11.01.2012 von Falk Madeja

Dodo starb durch Ratten
Ein Mythos starb, es war wahrscheinlich 1662 oder 1669: der Dodo, ein Riesenvogel, zwischen zehn und 20 Kilo schwer. Er lebte auf Mauritius. Bis lang galten die Niederländer als die Schuldigen, sie sollen die Riesen-Vögel aufgefuttert haben.
Doch nun sagt der britische Wissenschaftler Julian Hume, dass in Wahrheit die Portugiesen die Sache mit dem Dodo verbockt haben. Sie schleppten Ratten ein und mit denen konnte der Dodo nichts anfangen. Die Dodo-Jungtiere seien schlichtweg verhungert. Andersherum habe der Dodo wohl auch nicht gut geschmeckt.
Zwar hätten die Niederländer eben auch Tiere wie Hunde, Katzen, Affen, Schweine und Ziegen auf der Insel herumlaufen lassen, aber die Ratten der Portugiesen seien das Schlimmste gewesen.
28.05.2011 von Falk Madeja
Interessant. Die Richter für den Mladic-Prozess stehen fest. Es sind der Niederländer lphons Orie, der Deutsche Christoph Flügge und der Südafrikaner Bakone Justice Moloto. Ich frage mich, ob schon mal ein Deutscher in so einem internationalem Kriegsverbrecher-Prozeß Richter war. Ich frage mich, ob es vernünftig ist, einen Niederländer als Richter zu benennen – das Land ist schließlich in der Srebrenica-Frage stark involviert. Ich frage mich, wer der Südafrikaner ist. Der als Zwischenname “Justice” heisst.
Ich antworte mir: es wird ein spannender Prozeß. Nicht so wegen der Fakten. Die stehen mehr oder weniger fest. Mehr wegen der Emotionen. Und der Frage, ob Mladic möglicherweise körperlich ein Wrack ist. Wie jener John Demjanjuk.
10.05.2011 von Falk Madeja
Jan Kees de Jager, Finanzminister der Niederlande, ist nicht nur verliebt, er macht weiterhin seinen Job. So hat er ausrechnen lassen, dass der Staat jedem Niederländer täglich fünf Euro gibt. Bildlich gesehen. Denn das Defizit der Niederlande ist täglich 85 Millionen Euro, oder eben fünf Euro pro Holländer-Kopf am Tag.
Inzwischen hat die Niederlande Schulden in Höhe von 370 Milliarden Euro, 22.000 pro Mensch. Es sollen 18 Milliarden Euro hereingeholt werden, 16,5 via Einsparungen und 1,5 über Steuererhöhungen.
23.11.2010 von Falk Madeja

Sex haben nicht alle Niederländer
Natürlich unterhalte ich mich Niederländern auch schon mal über Sex. Wie wir Deutschen haben die Niederländer Sex – oder eben auch nicht, genau wie wir Deutschen.
Am Mangel an Sex ist schon manche Beziehung zugrunde gegangen, und viel Sex konnte auch nicht jede Beziehung retten (wie ich es in der jüngeren Vergangenheit schmerzhaft lernen konnte).
Aber, wie oft haben nun die Niederländer Sex? Lassen wir es einigermaßen objektiv machen, sonst müsste ich ja aus dem persönlichen Nähkästchen plaudern – und danach ist mir nicht. Kurzum: eine Untersuchung des TV-Senders FOXlive besagt, dass die Hälfte aller niederländischen Bürger kaum Sex hat. Soll heißen: zwischen ein paar mal im Jahr oder ein paar mal im Monat.
1000 niederländische Leute zwischen 18 und 65 wurden befragt. Daraus ergab sich auch, dass 18 Prozent der Niederländer fremd gehen würden, ein Viertel der ansonsten trauen Niederländer auch… weiter lesen
25.08.2010 von Falk Madeja

Hunde in den Niederlanden
Umfragen gibts! Nehmen wir diese von National Geographic Channel, Niederlande. Demnach bevorzugen niederländische Männer die Gesellschaft von Hunden als die von Frauen – und bei den Frauen soll es auch so sein.
Die Männer geben dem Vierbeiner in Sachen qualitätsvoller Beziehung durchschnittlich eine Note 8,5, die Menschen-Frauen dem Haustier eine 7,8. Noch mehr Zahlen, die wir erst mal auf der Website des Algemeen Dagblades gefunden haben. Drei Prozent aller 534 Befragten sagten, dass sie wegen des im Bett schlafen Hunds weniger Sex hätten – wobei mich stutzig macht. 29 Prozent alle Befragten gaben an, dass der Hund im im Schlafzimmer seine Nächte verbringen würde. Heisst das jetzt, dass die 26 Prozent-Punkte Unterschied darauf, dass diese Gruppe gar keinen Sex oder eben mehr oder genauso viel Sex haben, wenn der Hund im Schlafzimmer ist
12.05.2010 von Christine Steinhäuser
Bei einem Flugzeugabsturz in der libyschen Haupstadt Tripoli starben heute fast alle der 103 Insassen, darunter 61 der 62 Niederländer, die von Johannesburg über Tripoli nach Brüssel und Düsseldorf unterwegs waren. Einzig Überlebender ist ein zehnjähriger niederländischer Junge, der zur Zeit in Tripoli operiert wird. Ein Vertreter der niederländischen Botschaft wird sich des Kindes annehmen, sobald die Operation beendet ist. Die Ursache des Unglücks ist noch nicht bekannt.
Die meisten der niederländischen Passagiere waren Touristen auf dem Rückflug von Reisen der niederländischen Reisebüros Kras und Stip Reizen. Königin Beatrix und Ministerpräsident Balkenende drückten ihre tiefe Bestürzung aus. Aus Respekt vor den Verunglückten und den Hinterbliebenen wird der Wahlkampf der Parteien zu den bevorstehenden Parlamentswahlen am 9. Juni bis auf weiteres ausgesetzt.
15.03.2010 von Christine Steinhäuser

