Nachgehakt: Hoffnung für besetzte HaSi

Im September sprach die taz in dem besetzten Haus über dessen Zukunft. In die politische Debatte ist nun Bewegung gekommen.

Noch steht nicht endgültig fest, ob die Aktivist*innen des besetzten Hauses an der Hafenstraße 7 in Halle, kurz HaSi, ihr Projekt langfristig weiterführen können. Die taz hat mehrfach über das vor knapp zwei Jahren besetzte Haus berichtet, das für viele Hallenser*innen längst nicht mehr aus ihrer Stadt wegzudenken ist.

Innerhalb von 22 Monaten wurden dort Lese- und Elterncafés, eine Werkstatt, Studios, ein Theater, ein Garten und noch mehr geschaffen. Am 30. September diesen Jahres lief der Nutzungsvertrag zwischen den Besetzer*innen und der Eigentümerin des Gebäudes, der Halleschen Wohnungsgesellschaft (HWG), aus.

Über die Zukunft der HaSi hatte die taz in Halle ein paar Tage zuvor auch eine meinland-Diskussion veranstaltet. „Wir fanden den Austausch spannend, obwohl keine konträre Position dabei war“, erinnert sich Robin Müller vom Verein Capuze e. V., der Trägerin der HaSi. Die drei Stadtratsfraktionen von Linke, Grünen und MitBürgern hätten einander aber nochmals öffentlich versichert, dass sie das Projekt unterstützen.

An einer außerordentlichen Sitzung des Aufsichtsrats der HWG nahmen dann Oberbürgermeister Bernd Wiegand, Stadträte und Vertreter*innen der Beschäftigten teil. Es wurde beschlossen, den Vertrag für die HaSi bis Ende Januar 2018 zu verlängern.

Der Aufsichtsrat bot der Stadt an, das Objekt für einen Euro zurückzukaufen. Jetzt muss der Stadtrat entscheiden, ob er das soziokulturelle Zentrum erhalten möchte, was die Fraktion von CDU und FDP verhindern wollen.

Der Beitrag stammt aus der Rubrik taz sachen, die werktags auf Seite 2 der Print-taz erscheint.

Hannah Voß, taz-Redakteurin

Foto: dpa

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