taz logo klein
logo taz.de logo tazblogs

Schrift

Schrift vergrößernSchrift verkleinern

A New Hope

von Eva Schweitzer

Ja, manchmal kommt es anders, als man denkt. Da wollte ich schon Philipp vom Haken lassen, und jetzt schreiben mir seine Freunde dauernd emails. Nachdem ich aber unmöglich dem Druck eine Horde wutschnaubender Möchtegernpiraten nachgeben kann, die ihre Nächte im Schlafanzug vom dem Computer verbringen, habe ich mir nun ein neues Angebot überlegt: Ich lasse die ursprüngliche Forderung fallen, aber Philipp zahlt für jedes email, das ich bearbeiten muss, zehn Euro. Und zwar an eine gemeinnützige Organisation meiner Wahl. Noch kommt er damit billiger weg.

—–

Nachtrag: Ich sehe gerade, dass Johnny seine Kommentarfunktion zugemacht hat und in seinen sicherlich wohlverdienten Feierabend enschwunden ist. Daher poste ich hier meinen Antwortbrief an ihn:

Lieber Herr Häusler,

Vielen Dank für Ihre schnelle Antwort. Ich erkläre es Ihnen aber nochmal: Wenn Sie über jemanden etwas schreiben, insbesondere, wenn es etwas Kritisches ist, müssen Sie sich mit der Person vorher in Verbindung setzen. Dass Sie irgendwie dazu keinen Bock hatten, interessiert niemanden, wenn Sie sich deshalb juristisch in die Nesseln setzen.

Und ich kann mir unmöglich vorstellen, dass jemand nicht in der Lage ist, innerhalb einer Woche meine emailadresse herauszufinden. Wenn das die Recherchefähigkeiten der Bloggosphere sind, dann gute Nacht.

Eigentlich wollte ich ja Philipp vom Haken lassen, aber nach dem Theater habe ich keine Lust mehr. Was halten Sie von dem Vorschlag: Ich lasse die ursprüngliche Forderung fallen, Philipp zahlt aber zehn Euro pro email, das ich bearbeiten muss, an eine gemeinnützige Organisation meiner Wahl? Dann ist beiden Seiten gedient.

mfg, Eva Schweitzer

Zögern Sie nicht, auch das wieder zu posten.

Eva C. Schweitzer, Manhattan  Moments. Geschichten aus New York, erschienen bei Droemer-Knaur, Juni 2009, Taschenbuch, 9,95 €

Kommentare zu “A New Hope” (160)

    Ich würde gerne den Vergleich aufmachen und wissen wie Ihr Anwalt die Summe von fast €22.000 pro Artikel belegen will: Veröffentlichen Sie Ihre Honorarbelege, wenn es zu einem Prozess kommt??

    —-

    Nur dann, wenn Sie mir ein Fotos von sich in Unterhosen und Ihre Gehaltsabrechnung schicken.

    Wenn man schon so oberlehrerhaft daherkommt doch eine kleine Frage:

    Wo steht bitteschön, dass ich jemanden fragen muss, wenn ich kritisch über ihn schreibe? Haben Sie das schon mal den Kollegen der “Titanic” gesagt, die wären pleite, wenn sie das tun würden?

    Auch für Sie diesen link

    http://upload-magazin.de/blog/715-basiswissen-journalismus-presserecht-fur-journalisten-und-blogger/

    Frau Schweitzer,

    löschen Sie doch einfach die mails von den Idioten. Das fände ich nun nicht fair, wenn Philipp dafür zahlen sollte. Er könnte sich allerdings auch mal davon distanzieren, das ist sicher nicht in seinem Sinne. Da scheinen ja doch einige ihre mailadresse rausgefunden zu haben ;-)

    ROFL

    Wo ist auf dieser Seite eigentlich das Impressum versteckt?