Heineken kommt partout nicht zur Ruhe. Nach der schamlosen Panscherei mit billigem Gerstensaft in Heineken-Zapfsäulen durch Amsterdamer Kneipiers und dem rückläufigen Heineken-Konsum unter den Niederländern, sah sich der Biergigant jetzt vom rotzfrechen PR-Gag eines regionalen Dreikäsebiers bedroht, und zwar massiv. Von einer Billigmarke namens Olm aus Groningen. Olm… nie gehört.
Das änderte sich heute schlagartig, als „der Multinational Heineken den piepkleinen Olm mit einem Heer von Anwälten vor den Richter zerrte“, berichtete der niederländische Rundfunk NOS. Per einstweiliger Verfügung wolle „der Goliath Heineken den David“ zwingen, seine Flaschen unverzüglich aus sämtlichen Supermärkten des Landes zu nehmen – was das wirtschaftliche Aus für Olm bedeuten würde. Der Grund: Olm hätte das Flaschengrün, den roten Stern und überhaupt das ganze Layout von Heineken geklaut.
Pikantes Detail: Olm’s Direktor Mark Schneider hat in einem früheren Leben selbst bei Heineken gearbeitet. Zu den Vorwürfen lächelte er nur spitzbübisch und sagte: „Grün… weiter lesen
14.03.2010 von Christine Steinhäuser
Seit Freitagabend ist es offiziell: unsere Frau in Oslo wird Lena Meyer-Landrut. Der Name ist Programm, könnte man sagen – nicht dass sie jetzt voll emanzenmäßig den Doppelnamen hinter sich herschleifen würde, nein, dafür ist sie viel zu jung – mit ihren süßen 18 ist sie schlichtweg so geboren. Allerdings ist sie weder blond noch auf den Kopf gefallen, kommentierte sie ihren Sieg beim deutschen Stefan-Raab-Finale zum Eurovision Song Contest doch mit einem herzhaften „verdammte Scheiße“. Richtig, das ist es, denn sie muss ja auch noch nebenbei Abi machen.
Allerdings muss man als leidgeprüfter Grand-Prix-Fan mal sagen: mit der Lena und ihrem Song „Wie ein Satellit bin ich immer in deiner Umlaufbaaaaahn..“ (frei übersetzt) hat Deutschland tatsächlich Chancen in Oslo. Stefan Raab umschwänzelte den originellen Angry-Young-Woman-Pop à la Adele, Lily Allen und Björk mit einem „Du bist ein Chamäleon, eine Gazelle, eine Nachtigall, ein Wolpertinger (Mischwesen)“. Ein einfaches… weiter lesen
05.03.2010 von Christine Steinhäuser
Und zwar nach Holland! Seit dem 19. Jahrhundert war der Wolf aus den Niederlanden verbannt, ausgemerzt, vergessen. Und jetzt das! Die Nachricht traf die Holzschuhträger gestern bis ins Mark. Kindern wurde das Spielen in nahegelegenen Wäldchen verboten, vorsorglich Zäune hochgezogen, das Jagdgewehr in Anschlag gebracht, und alles nur, weil der niederländische Rundfunk NOS gestern Abend auch mal wieder knallen wollte. Was war passiert?

Irgendwo in Niedersachsen war ein Schaf gerissen worden, und während der blutigen Rauferei hatte der Täter Haare gelassen. Glücklicherweise, weil eine DNA-Untersuchung der deutschen Kollegen ergab: es war ein Wolf. Und genau das war den niederländischen Nachrichtenagenturen eine Meldung wert: Holland in Not, ein Wolf in 100 km Entfernung von der Staatsgrenze, oho! Dass die Wölfe kommen, ist zwar nichts Neues, denn die Niederländer bereiten sich schon jahrelang gewissenhaft darauf vor – aber man kann ja verstehen, dass der diensthabende Nachrichtenchef den Thrill des… weiter lesen
04.03.2010 von Christine Steinhäuser
Seit gestern ist Geert (‚Der mit der Karnevalsperücke‘) stärkste politische Kraft in der Satelliten-Schlafstadt Almere und zweitstärkste in der taffen Regierungsstadt Den Haag. Allerdings trat er auch nur in diesen zwei Gemeinden an, weil er im Rest des Landes keine Leute fand, die seinen Job auf Lokalebene machen wollten. –
Wäre man trotzdem gewillt, die Wahlergebnisse dieser 2 aus 394 Gemeinden ernst zu nehmen, dann drehten sich die Rollen von holzschuhtragenden Ureinwohnern und kopftuchfreundlichen Zugezogenen gerade völlig um: während ein Teil der Holzschuhträger seine bodenständige und tolerante Identität einem Rechtspopulisten unter die Perücke schmeißt, legen die meisten Zugezogenen statt vermeintlicher moslemischer Engstirnigkeit genau jene politische Besonnenheit an den Tag, für die die Niederlande schon vor Jahrhunderten berühmt waren.
Statt sich von Wilder’s Partij voor de Vrijheid (PVV) provozieren zu lassen und etwa massiv die Nederlandse Moslim Partij (NMP) zu wählen, die vor kurzem mit dem Ziel gegründet wurde,… weiter lesen