Archive for Mai, 2007

25.05.2007 von
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I’m Loving It

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In SO 36 soll es demnächst einen McDonald’s geben. Das weiß ich, weil das in den Berliner Zeitungen derzeit das wichtigste Thema ist. Wenig überraschend, ist die Kreuzberger Linke von autonom bis Grün im Rathaus dagegen, während die Befürworter den Gegnern vorhalten, Anti-Amerikaner und damit irgendwie auch Antisemiten zu sein.

Anti-Amerikaner und Antisemiten! Armes Amerika — wer solche Freunde hat, braucht keine Feinde mehr. Ich wusste gar nicht, dass McDonald’s im jüdischen Besitz ist, ich dachte bisher immer, das sei ein multinationaler börsennotierter Konzern, der lokale Franchises vergibt.

Nun halte ich Kreuzberger aus SO 36 für linke Spießer und Döner für Gammelfleisch, aber das hat nicht mal SO 36 verdient. Amerika, meine Lieben, ist nicht McDonald’s, oder Coca Cola oder Microsoft – na gut, Microsoft vielleicht. Aber es gibt auch in den USA eine solide Bewegung gegen McDonald’s, der Regenwälder wegen, der Arbeitsbedingungen, und wegen des “weiter lesen

16.05.2007 von
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Tea, Earl Grey, 82 Degrees

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Die New York Times, vormals die Gray Old Lady, etabliert sich in der Ära der Globalisierung im Cyberspace. Sie hat allerlei Artikel über modernste Technologie, und auf ihrer Website kann man sehen, welche stories am meisten gelesen und bebloggt werden. Und weil ich Nachts weiter nichts zu tun habe, guckte ich mir neulich einen Artikel an, in dem es darum ging, dass wir bald Maschinen haben werden, die Gegenstände aus dem Nichts herstellen können, so wie die Transporter in Scotty’s Star Trek. Oder wie Bush und die Massenvernichtungswaffen — nein, das war umgekehrt.

Transporter! Wie gesagt, ich habe Nachts weiter nichts zu tun außer mir Sorgen zu machen, dass mich ein Redakteur um sechs übermüdet aus dem Bett klingelt, deshalb sandte ich dem Autor, einem gewisser Saul Hansell, einen digitalen Leserbrief: Solche Apparate seien keine Transporter, sondern Replikatoren, und zu Scottys Zeiten habe es die auch… weiter lesen

07.05.2007 von
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Where were you on 9-11?

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Wenn die “Bad Guys” einander bekämpfen, kann man sich beruhigt zurücklehnen. Heute war George Tenet bei Tim Russert auf NBC zu Gast; Tenet, wir erinnern uns, war der C.I.A.-Chef, unter dessen Agide die Agency 9-11 verpennt hat, und dann die Beweise für Saddam Husseins Massenvernichtungswaffen gefunden. Tenet hat ein “Tell-All”-Buch geschrieben, in dem im Prinzip steht, dass er nicht dran schuld ist.

Russert nahm Tenet minutiös auseinander: War Tenet denn nicht für die Yellowcake-Story verantwortlich? Die 16 Worte? Tenet wehrte sich mehr oder weniger überzeugend, dann konfrontierte ihn Russert mit einem weiteren Vorwurf: Tenet hatte in seinem Buch geschrieben, Über-Neocon Richard Perle habe ihm bereits am 12. September 2001 gesagt, der Irak stecke hinter der Anschlag auf das World Trade Center. Daraufhinter konterte Billy Kristol im Murdoch-eigenen Weekly Standard: Perle sei am 12. September gar nicht in New York gewesen.… weiter lesen

05.05.2007 von
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Wendehintern

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Manchmal stößt man auf Frechheiten, die verschlagen einem einfach den Atem. Zum Beispiel, wenn Spiegel-Online-Autor Claus Christian Malzahn den Film” Taxi to the Dark Side” lobt, der die Foltermethoden der U.S. Army in Afghanistan und Irak darstellt, dann aber eilends hinzufügt, deutsche Bush-Kritiker hätten trotzdem keinen Grund, zu triumphieren, denn sie hätten so was ja nicht aufgeklärt, das hätten alles die Kollegen der amerikanischen Ostküste besorgt — New York Times, Vanity Fair, der New Yorker….

Hier ist noch jemand, der nichts zur Aufklärung beigetragen hat: Die Redakteure von Spiegel Online! Während die Kollegen im Hamburg ihren Hintern im bequemen Sessel geparkt haben und von dort aus Bush in denselben gekrochen sind (oder auch, wie Malzahn, gelegentlich mal dazu aufgerufen haben, sich den Antisemiten und WWII-General George Patton zum Vorbild zu nehmen), hat sich unsereins mit der New Yorker Polizei herumgeschlagen, die Anti-Kriegs-Demos per Schlagstock unterbinden wollen,… weiter lesen

03.05.2007 von
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Der Kuss des Wolfmannes

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Normalerweise tun mir Leute nicht leid, die zwanzig Millionen Dollar pro Film verdienen, aber bei Tobey Maguire ging es mir anders. Tobey tourt gerade in Sachen Spiderman III durch die Welt, und am Montag hatten ihn seine Agenten für New York gebucht, für das Museum of Natural History. Und das Museum war auf die Idee gekommen, ihn als Vehikel für seine Spinnenschau zu nutzen. Lebendige Spinnen.

So bekam Tobey vor einer Horde begeisterter kleiner Jungs im Spiderman-Kostüm eine lebendige Tarantula auf den Arm gesetzt. Er lächelte tapfer und sagte, er habe keine Angst vor Spinnen. Als die Tarantula nach zwei Minuten immer noch auf seinem Arm war, sagte er, jetzt solle die Tarantula aber bitte weggenommen werden. Nach einer weiteren Minute sagte er zaghaft, die Tarantula müsse nun aber wirklich weg. Dann schickten ihn seine Agenten mitten in die Menge der tobenden kleinen Jungs im Spinnenkostüm. Er schaffte es hinein,… weiter lesen