17.02.2011 von Falk Madeja
Geert Wilders – zum als links geltenden Sender Vara wollte er nicht in die Debatte zu den Provinzwahlen. Aber es gibt ja auch noch andere öffentlich-rechtliche Sender – WNL, das bedeutet Wakker Nederland und ist der Sender der Boulevard-Zeitung De Telegraaf. Dort gibt es einen Mann, der einst Pim Fortuyn bewundert und nun Anhänger von Geert Wilders ist – Joost Eerdmans. Der iedale Mann, um Stichworte zu geben, dachte sich Wilders, und so kam es dann auch.
Kurz zusammengefasst:
- Wilders denkt nicht, dass es eine Krise gibt, wenn VVD, CDA und ER (PVV) in der Ersten Kammer nicht die Mehrheit bekommen. Er baut auf die SGP, eine kleine extremistische Partei aus dem protestantischen Spektrum. Die sind strikt gegen die Gleichberechtigung von Mann und Frau.
- Wer ihn auf einer Karikatur zum Nazis macht, der würde alle 1,5 Millionen seiner Wähler zum Nazi erklären.
- Die PVV werde immer größer,… weiter lesen
14.12.2008 von Falk Madeja
Rund 40 Herausgeber, Chefredakteure und Direkteure von Zeitungen und Zeitschriften haben dem niederländischen Medien-Minister Ronald Plasterk einen Brief geschrieben, in dem sie sich über Wettbewerbsverzerrung durch die öffentlich-rechtlichen Sender beklagen. Diese bekommen heutzutage 500 Millionen Euro aus Steuergelden (anstelle der früheren TV-Gebühren), dazu streichen sie noch mehr als 200 Millionen Euro durch Werbung ein.
Vor allem letzteres stösst den Vertretern der gedruckten Medien bitter auf. Sie hoffen, dass dieses Geld doch bei den Zeitungen zurecht kommt. Dazu müssten die öffentlich-rechtlichen Sender – die durch die Steuergelder praktisch ein Staatsrundfunk sind - auf Reklame verzichten, und dazu sind sie wohl nicht bereit.
Medien-Minister Ronald Plasterk hatte am Samstag einen Innovationsfonds für die Presse vorgeschlagen. Dieser solle mit 8 Millionen Euro ausgestattet werden. Die Journalisten-Gewerkschaft NVJ hatte allerdings 24 bis 35 Millionen Euro gefordert.
08.12.2008 von Falk Madeja
Geert Wilders sorgt sich zum die niederländischen Tageszeitungen. Eh klar, die würden zwar nicht immer so tolle Sachen über ihn schreiben, aber dennoch müssten sie gerettet werden. Ausgerechnet in der Zeitung “De Volkskrant”, die ihn je nach Bedarf Kommentare schreiben lässt oder in Kommentaren verdammen lässt (ihn sogar für vermindert zurechnungsfähig hält), publizierte er am Wochenende einen Kommentar, in dem er das Ende der Reklame auf den öffentlich-rechtlichen Sendern fordert.
Das Geld – wohl um die 203 Millionen Euro, 700 Millionen gibt es aus dem Staatshaushalt – solle nach einem Verbot von Reklame bei den öffentlich-rechtlichen Sendern den notleidenden Zeitungen zugute kommen. Klar, dachte die Redaktion von “De Volkskrant”, lassen wir ihn mal den nützlichen Idioten spielen!
Entgeistert fragte der Moderator des Frühstücksfernsehens am Montag Geert Wilders, wie dann das Staatsfernsehen die teuren Fußballrechte zahlen solle. Immerhin, Respekt, hatte das Frühstücksfernsehen den Mut, Wilders zu dem Thema einzuladen.
30.06.2008 von Falk Madeja
In den Niederlanden gibt es jetzt auch einen durch Steuergeld finanzierten Porno-Sender. Kein Witz. BNN – einer von zig einst durch Gebühren und heute durch Steuergelder finanzierten Sender – sendet auf 101.tv seit kurzem knallharte Pornos aus. Stolz nennt wird mitgeteilt, dass man der erste öffenntlich-rechtliche Kanal sei, der täglich Pornos aussende. Paul van Keulen, Chef von 101.tv in “Het Parool”, stolz: ” Man sieht alles.” Es sei also kein Softporno. Schliesslich würden 80 Prozent aller jungen Leute Pornos gucken. Ausserdem würde man “Qualitäts-Porno” aussenden, alle Modelle würden volljährig sein, gut bezahlt und hätten nach den Drehs keine Gewissensbisse… Hmh.
Joop Atsma, medienpolitischer Sprecher der regierenden Partei CDA, sagte, es sei aber nicht “die Aufgabe der öffentlich-rechtlichen Sender, um Porno mit Steuergeldern zu finanzieren”. Am Dienstag soll die Angelegenheit im Parlament besprochen werden, denn dann geht es um ein neues Mediengesetz.
29.05.2008 von Falk Madeja
In den Niederlanden gibt es mal wieder Streit um Porno-Films. Genauer gesagt geht es um die Frage, ob die niederländischen Staatssender VPRO und NPS erotische Filme aussenden dürfen oder nicht – gestellt von der Protestanten-Partei SGP.
Eine sehr seltsame Partei, in der Frauen im Prinzip nicht Mitglied werden dürfen – “es sei denn” und eigentlich lieber nicht.
Kurzum, die SGP will den aus Steuergeldern finanzierten Sendern verbieten, so ungefähr 13 erotische Filme auszusenden.
Kultur-Minister Ronald Plasterk entschied nun, dass die Filme “Kunst” seien, internationale Preise gewonnen hätten und deshalb nicht als Porno anzusehen seien. Cinema Erotica heisst die Serie auf Nederland 1, Titel wie 9 Songs, Belle de jour, Untold scandal, Young Adam und The Dutch Master sind zu sehen.