    Nach § 5 TMG müssten hier doch mindestens folgende Informationen zu finden sein:
    - Namen und die Anschrift
    - Angaben, die eine schnelle elektronische Kontaktaufnahme und unmittelbare Kommunikation mit ihnen ermöglichen, einschließlich der Adresse der elektronischen Post.

    Nehmen Sie dies doch als freundlichen Hinweis auf die Angaben schnellstmöglich zu ergänzen… bevor noch jemand auf die Idee kommt Sie abzumahnen.

    —–

    äh …. hier

    http://www.taz.de/6/impressum/

    email?

    E-Mail!

    (frei nach Westerwave - wir sind hier in Deutschland, nä?!)

    Hallo,

    über die zehn Euro kann man streiten. Das ist für mich nicht der Punkt.

    *Wichtig* ist, dass jeder zur Sorgfalt verpflichtet ist. Wohl nicht juristisch, aber in meinem Verständnis von gutem Miteinander. Und da gebe ich der Autorin Recht, wenn sie verlangt, dass man *vorher* alle Beteiligten fragt, bevor man etwas Kritisches veröffentlicht. Das gebietet nicht zuletzt der Anstand.

    Insofern kann ich Frau Schweitzers Verärgerung nachvollziehen.

    Immer wieder ist zu beobachten, dass ein gekränktes Ego selbst die seriösesten Menschen zu lächerlichen Witzfiguren machen kann. Frau Schweitzer, meinen Sie nicht auch, dass sie das hier irgendwann als so peinlich empfinden werden, dass sie beim gedanklichen Rückblick - wenn das Ego mal nicht mehr weh tut - vor Scham am liebsten im Boden versinken werden?

    Na, die erste Antwort hat mich noch weitgehend überzeugt. Jetzt wird es aber ein bisschen kindisch, oder?

    Sie sind klasse, echt!

    und ich dachte wir hätten uns auf die schreibweisen “blogosphäre” und “die email” geeinigt.

    aber schon lustig, wie sie teils die journalistischen ansprüche der blogger belächeln, dann aber wieder so journalistische tugenden verlangen wie recherche, statements einholen oder authorisation. entweder die blogger sind eine horde ungewaschener trolle die beliebige texte ins netz furzen, oder ernstzunehmende journalisten. nicht nach bedarf das eine oder das andere. ich bin für ersteres, viel weniger arbeitsintensiv.

    ——-

    Bloggosphäre sieht lustiger aus.

    Ein interessanter Punkt! Ja, ich fände es auch besser, wenn Blogger ungewaschene Trolle sein dürfen, aber in der wirklichen Welt da draußen unterliegen Sie als Blogger der grausamen Realität das Presserechts. Als Blogger haben Sie so ein bisschen zwei schlechte Enden eines Deals: Sie müssen Standards einhalten, die Sie Arbeit kosten, und Sie werden nicht bezahlt. Auf der anderen Seite müssen Sie sich nicht mit Redakteuren herumärgern, die ihnen vorschreiben wollen, was Sie zu tun haben. Außerdem können Sie immer noch Google Ads schalten.

    glauben sie nicht sich lächerlich zu machen? ich hab mit der ganzen sache nichts am hut, machts doch alle wie ihr wollt… kindergarten

    und wieso muss man sich besonders bei etwas kritischem mit der beschriebenen person in verbindung setzen? damit diese nein sagen kann und niemals eine kritik entsteht?

    —–

    Auch Ihnen erkläre ich es gerne, das sind die Basic Standards des Presserechts.

    http://upload-magazin.de/blog/715-basiswissen-journalismus-presserecht-fur-journalisten-und-blogger/

    Wie waere es denn mit einem “Sorry fuer die ungerechtfertigte Abmahnung”…?

    —–

    Die Abmahnung war gerechtfertigt. Jetzt geht es um die Einigung, was die Summe angeht.

