10.02.2012 von Falk Madeja

Bierkasten als Terror-Instrument
Ein 40jähriger Mann aus dem niederländischen Steenwijk wurde mit 240 Arbeitsstunden und sechs Monaten Haft auf Bewährung bestraft, weil er im vergangenen Jahr Mitarbeiter aus dem örtlichen Supermarkt mit einem Bierkasten terrorisiert hatte. Er hatte die Haltgriffe mit Messern präperiert.
Ursprünglich wollte er damit einen Dieb ärgern, der zuvor in der Nachbarschaft aus den Gärten Bierkästen geklaut hatte. Der aber liefert den Kasten ohne Verletzungen im Supermarkt ab, kassierte das Pfandgeld und so musste schließlich das Personal des Supermarktes daran glauben.
27.01.2012 von Falk Madeja
Als drittes europäisches Land nach Frankreich und Belgien verbietet die Niederlande die Burka. Innenmisterin Liesbeth Spies nannte das einen Akt von “unvorstellbarer Wichtigkeit”. Welche Strafen es gibt, wenn jemand doch eine Burka trägt, ist unklar. In Frankreich riskiert eine Burka-Frau 150 Strafe, und ein Mann, der seine Frau zur Burka zwingt bis zu 30.000 Euro und zwei Jahre Gefängnis. In den Niederlanden sollen nach Schätzungen um die 150 Frauen gezwungen oder freiwillig die Burka tragen.
16.09.2011 von Falk Madeja
Michèle Martin, Frau des belgischen Mädchen-Mörders Marc Dutroux, könnte nach Verbüßung eines Teils ihrer Strafe im Nachbarland Niederlande aufgefangen werden. Und zwar im Kloster der “Dominicanessen van Bethanië” Thorn (Provinz Limburg). Das hat die Oberste namens Sarah Bohmer im niederländischen Fernsehen erklärt. Die Taten von Michèle Martin seien zwar “monströs”, aber sie müsse eine Chance haben, um ihr Leben zu bessern.
Martin wurde 1996 verhaftet, weil sie nichts dagegen unternahme, als ihr Mann Marc Dutroux Mädchen entführte, vergewaltigte und einsperrte. Im Jahr 2004 bekam sie 30 Jahre Gefängnisstrafe. 1998 wurde sie schon einmal wegen ähnlicher Delikte zu fünf Jahren Haft verurteilt, kam aber 1992 wieder frei – um rückfällig zu werden. Inklusive der Untersuchungshaft hätte sie jetzt die Hälfte der 30jährigen Haftstrafe abgesessen. Es gab auch den Plan, dass sie nach Frankreich gehen würde, aber die französischen Autoritäten winkten ab. Ob sie tatsächlich in die Niederlande geht, ist allerdings unklar.
16.09.2011 von Falk Madeja
Frauen, die in den Niederlanden in der Öffentlichkeit eine Burka bzw. einen Nikab (Gesichtsschleier) tragen, sollen künftig mit einer Geldstrafe von maximal 380 Euro bestraft werden. Das geht aus einem Plan der beiden Regierungsparteien CDA und VVD hervor, der am heutigen Freitag weiter im Ministerrat besprochen wird. Dieser Plan geht auf einen Vorschlag von Geert Wilders aus dem Jahr 2007 zurück. Übrigens sollen auch andere gesichtsverhüllende Utensilien so wie Bivak-Mützen und Helme so bestraft werden.
In den Niederlanden soll es ungefähr 150 Frauen geben, die sich mit Hilfe von Burka bzw. Nikab von der Außenwelt abzuschliessen versuchen. Maximal einige hundert Frauen tragen diese Kleidungsstücke zu bestimmten Gelegenheiten, berichtet De Telegraaf.
24.08.2011 von Falk Madeja
Abdulvahap E., Moslem-Aktivist aus der Türkei hat sich möglicherweise nicht das richtige Land ausgesucht, um Asyl anzufragen: die Niederlande - nach heftigen Debatten um Einwanderung aus islamischen Staaten mit einer vom Anti-Islam-Politiker Geert Wilders geduldeten Regierung. Die Frage ist, ob der Türke überhaupt ein Land finden wird, welches ihm eine neue Heimat bieten will. Werden ihm doch einige Verbrechen vorgeworfen, die es in sich haben.
Er gehört nämlich der Hezbollah-Bewegung an. Nicht zu verwechseln mit der gleichnamigen Bewegung im Libanon. Aber brutal ist die türkische Hezbollah allemal. In den 90ern verübten die Radikalen in der Türkei zahlreiche Anschläge auf Prominente, Beamte und Mitglieder der PKK. Menschen wurden lebendig begraben, oder so ermordet: ihnen wurden Hände und Füße auf dem Rücken zusammen gebunden, das Seil dann um den Hals befestigt. Die Opfer konnten nur solange überleben, wie sie in einer Art Hohlkreuz verharrten. Liessen ihre Kräfte nach, erwürgten sie sich praktisch “selbst”. Die Terroristen… weiter lesen
09.06.2011 von Falk Madeja
Das Opfer des Hotelspringers von Amsterdam, ein Tourist aus Brasilien, wird sein Leben lang im Rollstuhl sitzen. Jetzt wurde der Täter, der 29jährige Abdallah O. aus Australien, zu einer Gefängnisstrafe von sechs Monaten (Hälfte auf Bewährung) sowie 120.000 Euro Schadensersatz, verurteilt.
Was war passiert? Im Juli vergangenen Jahres hatte Abdallah O. sich dermaßen zugekifft, dass er einfach mal aus dem Fenster eine Hotels in der Kerkstraat sprang. Genau auf den Brasilianer. Der brach sich das Rückrat. Abdallah O. führte vor Gericht an, dass er eine Psychose gehabt habe. Das Gericht argumentierte ungefähr, mag ja sein, aber die Psychose sein durch den Drogen-Konsum selbst herbeigeführt.
Ich frage mich: hat er die Strafe durch die Untersuchungshaft schon abgesessen? Hat er die 120.000 Euro überhaupt? Wie geht es mit dem Opfer weiter?
27.04.2011 von Falk Madeja

