Nein, wenn es in Sachen Humor-Kriminalität geht, sind die Leute in den Provinzen unübertroffen. Nehmen wir mal diese Meldung. In Tilburg (Brabant) wollte ein 36jähriger Mann seinen neuen Pass abholen. Aber die Polizei schaute mal kurz im Computer nach, ob es rund um seine Person nicht noch was interessantes zu lesen gäbe. Und so war es. Er gab da wegen Diebstahl noch eine Geldstrafe von 1700 Euro – und die möge er nun bezahlen. Andernfalls zwölf Tage Gefängnis! Und die Geldstrafe müsse noch stets bezahlt werden. Der Mann telefonierte wie wild herum und dann tauchte jemand auf und zahlte für ihn die Strafe!
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Pommes im Gefängnis
Das Experiment ist möglicherweise einmalig in Europa – Belgien hat über 500 Gefangene im niederländischen Tilburg einquartiert. Ja, die 500 Knackis haben etwas ausgefressen – aber nun erweist sich, dass es einen gravierenden Kulturunterschied gibt. Beim Gefängnis-Essen!
Die Belgier, so berichtet das Algemeen Dagblad, wollen statt Stampfkartoffeln (beliebtes Essen in den Niederlanden, eigentlich ein Nationalgericht) lieber Pommes Frites. Ein gewisser Laurent Sempot vom “belgischen Gefängniswesen” sagt, dass es in belgischen Gefängnissen Großküchen gäbe und in den Niederlanden ginge es halt dezentral zu. Die Gefangenen bekämen Mahlzeiten, die sie dann selbst aufwärmen würden. Wahrscheinlich geht das mit den Frittenstäben nicht. Oder die Niederländer bieten es halt nicht an. Obwohl die Flamen und die Niederländer die gleiche Sprache sprechen, unterscheiden sich die Essensgewohnheiten erheblich. Die Flamen essen stundenlang Mittag und das warm, die Niederländer würgen sich schnell ein bisschen Brot rein. (Obwohl das in Brabant, nahe Belgiens, sich… weiter lesen
Die sozialdemokratische Hoffnung für die Wahlen am 9. Juni, Job Cohen, hat Bedenken. Auf einer Veranstaltung in Tilburg (ach ja, Tilburg) distanzierte er sich von der aus dem Nichts entstandenen Kampagne “Yes, we Cohen”. Die örtliche PvdA wollte ihm eigentlich die Domain “YesWeCohen.nl” als Geschenk übergeben. Yes, we Cohen ist abgeleitet von “Yes, wes can”, also Obamas erfolgreichem Slogan. Cohen enttäuschte seine Anhänger indem er sagte, er sei gar kein Obama. Er findet das alles übertrieben und werde den Slogan nicht verwenden.
Inzwischen wächst seine Unterstützer-Gruppe bei Facebook weiter. Die läuft weiter unter “Yes We Cohen”. 12.918 Mitglieder, die Cohen als starken Gegner von Geert Wilders wollen! Zum Vergleich: die PvdA hat ungefähr 54.000 Mitglieder.
Vor zwei Wochen fuhr ich in Tilburg vom Bahnhof zur Hochschule mit dem Bus, beim Einsteigen überraschte mich die Fahrerin, weil sie moslemisches Kopftuch trug. Das hatte ich in einem niederländischen Bus noch nie gesehen, aber, nagut, dachte ich, solange sie den Bus ordentlich fährt, kann ich damit leben. Obwohl ich dem moslemischen Kopftuch ansonsten abweisend gegenüberstehe, ich meine, es ist in meinen Augen ein Symbol für die Ungleichheit von Mann und Frau – ich sollte lieber sagen der Ungleichwertigkeit der Frau. Ob in Paris oder Istanbul eine Busfahrerin ein Kopftuch tragen darf? Ich weiss es nicht, aber wohl eher nicht.
Einige Tage später. Im Vorübergehen an einem Zeitungsstand sehe ich auf der Titelseite der Zeitung “De Telegraaf” von einer merkwürdigen Geschichte. Ich überflog ein paar Zeilen und konnte meinen Augen kaum glauben. Es ging um einen Strassenbahnkontrolleur in Amsterdam namens Ezzas Aziz, dem der örtliche… weiter lesen
Natürlich, überall in Europa sitzen EU-Bürger in einem anderen EU-Land wegen irgendwelcher Straftaten gefangen – doch das gleich 500 Kriminelle aus dem einen EU-Staat in einem anderen EU-Land eingesperrt werden, dürfte einmalig sein.
Und das geht so. 500 Knackis aus dem belgischen Flandern rücken demnächst im niederländischen Tilburg ein. Grund: die Niederlande hat einen Überschuss an Zellen, Belgien 2000 zu wenig. Darum werden die Zellen sozusagen “vermietet”, Belgien überweist jährlich 30 Millionen Euro an die Niederlande und baut inzwischen eifrig neue Gefängnisse. Besonders an der Kronstruktion ist, dass die Gefangenen aus Belgien mit niederländischem Personal, bei neuerlichen Vergehen mit niederländischer Justiz zu tun haben und für niederländische Firmen arbeiten werden. Allerdings wird der Direktor des Gefängnisses aus Belgien kommen und hinter den Gittern wird die Hausordnung belgisch sein, was immer das heisst.
Jedenfalls, so schreibt das Algemeen Dagblad, ist die ganze Angelegenheit für die belgischen Gefangenen durchaus erfreulich. Schliesslich gelten die belgischen Knäste als veraltet, das… weiter lesen
Der Fall eines 65jährigen Mannes aus dem niederländischen Tilburg hat am Freitag für einen erheblichen Medien-Wirbel gesorgt. Er wurde nämlich aus der “Pompekliniek” in Nijmegen freigelassen, nachdem er dort offenbar 15 Jahre zu Untrecht wegen einer “psychischen Störung” behandelt wurde.
Es handelt sich um einen Marokkaner mit heute niederländischem Pass, der 1994 zu einer einjährigen Gefängnisstrafe mit anschliessender Zwangsbehandlung (TBS) verurteilt worden war, weil er seiner Ehefrau mit einem Beil auf den Kopf geschlagen hat.
Weil er sich weigerte, an der Behandlung mitzuwirken, wurde der TBS-Status immer wieder von den Gerichten verlängert. Das bedeutete, dass er kein einziges Mal in den 15 Jahren draussen war. Die verantwortlichen Ärzte und Psychiaterm kamen einfach nicht an ihn heran, anfangs sprach er so gut wie kein Niederländisch und sowie misstraute er den Experten. Darum beurteilten die ihn “aus der Ferne” und er konnte an seinem Status nichts ändern. Erst als er vor einigen Jahren… weiter lesen
In den Niederlanden hat sich ein bizarrer Unfall ereignet. Auf der Eisenbahnstrecke zwischen Breda und Gilze-Rijen knallte ein Intercity Richtung Tilburg gegen ein Auto – und schleppte es 300 Meter mit. So weit, schon tragisch genug. Dann aber kam der Zug aus der Gegenrichtung – und schleppte das Auto wieder zurück! Das spielte sich beim bewachten Bahnübergang an der Baarschotsestraat in Dorst ab.
Das Auto war völlig demoliert – der Fahrer überlebte das alles und kam schwer verletzt ins Krankenhaus.