04.02.2012 von Falk Madeja
Der Mann war schon fast ein Künstler: Diederik Stapel, sogenannter Wissenschaftler an der Universität Tilburg. In Wirklichkeit ein Hochstapler, der mit gefälschten Daten Gefälligkeitsgutachten fabrizierte. Zum Beispiel schrieb er dann ein Stück, wonach Fleischesser gefährlicher als Vegetarier sein würden und manchen anderen Unsinn. Jetzt kommt raus, dass Stapel sich seine Daumen-Saugerei mit insgesamt 2,2 Millionen Euro subventionieren liess. Und zwar von der Nederlandse organisatie voor Wetenschappelijk Onderzoek (NWO). Niederländische Organisation für wissenschaftliche Untersuchungen. Es ist nicht mal klar, ob er das Geld zurückbezahlen muss, entnehmen wir dem NRC Handelsblad.
08.09.2011 von Falk Madeja

Fleischesser sollen Rüpel sein
Peinliche Affäre an der Universität von Tilburg! Ein Mann namens Diederick Stapel entpuppte sich als Hochstapler. Der Mann hatte eine sogenannte Untersuchung präsentiert, wonach Fleischesser oft “egoististische Rüpel” sein – und im Umkehrschluß mussten ja Vegetarier reine Engel sein. Dabei gab es ja auch schon mal Vegetarier, die einen Krieg anfingen.
Stapel, so ist jetzt bewiesen, hatte sich ohnehin seine sogenannten Untersuchungsergebnisse aus dem Daumen gesogen. Seine Kollegen Roos Vonk von der Radboud Universität in Nimwegen und Professor Marcel Zeelenberg aus Tilburg stehen jetzt wie Trottel da. Roos Vonk sprach von einem “Mega-Abgang” und Marcel Zeelenberg von einem “kompletten Fake”. Hochstapler Stapel wurde gefeuert.
26.07.2011 von Falk Madeja

Brabants Dagblad läßt Tilburg über Oslo jubeln
Zunächst einmal das. Mit Olso und Tilburg verbindet mich etwas, und wer kann das schon von sich sagen. Mit Zeitungen auch und schon sind wir beim Thema. Am 6. Mai 2002 nämlich war ich mitten in Dänemark auf dem Weg zur Fähre nach Göteborg, die ganze Zeit piepte mein Handy. Pim Fortuyn war nämlich ermordet worden und wir teilten uns das alles mit. Am nächsten Morgen, als ich in Göteborg den Zug nach Oslo bestieg, sah ich im Bahnhofskiosk eine unfaßbare Zahl von Titelseiten aus aller Herren Länder, auf den Pim Fortuyn in seinem Blut lag. Die Bilder waren ethisch hart an der Grenze, oder eigentlich schon drüber hinweg.
Jetzt also der Wahnsinn von Oslo. Eine Zeitung in den Niederlanden hat diese ethische Grenze auch gestriffen. Das… weiter lesen
19.05.2011 von Falk Madeja
Der Problem-Stapel für die Niederlande erhöht sich in hohem Tempo. So müssen alle 80 Panzer verkauft werden, würde Jungesellen-Premier Mark Rutte aus lauter Orientierungslosigkeit am liebsten bisexuell werden und nun taucht für viele aus heiterem Himmel auch noch eine Drogen-Oma auf.
Die hat es faustdick hinter den Ohren und darum muss sie nun acht Jahre hinter Schwedische Gardinen. Genauer gesagt hinter “Belgische Gardinen”. Die 72jährige Martina van E., die bislang in Belgien (Schilde) wohnte, hatte Anteil am Import von 400 Kilo Kokain über den Hafen Antwerpen.
Aber die Belgier haben weder eine Regierung noch genug Schwedische Gardinen, so dass Teile des Gefängnis-Wesens wiederum in die Niederlande outgesourced werden. Aber ich denke mir. Du bist 72, eine Drogen-Oma, bekommst acht Jahre Gefängnis. Was ist dann die Perspektive, hmh. Es ist eigentlich egal, ob du diese Strafe in NL oder B aussitzen musst.
04.05.2011 von Falk Madeja
Nein, diese Brabander. Auch außerhalb der Karnevalszeit, dem Stadion vom Fußballklub Willem II oder einer gewissen Hochschule immer wieder mal komisch. Jetzt haben zwei Männer aus Kaatsheuvel und Waalwijk probiert, in Tilburg bei der Polizei eine Anzeige wegen des Mordes auf Osama Bin Laden zu erstatten.
Die beiden heißen Ruud Snoeren (30) und Terry Flohr (29). Die Namen müssen wir uns vielleicht merken. Im Polizeibüro Ringbaan Zuid hat man ihnen zugehört, die Anzeige aber nicht angenommen. Ob sie vielleicht zum Internationalen Gerichtshof in Den Haag gehen könnten? Man könne wegen der Anzeige keine Polizeikapazitäten frei machen, schreibt das Brabants Dagblad. Wie auch. Soll die Polizei in Tilburg jetzt etwa die US-Armee verhaften? Jetzt wollen die zwei dem Gerichtshof in Den Haag vielleicht eine E-Mail schicken.
01.05.2011 von Falk Madeja
Vergesst alles, was ihr jemals über Pre-Paid-Betrug gehört habt. In Tilburg, Brabant, hat ein 25jähriger Mann alle Rekorde gebrochen. Er hat sage und schreibe 473.680 Euro aus Geldautomaten herausgesogen, schreibt das Algemeen Dagblad.
Wie das geht? Nun, der Ex-Knackie hatte von der Gemeinde eine Pre-Paid-Geld-Karte bekommen. Damit hätte er theoretisch 600 Euro im Monat aus dem Geldautomaten ziehen können. Er hob aber ab wie ein Besengter. Er soll das Geld für Kleider und Schuhe ausgegeben haben. 473.680 Euro für Kleider und Schuhe?
Sein Anwalt Jan-Hein Kuijpers ist auch so ein Komiker. Wenn jetzt irgendjemand durch Zufall auf seinem Konto einen großen Betrag finden und den im Casino verjubeln würde, dann werde der doch auch nicht verfolgt. Nachdem der Anwalt diesen Unsinn erzählte, hat er bestimmt ein paar Stunden gewiehert. Bei der Bank, SNS, die jetzt das Opfer ist, wird wohl kaum jemand gelacht haben.
10.04.2011 von Falk Madeja
In der niederländischen Ehrendivision fand am vergangenen Wochenende ein interessantes Experiment statt. Tabellenletzter Willm II Tilburg stellte erstmals ein Teams nur aus Clowns zusammen. Torwart – ein Clown. Verteidiger – megakomische Clowns. Mittelfeld und Angriff – alles Clowns.
Sinn der Übung: Willem II Tilburg hat fünf Punkte Rückstand auf VVV Venlo. Und dieser Klub steht auf der Tabellenposition, die immerhin noch zu Relegationsspielen berechtigt. Relegationsspiele – das sind sozusagen die Überstunden des Fußballs. Eigentlich in der Ferienzeit! Und nachdem Willem II nun gehört hatte, dass VVV verloren hatte, hätte man mit einem Sieg gegen Heracles Almelo theoretisch drei Punkte wett machen können! Aber nein, es lief anders.
Völlig erschrocken registrierte die Mannschaft aus Tilburg, dass ihr schon nach vier Minuten das 1:0 gelang und der Gegner auch noch eine Rote Karte bekam. Jetzt drohte mit elf gegen zehn ja eigentlich ein Sieg. Doch alle Spieler verwandelten sich in Clowns. Einer… weiter lesen
26.03.2011 von Falk Madeja

