Archive for Januar, 2007

19.01.2007 von
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Struggle for Iraq

von

Es ist nicht ganz klar, wieviel Tote es im Irak seit Beginn der Invasion gegeben hat. Vielleicht 650.000 insgesamt, oder doch eher mehr als 34.000 im Jahr. Aber die unterschiedlichen Zählweisen kommen daher, dass die einen alle Toten rechnen, also auch Kinder, die im Krankenhaus sterben, weil es wegen dem Krieg keine Medikamente mehr gibt, die anderen rechnen nur Menschen, die direkt durch Gewalteinwirkung umgekommen sind.

Klar ist aber, dass die meisten Kriegsopfer Babies und Kinder sind. 100 britischer Ärzte unterzeichneten nun einen offenen Brief an Tony Blair, wo sie fordern, dass Großbritannien und die USA, als die verantwortlichen Besatzungsmächte, dafür sorgen, dass wenigstens ein Minimalstandard an ärztlicher Versorgung für Kinder gewahrt wird. Viele Babies sterben an Vitaminmangel, an unsauberen Nadeln, oder weil es keine Brutkästen für Frühgeborene gibt.

Apropos Brutkästen: Erinnert sich jemand an die Geschichte über die kuwaitischen Brutkastenbabys, die angeblich von… weiter lesen

17.01.2007 von
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Icecream, You scream

von

Die unglaublichste Story über den Irakkrieg stand in der Januarausgabe von Vanity Fair. Das Glitzerblatt, das der Familie Newhouse gehört, interviewte ein paar führende Neocons, darunter Richard Perle, die allesamt die Verantwortung an dem Desaster weit von sich wiesen. Schuld sei George W. Bush, und vor allen die Frauen, die ihn beraten — Laura, Condi, Karen Hughes, Harriet Miers —, und Rumsfeld, der inkompetente.

Dann erzählte Perle eine Geschichte von der Front: Ein Subcontractor bekam von einer amerikanischen Firma den Auftrag, in Baghdad eine Lagerhalle für Eis zu bauen. Für Eis? Die Firma benötigte das Eis für Drinks, hieß es. Für die Drinks ihrer Mitarbeiter. Der Subcontractor erkundigte sich verdattert, ob es denn in der Green Zone keine Kühlschränke gebe. Nein, hieß es, das Eis werde aus Kuwait importiert. Mit Lastwagen. Die würden natürlich dauernd von Rebellen attackiert, und deshalb seien GIs abgestellt worden, die Eislastwagen zu schützen. weiter lesen

10.01.2007 von
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Springtime and Hitler

von

Jetzt hat auch Deutschland, zusätzlich zum Vorfrühling, seine erste Hitler-Komödie. Na, die erste Hitler-Komödie ist es nicht, das war nämlich die Veröffentlichung der Hitler-Tagebücher durch den STERN, über die der ganz wunderbare Film “Schtonk” gedreht wurde. Nun aber bringt uns Dani Levy der echte Führer.

Für uns New Yorker ist das natürlich nichts Besonderes. Wir haben hier Hitler-Komödien täglich rauf und runter in Film, Funk und Fernsehen, im History Channel, beim Kinokanal TMC, auf dem Broadway. Donald Duck als Hitler, Charlie Chaplin als Hitler, George W. Bush, dessen Großvater mit Hitlers Finanziers Geschäfte machte, und natürlich Mel Brooks, dessen Film “The Producers” (deutsch: Frühling für Hitler) übrigens ganz und gar nicht von Hitler handelt. Er handelt von zwei jüdischen Broadway-Produzenten, die mit einem Musical über Hitler über den Umweg eines Anlagebetrugs möglichst viel Geld verdienen wollen, und zu diesem Zweck den Hitler so unpassend wie möglich besetzen, nämlich mit einem… weiter lesen

06.01.2007 von
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Cut and run

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Saddam und kein Ende. Nun beschwert sich George W. Bush, die Exekution sei nicht “würdig” verlaufen. Konsequent wäre es ja gewesen, man hätte Saddam im Iran den Prozess gemacht. Immerhin waren die meisten seiner Opfer Iraner im Iran-Irak-Krieg, wo die USA auf der Seite von — raten Sie mal — standen.

“Hussein took with him to the grave a trove of secrets. The former Iraqi leader (…) maintained undercover dealings with intelligence services throughout the region and the West. One famous photograph shows Hussein shaking hands with Donald H. Rumsfeld in 1983, who served as an informal envoy to Baghdad at a time when the United States was aiding Iraq in its eight-year war with Iran.”

(…)

“In 1980, Hussein invaded Iran. (…) Two years into the war, Hussein’s motorcade came under fire during a visit to the Shiite town of Dujayl, a stronghold of the Iranian-backed Dawa Party. Hussein responded… weiter lesen