04.03.2010 von Falk Madeja
Der Hammer! Bei der Sozialistischen Partei liegen offensichtlich die Nerven blank. SP-Fraktionschefin Agnes Kant wird nach dem katastrophalen Einbruch gestern bei den Gemeinderatswahlen und schlechten Prognosen für die Parlamentswahl am 9. Juni die Politik verlassen. Heute hat die SP 25 Sitze im Haager Parlament, den Prognosen zufoge geht es rasant abwärts Richtung elf. Dennoch sagte sie gestern noch, dass die Kritik auf sie “von Aussen” komme, innerhalb der Partei werde sie “auf Händen getragen”.
Dann muss sie dann über Nacht aber jemand fallen gelassen haben. Der heisst dann laut Joop.nl Hans van Heijningen, der Mann ist Parteisekretär. Er warf Agnes Kant vor, den Anti-Islam-Politiker Geert Wilders nicht auf die richtige Art und Weise kritisiert zu haben. Sie hatte Wilders als eine größere Gefahr als den Islam bezeichnet.
Jetzt stellt sich die Frage, ob Partei-Chef Jan Marijnissen, unter dessen Regier die Partei… weiter lesen
01.03.2010 von Falk Madeja
Spannende Debatte, da beim niederländischen Staats-TV. In der Sendung EenVandaag duellierten sich die Spitzen-Politiker verschiedener Parteien. Grund: Gemeinderatswahlen am 3. März. Geert Wilders bekam am Ende die besten Noten.
Geert Wilders (PVV) 32%
Wouter Bos (PvdA) 24%
Alexander Pechtold (D66) 14%
Agnes Kant (SP) 13%
Mark Rutte (VVD) 09%
Pieter van Geel (CDA) 05%
Inhaltlich gesehen fand ich am spannensten, wie sich PvdA-Chef Wouter Bos mit Geert Wilders auseinandersetzte. Nun, Bos kam sehr schwach herüber. Wilders, dünn und zwischendurch nervös herumkauend, haute ihm allerlei um die Ohren, so behauptete er frech, dass Wouter Bos für Masseneinwanderung verantwortlich sei. Dass dessen Partei “PvdA” die Partei der Araber sei und ihr Partei-Büro in Mekka habe und so. Bos, ein symphatischer aber hier etwas zu schlapper Mann, sagte dann, dass heutzutage in den Niederlanden ein moslemischer Bürgermeister Homosexuelle verheiraten würde und ein katholischer Priester Homos… weiter lesen
21.02.2010 von Thomas Hoeps
Während sich Beatrix, die niederländische Parodistin von Hape Kerkeling in Frauenkleidern, auf den morgigen anstrengenden Verhandlungstag in Sachen “Das Leben nach Balkenende IV” vorbereitet, geht es ein paar Etagen tiefer – beim Wahlkampf auf Gemeinderatsebene – um die wirklich wichtigen Dinge.
Meine Brüste gehören mir, erklärt das Playmate des Jahres 2007 Meike Schulte empört und droht juristische Schritte an. Was ist geschehen? Die neue Lokalpartei “Sociaal Delfzijl” hatte sich frecherdings ihrer preisgekrönten Oberweite bedient, um bei den Wahlen in Delfzijl, einem 28.000 Einwohner-Städtchen in der Nordprovinz Groningen, Wähler zu gewinnen. Ganz treu dem Motto ihres Wahlprogramms folgend:
“Wir machen keine Versprechungen, sondern wir zeigen, wofür wir stehen!”

Grundsätzlich hatte mevrouw Schulte bisher nichts gegen das Motiv gehabt, denn es diente bereits vor drei Jahren in Belgien einmal zur Werbung für die Website eines Verlags. Wütend… weiter lesen
15.02.2010 von Falk Madeja
Die Anti-Islam-Partei von Geert Wilders, die PVV, könnte bei den lokalen Wahlen in der Residenzstadt Den Haag die meisten Stimmen erringen. Das denkt der Meinungsforscher Maurice de Hond.
Die Wahlen finden am 3. März statt. Es ist unklar, was das für die landesweite Politik bedeutet, da die PVV nur noch in einer anderen Gemeinde, Almere, antritt.
Wilders, der einziges Mitglied seiner eigenen Partei ist und sich für sehr demokratisch gesinnt hält, tritt aus Angst in anderen Gemeinden nicht an. Die Angst beruht darauf, dass sein Gedankengut auch weniger demokratisch gesinnte Figuren auf seine Wahllisten ziehen könnte.