hannie van Leeuwen mit Hitler verglichen wurde. Partei-Führer Geert dürfte sich angesichts dieser Vorwürfe wahrscheinlich am Kopf gekratzt haben, denn er arbeitete in seiner Jugend zwar einmal in einer deutschen Gurkenfabrik (ohne Senfgas-Produktion), aber danach fuhr in einen Kibuz nach Israel und geht er nicht noch heute regelmäßig in die israelischen Botschaft? Und dann will ja auch nur Moslems deportieren und die waren in WK II mit Hitler nicht unbedingt verfeindet. Last but not least will er ja nach den Wahlen eventuell Demokratie zulassen. Aber nur unter gewissen Umständen. Hoffen wir, dass es für diejenigen, die in seiner Umgebung Demokratie für seine undemokratische Partei einforderten, keine “lange Nacht der Messer gibt”.

Hitler-Gruß in Amsterdam?
Dann haben wir den Giro D’Italia. Der fand kurioserweise… weiter lesen
14.03.2010 von Falk Madeja
Hat Geert Wilders im deutschen Monschau inzwischen doch einen Moslem fressen können? Man weiss es nicht, würde Stefan Raab sagen. Er hatte jedenfalls einen Schwächeanfall, und dann war von ihm via Twitter eine Ewigkeit nichts zu lesen.
Nun aber doch. Er “gesund und voller Energie”. Müsse halt mehr essen und mehr schlafen. Wenn ich also Moslem und Einwohner von Monschau sein würde… Ach ja.
14.03.2010 von Falk Madeja
Der Führer der Anti-Islam-Partei PVV, Geert Wilders – wurde er in einem deutschen Hotel Opfer seines Diät-Wahns? Das spekulieren die Medien in den Niederlanden, bsw. De Telegraaf.
Wilders hatte in zwei Monaten 16 Kilo abgenommen, twitterte, dass er nun neue Kleider kaufen müsse und dass das so teuer sei. Liess sich in Almere und Den Haag feiern, in der Residenzstadt sitzt er sowohl im Parlament als im Gemeinderat. Fuhr dann nach Monschau, geriet offenbar in Panik, Krankenwagen musste kommen!
Bei seinem Twitter-Account sind auch keine neuen Einträge zu sehen.
Hat er in Deutschland keinen Moslem gefunden, den er hätte fressen können? Haben wir in Deutschland keine Moslems? Oder gibt es in Monschau keine Moslems? Fragen gibts, die gibts gar nicht.
04.03.2010 von Christine Steinhäuser
Seit gestern ist Geert (‚Der mit der Karnevalsperücke‘) stärkste politische Kraft in der Satelliten-Schlafstadt Almere und zweitstärkste in der taffen Regierungsstadt Den Haag. Allerdings trat er auch nur in diesen zwei Gemeinden an, weil er im Rest des Landes keine Leute fand, die seinen Job auf Lokalebene machen wollten. –
Wäre man trotzdem gewillt, die Wahlergebnisse dieser 2 aus 394 Gemeinden ernst zu nehmen, dann drehten sich die Rollen von holzschuhtragenden Ureinwohnern und kopftuchfreundlichen Zugezogenen gerade völlig um: während ein Teil der Holzschuhträger seine bodenständige und tolerante Identität einem Rechtspopulisten unter die Perücke schmeißt, legen die meisten Zugezogenen statt vermeintlicher moslemischer Engstirnigkeit genau jene politische Besonnenheit an den Tag, für die die Niederlande schon vor Jahrhunderten berühmt waren.
Statt sich von Wilder’s Partij voor de Vrijheid (PVV) provozieren zu lassen und etwa massiv die Nederlandse Moslim Partij (NMP) zu wählen, die vor kurzem mit dem Ziel gegründet wurde,… weiter lesen