    15 minutes of fame, 15 minutes of fame, 15 minutes of fame, 15 minutes of fame, 15 minutes of fame, 15 minutes of fame, 15 minutes of fame, 15 minutes of fame, 15 minutes of fame, 15 minutes of fame, 15 minutes of fame, 15 minutes of fame, 15 minutes of fame, 15 minutes of fame, 15 minutes of fame, 15 minutes of fame, 15 minutes of fame, 15 minutes of fame, 15 minutes of fame, 15 minutes of fame, 15 minutes of fame. vorbei.

    haha…

    lange nicht mehr so gelacht

    Ziemlicher Kindergarten hier…

    # Schreibt man email, e-Mail oder E-Mail?
    Richtig ist E-Mail.

    # Und heißt es der, die oder das E-Mail?
    Richtig ist die E-Mail, besonders süddeutsch und österreichisch auch das E-Mail.

    aus: http://www.duden.de/deutsche_sprache/sprachberatung/faq.php

    ———

    Ich lebe in New York. Hier heißt es email.

    Auf die süddeutsche Grammatik würde ich nicht viel geben. Da heißt es auch “der Butter”.

    Sehr geehrte Frau Schweitzer,

    vielleicht sollten Sie sich einmal ernsthafte Gedanken darüber machen, was Sie hier so von sich geben.
    “Philip” von nom nom nom hat ihnen in keinster Weise schaden zugefügt, er hat Sie gelobt und auf einen guten Artikel von Ihnen verwiesen.
    Johnny, von Spreeblick, machen Sie zur Sau, weil er sich nicht bei Ihnen gemeldet hat, bevor er über den Wahnsinn geschrieben hat, den Sie veranstaltet haben.
    Sie jedoch, haben sich ebenso wenig mit Philip in Verbindung gesetzt. Stattdessen haben Sie ihm Ihre Abmahnanwälte auf den Hals gehetzt, nochmals: Dafür, dass er Sie gelobt hat.

    Frau Schweitzer ich weiss nicht, wie Sie ihr Verhalten auf zwischenmenschlicher Basis rechtfertigen wollen. Ich kann mir nicht erklären, wie Sie auf die Idee kommen, es wäre großzügig von Ihnen (so stellen Sie es dar) “Philip vom Haken zu lassen”.

    Weiterhin ist mir dieser Beitrag von Ihnen absolut unverständlich, da Sie ihr weiteres Vorgehen im “Fall Philip” mit dem Verhalten von Johnny begründen wollen, obwohl das natürlich auch ein, sehr schwacher, Scherz sein könnte.

    MfG

    Rick

    “müssen Sie sich mit der Person vorher in Verbindung setzen”
    Verzeihung, aber warum “muss” man das? Wo steht das?

    —–

    Das steht im Presserecht, als Teil der so genannten journalistischen Sorgfaltspflicht

    Die Recherche

    Bevor ein Bericht veröffentlicht wird sind alle zugänglichen Quellen zu bemühen, um möglichst nah “an die Wahrheit” heran zu kommen:

    * Zuerst ist die Person, über den berichtet wird, zu befragen.

    Schönen guten Abend Frau Schweitzer,
    jetzt haben Sie sich doch aber auch mal genug ausgetobt oder? Jetzt lassen wir mal die Kirche im Dorf und beruhigen uns wieder.

    Was versuchen Sie denn zu erreichen mit Ausdrücken wie “eine Horde wutschnaubender Möchtegernpiraten [...] die ihre Nächte im Schlafanzug vom dem Computer verbringen”?

    Aufmerksamkeit? Die kriegen Sie doch wohl hauptsächlich von denen , die Sie da in gekränktem Stil zu beleidigen versuchen. Jedenfalls läuft mein Twitter-Feed über. Danke dafür.
    Ihren Vorschlag meinen Sie natürlich nicht ernst, das wissen wir alle. Herzlich gelacht habe ich allerdings nicht.

