17.04.2011 von Falk Madeja

Illegale Fischer
Nachrichten gibts, die gibts doch gar nicht. Oder eben doch. In der Nähe der niederländischen Stadt Roermond haben, Zitat, “Inspekteure der Grünen Brigade”, drei Deutsche im Alter von 49, 55 und 57 Jahren aus dem Fischerei-Verkehr gezogen, berichtet die TV-Station PowNed. Klingt wie ein Konflikt zwischen Nord- und Süd-Korea inkl. Kanonenbooten.
Ist aber nicht so. Die drei deutschen Spitzbuben hatten illegal sage und schreibe 250 Kilo Fische mit dutzende Meter langen Netzen aus den Asseltse Plassen gezogen. Ohne irgendeine Form von Genehmigung, versteht sich. Die drei Fisch-Köpfe haben sofort 1000 Euro Strafe pro Mensch-Kopf bekommen.
08.04.2011 von Falk Madeja
Demokratie und Rechtsstaat – müssen wir immer wieder verteidigen. In den Niederlanden bsw. gegenüber einem durchgeknallten Christdemokraten namens Coskun Çörüz. Der will nun Niederländern eine Strafe auferlegen, wenn sie sich über die Polizei beschweren.
Kaum zu glauben aber wahr. Der Mann muss von den Verhältnissen in Diktaturen und Halb-Diktaturen fasziniert sein. Jährlich gibt es lt. De Telegraaf um die 7000 Klagen gegen die Polizei. Der christdemokratische Komiker findet, dass 90 Prozent unbegründet sein. Nun, lieber CDA-Mann, schon mal was davon gehört, wie raffiniert diese Polizei Klagen im Sand verlaufen lässt? Da haben die NL-Polizisten allerhand Techniken. Es ist ein gutes Recht der Bürger, sich dagegen zu wehren.
Oh ja, falls so ein niederländischer Polizei-Kritiker dennoch Recht bekommt, dann darf er seine Geld-Strafe zurückbekommen, sagt diese Karikatur von einem Politiker in einem Rechtsstaat.
07.02.2011 von Falk Madeja

Sittich tot, Knast
Gründe gibts, die gibts gar nicht. Nehmen wir diese Messerstecherei da in Groningen, die einen 57jährigen Mann ins Gefängnis bringen dürfte. Der Streit drehte sich um einen Wellensittich. Der war nämlich tot und nun stellte sich die Frage, ob der Eigentümer ihn begraben oder in den Mülleimer werfen sollte.
Er wollte ihn begraben, ein Kumpel drängte ihn zur Mülleimer-Lösung – und als man sich nicht einigen konnte, griff der Wellensittich-Mann zum Messer und stach dem anderen Mann einfach mal in den Hals! Die Staatsanwaltschaft forderte am Montag 15 Monate Gefängnis, fünf davon auf Bewährung.
07.01.2011 von Falk Madeja
Hat sie es zu bunt getrieben? 95 Hamster dürften das so sehen, denn im Namen der Kunst hat “Tinkebell” sie durch die Mangel gedreht. Die armen Viecher mussten vier Stunden in Plastik-Kugeln herumlaufen, dann wurden sie in klitzekleine Käfige voller Urin und anderem Scheiß gezwängt. Die Polizei rettete die Viecher, die Künstlerin war stinkend sauer.
“Tinkebell” ist eine real existierende Frau, die das für Kunst hält. Sie bekommt angeblich 100.000 Haß-Mail im Jahr. Und aus ihrem Kater, den sie eigenhändig erwürgt hat, machte sie eine Handtasche.
Die Staatsanwaltschaft in Amsterdam sagt, dass sie für die Hamster-Aktion nun 900 Euro Strafe zahlen soll, die Hälfte auf Bewährung. Komischer Antrag. Aber die armen Kreaturen haben eh nichts davon.
25.12.2010 von Falk Madeja
Es sind zwei Zahlen, die uns inmitten des Winterchaos verblüffen. Eine Geldstrafe von 50.006 Euro, eine Geschwindigkeit von 1073 Stundenkilometer. 70 Km/h wären erlaubt gewesen, also fuhr diese Mensch in seinem Auto 1003 Stundenkilometer zu viel. Darum die heftige Strafe. Es handelt sich um den Jaguar XJ eines Niederländers aus Arnheim, der wie eine Rakete abgegangen sein muss. Der Mann, dessen Namen wir uns merken müssen, heisst Mark Postema.
Technisch schwer zu erklären, gegen diesen Geschwindigkeitsrekordhalter ist Sebastian Vettel fast schon eine lahme Ente, aber das “Justioneel Incassobureau” in Leeuwarden will nun erst mal das Geld sehen. Mark Postema sagt, die 50.000 Euro hätte er noch – aber die restlichen sechs Euro Verwaltungskosten seien ein Problem…
14.12.2010 von Falk Madeja