Willem II bekommt Archiv
Nein, es handelt sich hier nicht um ein Projekt mit der gebeutelten Mannschaft Willem II Tilburg - Tabellenletzter der niederländischen Ehrendivision. Es geht hier um den deutschen Kaiser Willem II, der zwischen 1918 und 1941 in den Niederlanden im Exil wohnte. IUnd zwar eh nicht in Tilburg sondern in Huis Hoorn. Ab dem 1. April soll sein persönliches Archiv im Internet stehen.
Es handelt sich um 175.000 Bilders und Texte, die offenbar zum Teil gegen Bezahlung angeschaut werden können.
Willem II ist natürlich auch gar nicht nach dem deutschen Kaiser benannt, sondern nach dem niederländischen König Willem II. Gegründet wurde Willem II Tilburg ja auch schon 1896. Der Klub hat bei noch sechs Spielen fünf Punkte Rückstand auf VVV Venlo. Stadion liegt gleich neben neben der Hochschule Fontys, die ich auch mal von Innen gesehen habe.
26.12.2010 von Falk Madeja
Stell dir vor, du wirst in einer Silvester-Nacht in Tilburg zusammen geschlagen. Dann kann es sein, dass die Gemeinde-Verwaltung dir ein Jahr später in einem Brief schreibt, dass du dich beim nächsten Besuch in Tilburg ordentlich benehmen sollst!
Das Opfer war ein 31jähriger Mann aus Rotterdam, der zu seiner großen Überraschung innerhalb eines Jahres vom Opfer zum Täter “mutierte”. Die Stadtverwaltung hat inzwischen “Sorry” gesagt. Die Justiz ist aber auch nicht besser. Der Täter kommt erst zu Beginn kommenden Jahres vor den Richter, also erst ein Jahr später.
11.09.2010 von Falk Madeja
Nein, wenn es in Sachen Humor-Kriminalität geht, sind die Leute in den Provinzen unübertroffen. Nehmen wir mal diese Meldung. In Tilburg (Brabant) wollte ein 36jähriger Mann seinen neuen Pass abholen. Aber die Polizei schaute mal kurz im Computer nach, ob es rund um seine Person nicht noch was interessantes zu lesen gäbe. Und so war es. Er gab da wegen Diebstahl noch eine Geldstrafe von 1700 Euro – und die möge er nun bezahlen. Andernfalls zwölf Tage Gefängnis! Und die Geldstrafe müsse noch stets bezahlt werden. Der Mann telefonierte wie wild herum und dann tauchte jemand auf und zahlte für ihn die Strafe!