Hirsche auf Terschelling
Terschelling! Eine der reizenden niederländischen Nordsee-Inseln. Ich kann mich gut daran erinnern, dass wir mit einer Gruppe von einem dutzend Leuten ein Wochenende in einem Bauernhof waren. Terschelling hat sogar seinen eigenen Bruce Springsteen, Hessel. Wir haben ihn bei einem Konzert besucht. Während alle anderen zurück nach Amsterdam fuhren, machte ich mich auf nach Mecklenburg-Vorpommern, meine Heimat, für eine Reportage über Niederländer, die eben nach Mecklenburg-Vorpommern ausgewandert sind. Das waren so mehr als zehn Stunden mit Boot und Zug.
Zurück zu Terschelling, neues Migrations-Thema. Außer Bruce Springsteen haben sie da auch noch Spaßvögel. Und zwar zwei. Die müssen nun 46.600 Euro Strafe bezahlen! Was haben die zwei angestellt? Sie hatten im Jahr 2008 heimlich zehn Hirsche auf die Insel geschafft. Wie macht man so etwas eigentlich, heimlich zehn Hirsche auf eine Insel schaffen? Das werden wir noch hören. Panik brach bei den Behörden aus, die Tiere… weiter lesen
27.04.2011 von Falk Madeja
Die Niederlande kennt viele Probleme. Zum Beispiel auch bei notwendigen Dingen wie Pinkeln und Scheissen. Het Parool schreibt, dass in Amsterdam jährlich 15 Menschen sterben müssen, weil sie betrunken in die Grachten pinkeln, dann dort hineinfallen und nicht mehr auftauchen. Zuletzt ein 40jähriger Niederländer, ein 41jähriger Pole und ein 36jähriger Ire. Bei dem muss es allerdings anders gelaufen sein, denn er konnte nur in Einzelteilen und das nach und nach aus dem Wasser gefischt werden. Er wird sich wohl kaum beim Pinkeln selbst zerstückelt haben.
Es gibt aber nicht nur Probleme beim Pinkeln, auch beim Scheissen. Es gibt sogenannte Wild-Scheisser. Das sind Leute, die es in aller Öffentlichkeit wie es in Berlin die Hunde auf dem Bürgersteig machen. Nehmen wir diesen 44jährigen LKW-Fahrer aus Opdam. Der hinterliess in der Van der Maelstedeweg in Hulst ausgerechnet vor dem Polizeibüro ein Häufchen. Er stieg aus dem Fahrerhaus, rannte um sein Fahrzeug und schiss einfach auf… weiter lesen
24.04.2011 von Falk Madeja
Ein 35jähriger Mann aus dem Rotlichtmillieu der Stadt Leeuwarden wurden nun zu einer Gefängnisstrafe von drei Jahren und vier Monaten verurteilt, weil er Sex mit zwei minderjährigen Mädchen hatte. Diese, 14 und 15 Jahre alt, hatten sich angeblich für ein Praktikum im Rotlichtdistrikt interessiert. Er hatte ihnen weiss gemacht, dass sie dafür erstmal mit ihm “zur Probe” schlafen müssten. Dann mißbrauchte er sie, und dafür wurde er nun bestraft.
17.04.2011 von Falk Madeja

Illegale Fischer
Nachrichten gibts, die gibts doch gar nicht. Oder eben doch. In der Nähe der niederländischen Stadt Roermond haben, Zitat, “Inspekteure der Grünen Brigade”, drei Deutsche im Alter von 49, 55 und 57 Jahren aus dem Fischerei-Verkehr gezogen, berichtet die TV-Station PowNed. Klingt wie ein Konflikt zwischen Nord- und Süd-Korea inkl. Kanonenbooten.
Ist aber nicht so. Die drei deutschen Spitzbuben hatten illegal sage und schreibe 250 Kilo Fische mit dutzende Meter langen Netzen aus den Asseltse Plassen gezogen. Ohne irgendeine Form von Genehmigung, versteht sich. Die drei Fisch-Köpfe haben sofort 1000 Euro Strafe pro Mensch-Kopf bekommen.