Nijntje führte zu Robert M.
Er wird jetzt in einigen niederländischen Medien “Das Monster von Riga” genannt – Robert M., ursprünglich Lette und in den Niederlanden eingebürgert. Er soll zwischen 30 und 50 Kinder in diversen Kindergärten missbraucht – Amsterdams Bürgermeister Eberhard van der Laan befürchtet, die Zahl könne noch höher liegen. Ausserdem hat er Kinderporno produziert und vertrieben.
Inzwischen machen diverse Geschichten die Runde. So soll Robert M. probiert haben, ein Kind zu adoptieren. Seine Anfrage wurde in erst in diesem Monat abgewiesen - kurz bevor er aufflog. Das bestätigte der Raad voor de Kinderbescherming, berichtet De Telegraaf.
Der lokale Sender AT 5 und das Algemeen Dagblad berichten, dass Robert M. auch ein ganz schöner Aufschneider war. Er habe sich der “Babyflüsterer” genannt. Zu einigen Eltern habe er auch noch gesagt, dass er ein Buch über “Missstände” in Kindergärten habe schreiben wollen – im Grunde eigentlich über… weiter lesen
11.09.2010 von Falk Madeja
Nein, wenn es in Sachen Humor-Kriminalität geht, sind die Leute in den Provinzen unübertroffen. Nehmen wir mal diese Meldung. In Tilburg (Brabant) wollte ein 36jähriger Mann seinen neuen Pass abholen. Aber die Polizei schaute mal kurz im Computer nach, ob es rund um seine Person nicht noch was interessantes zu lesen gäbe. Und so war es. Er gab da wegen Diebstahl noch eine Geldstrafe von 1700 Euro – und die möge er nun bezahlen. Andernfalls zwölf Tage Gefängnis! Und die Geldstrafe müsse noch stets bezahlt werden. Der Mann telefonierte wie wild herum und dann tauchte jemand auf und zahlte für ihn die Strafe!
25.08.2010 von Falk Madeja

Sander V. will Haus verkaufen
Sander V. – der 26jährige Ex-Polizist aus Dordrecht wurde im März landesweit bekannt, weil er das zwöljährige Nachbarmädschen Milly Boele ermordet hatte. Er Milly mit seiner Katze in sein Haus gelockt, sie offenbar sexuell missbraucht, ermordet, in seinem Garten vergraben und dann dort mit ahnungslosen Bekannten Bier getrunken.
Als seine Kollegen aus Dorddrecht nach dem Mädchen noch suchten (er selbst arbeitete in Rotterdam), gab er ganz scheinlich offenbar noch Tips. Er hat seine Strafe noch nicht bekommen, aber es wird wohl auf lebenslang mit hinauslaufen. Eine der klärenden Fragen ist inzwischen, ob die Tatsache, dass er während der Tat 30 Joints geraucht haben, strafverschärfend oder strafmindernd auswirken würde. Letzteres kann ich mir eigentlich nicht vorstellen.
Also braucht er sein Haus nicht mehr. Er will es für 165.000 Euro verkaufen. Die Website vom… weiter lesen
23.02.2010 von Falk Madeja
Rache vom Ex-Partner – ja wir können da auch ein Wörtchen mitreden. Und wir müssen davon berichten, wie die Ex-Partnerin uns bei einem Arbeitgeber in einer Blitzaktion nach einem Konflikt angeschwärzt hatte und wir sofort einen Auftrag verloren: “Wo Liebe ist, da ist dann auch eben Hass,” sagte sie dann. Und tja, dann sei eben alles erlaubt. Auch mal eben einen Menschen vernichten.
Eine Begründung, die sich aus Opferperspektive reichlich schockierend anhört, aber der betroffenen Dame war es vor allem unangenehm, dass sie ihre falsche Beschuldigung mit dem Argument “Ich hatte Wahnvorstellungen” wieder zurückziehen musste, der Schaden beim Opfer war ihr wurscht. Aber sie, die Arme, habe doch sozusagen bei ihrem Chef die Hosen runter lassen müssen und ja, dann sei sie ja das Opfer! Nun ja, wir wissen wo die Dame demnächst wirklich ihre Hose runterlassen muss und sind dennoch diskret genug, um den Ort nicht zu verraten. Nur soviel: es ist das zweite… weiter lesen
21.12.2009 von Falk Madeja
Und zwar in Amsterdam. Der Mann bekam, und ein Amsterdamer Gericht fand nun die Strafe von 200 Euro o.k., eine 200 Euro-Strafe, weil er in Bewerbungsprozeduren aus folgenden Gründen scheiterte: er wollte sich seinen Extremisten-Bart nicht abrasieren und Frauen keine Hand geben.
Er hätte bsw. Parkwächter, privater Sicherheitsagent oder Krankenpfleger werden können, schreibt De Telegraaf, mit dieser Haltung kam er aber durch keine Bewerbungsprozedur. Deshalb die Strafe des Sozialamtes. Der Mann hatte vor Gericht damit argumentiert, dass immerhin niemand anders als Bürgermeister Job Cohen mal gesagt habe, dass die Verweigerung des Handschlages mit Frauen kein Problem sei, solange die Arbeit ordentlich erledigt werde, das aber anders.