Archive for März, 2007

20.03.2007 von
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Der iranische Maulwurf

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Voller Neid lesen wir hier, wie in Deutschland der Frühling ausgebrochen ist. In New York hat ein Schneesturm mal wieder hunderte von Flugzeugen und zehntausende von Passagieren gestrandet. Auch die Termine sind nicht wirklich geeignet, Herzenswärme zu verbreiten. Letzte Woche hatte ich die Auswahl zwischen einem Theaterstück über Antisemitismus in Polen und einem über den Vormarsch islamischer Fundamentalisten in Saudi-Arabien, einer Pressekonferenz über die Vergewaltigung irakischer Mädchen durch US-Soldaten, einem Film über Abu Ghraib und einer Diskussion über den Vietnamkrieg.

Ein Lichtblick ist Nicholas Kristof, ein Kolumnist der New York Times. Heute stellte er die Theorie auf, Dick Cheney sei eigentlich ein Maulwurf der Iraner. Der Vizepräsident habe die Feinde Teherans beseitigt — Saddam Hussein und die Taliban — er habe ein pro-iranisches Regime in Bagdad installiert, den Libanonkrieg durch Waffenlieferungen an Israel unterstützt, der die Iran-gestützte Hezbollah gestärkt habe, die europäischen Alliierten vor den Kopf gestoßen, was… weiter lesen

16.03.2007 von
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Grassy Knoll

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Große Aufregung: Khalid Sheikh Mohammed hat gestanden, hinter dem Anschlag auf das World Trade Center zu stecken, auf die U.S.S. Cole und die U.S.S. Liberty, alle Botschaften und Billy Carter, dem Schuhbomber, die Ermordung von Daniel Pearl, den Bombenanschlägen in Bali, der Ermordung von John F. Kennedy, Lee Harvey Oswald, Laura Palmer, dem Cover-Up der Roswell Aliens, der Attacke von Pearl Harbor und dem Tonkin-Golf-Zwischenfall. Außerdem ist er der Vater von Anna Nicole Smiths Baby und hat Bill Clinton schon mal einen geblasen. Das hat sich gelohnt!

Noch erfreulicher: Osama Bin Laden ist damit nicht mehr so wichtig. Wen schert es schon, ob der flüchtige Mastermind of Terror in Afghanistan, Pakistan oder Uruguay sitzt oder, frisch rasiert, in Washington DC. Das wird auch Bin Ladens Familie freuen, die ja den Bushs so fern auch wieder nicht stehen. Danke, George. W.

In dem Film “weiter lesen

15.03.2007 von
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Gitler und Gitmo

von

Gerade erfahre ich aus der Tonight Show mit Jay Leno, dass Deutschland Hitler ausbürgern möchte. Braunschweig prüft gerade, ob das rechtlich möglich ist; Jay Leno hat nichts dagegen, findet aber, dass die Idee ein klein wenig spät kommt.

Das Hauptproblem ist aber offenbar, dass niemand weiß, wohin dann mit Hitler, und als Staatenloser ausgebürgert werden darf er anscheinend nicht. Natürlich könnte man ihn zum Russen erklären — liegen seine Knochen nicht eh in Moskau? Hat das Blutrecht bei der Staatsbürgerschaft nicht ohnehin ausgedient? — oder auch zum Österreicher; könnte der Haider Jörgl nicht einen entsprechenden Antrag stellen?

Oder aber man veranstaltet einen internationalen Wettbewerb. Es gibt ja Länder, wo Hitler durchaus beliebt ist, sagen wir, Iran, Irak, Indien, Italien — Länder mit I offenbar, allerdings auch Südamerika oder Syrien. Vielleicht könnte man die virtuelle Aufnahme von Hitler an geldwerte Vorteile  knüpfen, Film- oder Buchrechte. Dann würden sich wahrscheinlich Hollywood und… weiter lesen

02.03.2007 von
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Rerum Cognoscere

von

Es ist immer nett, wenn man amerikanische Bekannte in Deutschland wiedertrifft. Zum Beispiel beim Tagesspiegel. Da fordert gerade Matthias Küntzel, den Iran wirtschaftlich zu boykottieren, um die iranische Atombombe zu verhindern. Wer aber ist Matthias Küntzel? Laut Tagesspiegel ein Politikwissenschaftler und im Vorstand der internationalen Wissenschaftlervereinigung „Scholars for Peace in the Middle East“.


Und wer sind die „Scholars for Peace in the Middle East“? Nach eigenen Angaben ist das eine steuerbefreite Organisation in den USA, die anti-israelische Standpunkte und Antisemitismus an Universitäten bekämpft. Zu ihren Kooperationspartnern gehören unter anderem die “International Academic Friends of Israel”, die “Israel On Campus Coalition”, der “American Jewish Congress”, das “American Jewish Committee”, die “Anti-Defamation League”, der “Jewish National Fund”, die “Anti-Semitism Task Force of American Association of Jewish Lawyers and Jurists” und die “United Jewish Communities of North America”.

Küntzel hat eine Stelle als Wissenschaftler an der Hebrew University… weiter lesen