28.12.2010 von Falk Madeja

Telefonladen in Rotterdam
Die Geschichte um den angeblich von in Rotterdam lebenden Somaliern geplanten Terroranschlag scheint regelrecht wie ein Kartenhaus zusammen zu fallen. Freitag Abend verhafteten die niederländischen Sicherheitsbehörden zwölf Somalier – am Dienstag waren alle bis auf einen wieder auf freien Füßen! Und der letzte Verdächtige kann maximal noch drei Tage festgehalten werden. Jetzt werden die Anwälte der Verdächtigen wohl Schadensersatz einfordern. U.a. wurde ein Telefonladen verwüstet.
28.12.2010 von Falk Madeja

Somalier wollten Flugplatz angreifen
Nix Geert Wilders, nun ist es raus – wahrscheinlich! Die in Rotterdam verhafteten Somalier sollen wohl vorgehabt haben, die Luftmacht-Basis in Gilze-Rijen anzugreifen. Das berichtet heute jedenfalls De Telegraaf. Das sollen Quellen aus dem Geheimdienst AIVD erzählt haben.
Waffen hatten sie aber noch nicht dabei, als die Sicherheitsdienste zuschlugen. Die sollten ihnen entweder aus Dänemark oder Belgien geliefert werden. Belgien ist jedenfalls ganz nahe. In Gilze-Rijen stehen um die 85 Hubschrauber, auch Geräte, die in Afganistan eingesetzt wurden. Apache und so. In Afganistan sollen elf amerikanische Apache mit Raketenwerfern vom Himmel geholt worden sein. Die Verdächtigen sollen mit Al Shabaab, einer Terror-Truppe, in Verbindung stehen.
27.12.2010 von Falk Madeja
Es bleibt doch einigermaßen rätselhaft. Welchen Terror-Anschlag sollen die zwölf am Freitag in Rotterdam verhafteten Somalis eigentlich geplant haben? Fünf von ihnen sind inzwischen wieder entlassen worden.
Die anderen werden nun verdächtigt, Bande mit Al-Shabaab zu haben, schreibt das Algemeen Dagblad. Diese Organisation soll wiederum Bande mit Al-Qaeda haben. Einer der verhafteten Somalis soll wiedeum Familie von Mohamed Garmashaqo, eines Al-Shabaab-Kommandanten, sein. Und Mohamed Abdullahi R, Eigentümer eines Telefonladens in Rotterdam und einer der Verhafteten, soll den gleichen Spitznamen wie der Kommandant haben. Allerdings sagen wiederum Bekannte von ihm in De Volkskrant, dass er zwar islamisch aber nicht terroristisch sei.
Der Anwalt eines der Verdächtigen, Michael Ruperti, kritisierte die Handlungsweise des Geheimdienstes AIVD. Er will, dass deren Arbeitsweise untersucht wird.
25.12.2010 von Falk Madeja
Es waren zwölf – zwölf Männer aus Somalia in Rotterdam. Offenbar mit einem Hang zu Terrorakten, jedenfalls wurden sie deshalb Freitag Abend verhaftet. Die niederländischen Behörden denken, dass sie in Kürze einen Anschlag begehen könnten.
Vier Wohnungen in Rotterdam, zwei Motelzimmer in Gilze-Rijen wurden untersucht. Die Männer sind zwischen 19 und 48 Jahre alt. Einer wohnt auch noch in Dänemark.
19.05.2009 von Falk Madeja
Zuerst zu unseren Priraten aus Somalia. Der niederländische Aussenminister Maxime Verhagen hat, möglicherweise erschrocken durch Medien-Berichte, gesagt, dass somalische Piraten in der Herkunftsregion verurteilt und eventuell eingesperrt werden sollten. Momentan findet in Rotterdam ein Prozess geben 5 Piraten aus Somalia statt. Ein Anwalt von ihnen hatte erklärt, dass seine Mandaten es in ihrer komfortablen Holland-Zelle mit Fernsehen, tollen Toiletten und Fussball in der Freizeit eigentlich sehr gut hätten. Und wenn sie dann in den Niederlanden ihre Strafe abgesessen und nebenher noch eine Ausbildung (Computer und so) gemacht hätten, käme halt die Familie nach! Die bräuchte ja eigentlich auch nur ein niederländisches Schiff angreifen und sich verhaften lassen.
Dabei gibt es doch so viel Platz in den niederländischen Knästen! Ungefähr 15.000 Zellen zählt das Land. Nun müsste sich die niederländische Regierung (mit Hilfe von anderen europäischen Ländern) eben darum bemühen,… weiter lesen
18.05.2009 von Falk Madeja
Sie stehen in den Niederlanden vor Gericht – und können ihr Glück kaum fassen. Fünf Piraten aus Somalia, darunter ein Mann namens Sayid (geboren 1970). Seine Kumpanen heissen Osman (1978), Farah (1985), Jama (1965), Abdi (1977) en Sayid (1970) – und am Montag heisst es für sie, in Rotterdam vor dem Kadi zu erscheinen. Grund: sie hatten ein Schiff namens Samanyalo überfallen wollen, und dieses fuhr unter der Flagge der Niederländischen Antillen. Die Besatzung bestand aus Türken, wehrte sich und bekam Hilfe durch einen dänischen Hubschrauber.
“Das Leben ist gut hier”, sagt Somalia-Pirat Sayid laut De Volkskrant. Sein Anwalt Willem-Jan Ausma fügte hinzu, dass sein Mandant im Gefängnis “gut essen, fussballspielen und fernsehgucken” könne. “Das WC in seiner Zelle findet er phantastisch.” Wahrscheinlich bekomme er vier Jahre Gefängnis. In dieser Zeit wolle er eine Computer-Ausbildung machen und wenn er seine Strafe ausgesessen hat – seine ganze Familie in die Niederlande holen.
05.04.2009 von Falk Madeja
Die niederländische Staatssekretärin Nebahat Albayrak (PvdA, Justiz) will Flüchtlingen aus Somalia den Kontigent-Status aberkennen. Bislang war es so, dass es bei denen keine individuelle Prüfung der Asyl-Gründe gab, denn schliesslich ist das Nachprüfen ihrer Biographie in dem vom Bürgerkrieg geplagten Land fast aussichtslos.
Jetzt stellt sich heraus, dass 20 Prozent der somalischen Flüchtlinge mit Tricks arbeiten. Um zu verhindern, dass ihnen Fingerabdrücke genommen werden, feilen sich die Fingerkuppen ab oder nehmen Medikamente, die Schweiss an den Händen hervorrufen sollen. Somalier sind die größte Flüchtlingsgruppe in den Niederlanden, im vergangenen Jahr waren es immerhin 4000. Weitere 3700 kamen durch Familien-Vereinigung dazu.
Fortan wird jeder Antrag eines Flüchtlings abgewiesen, wenn sich bei ihm keine Fingerabdrücke nehmen lassen. Seit dem Jahr 2007 gibt es auch DNA-Tests, um zu prüfen, ob die ins Land geholten Kinder tatsächlich wie angegeben Teil der Familie sind. Seitdem verzeichnen die niederländischen Behörden eine Abnahme der ins Land geholten… weiter lesen