    Ich schreibe im Übrigen über Sie so kritisch wie ich will - und wenn ich es wünsche, auch ohne Sie zu fragen. Wo kämen wir denn da hin? Wenn man veröffentlicht, gerade bei der taz, muss man das aushalten - oder gehen.

    Grüße
    David

    ——

    Natürlich meine ich den Vorschlag nicht ernst! Glauben Sie wirklich, ich würde Philipp an meinem kostbaren Macbook herumschrauben lassen?

    Mit meinem kindlichen Verständnis für gut und schlecht, Recht und Unrecht, habe ich eine Frage. Was kann denn Philipp dafür, dass andere beim “Sich für ihn einsetzen” die Grenzen des Anstands anscheinend überschreiten. Mit Ihrer Reaktion bewirken Sie wahrscheinlich nur, dass sich die Spirale von gegenseitigem, unfairen Handeln ziellos nach oben schraubt .

    Ein Sprichwort aus meiner Kindheit sagt, der Klügere gibt nach. Wer will zuerst der Klügere sein? :-)

    “die” email, frau schweitzer, “die”.

    Liebe Frau Schweitzer hätten sie meinen Kommentar richtig gelesen, hätten Sie mitbekommen, dass ich gerade ihre süddeutsche Schreibweise kritisiere. Sie schreiben “jedes email” richtig wäre jedoch “jede E-Mail”.

    Das sie in NY leben ist zwar schön und gut, rechtfertigt aber in keinster Weise das sie in einem Blog einer deutschen Zeitung schreiben, als wären sie in NY.

    ——–

    Nicht?

    oh man…was n kindergarten. sorry.
    ich finde sie sehr arrogant ,frau schweitzer.

    mir ist egal wer recht hat…nur lasst endlich den phlillip ausm spiel! darum geht es ihnen doch schon lange nich mehr!

    mfg

    Entscheiden Sie sich doch erstmal, ob Sie sich über bloggende Journalisten echauffieren, die dem Presserecht unterliegen oder über im Schlafanzug nachts vor dem Rechner sitzende Schreiberlinge, die von Presse keine Ahnung haben, dann können Sie vielleicht besser zuordnen, wen Sie zu was verpflichten wollen/können.

    Davon ab machen Sie sich schon nicht nur ein kleines Stück weit lächerlich mittlerweile. Unsympathisch auch und dazu muss ich Sie nicht mal befragen, das stelle ich hier ganz ohne weitere Recherche fest.

    Dies ist ein nicht kostenpflichtiger Beitrag, weil das keine Email ist, richtig?

    darf man hier noch kommentieren? oder schreiben sie dafür auch ne rechnung?

    Es hätte schon wahnsinnig viel geholfen, wenn Sie zunächst die Person, über die es zu richten gilt, befragt hätten.

    Vielleicht schafft es diese Erkenntnis ja noch in Ihren Interpretationshorizont.

    Das scheint mir aber doch eine sehr selbstherrliche interpretation der sorgfaltspflicht zu sein.
    Haben Sie Philipp kontaktiert bevor Sie die behauptungen über seine “im internet is alles umsonst” mentalität aufgeschrieben haben?

    Ja, hauen Sie den Text-Dieben auf ihre Grabscher! Da finden sich noch mehr Leute, die sich schamlos Ihre Texte krallen!

    http://www.google.com/search?q=%22Aber+dann+geriet+Jack+Ryan+in+die+Schlagzeilen%22
    http://www.google.com/search?q=%22Wer+aber+ist+Jeri+Ryan%3F+%22

    Und so weiter …

    Wo kämen wir da hin!
    Und sicherlich wird bald jemand aus diesem Blog-Eintrag zitieren, das ist dann sicher auch eine gute Quelle …

    Hallo Frau Schweitzer,

    ich verstehe den Sachverhalt nicht mehr: Sie wollen “Philipp” nicht vom Haken lassen, weil Dritte Ihre Aktion kritisieren? Eine sehr merkwürdige Schlussfolgerung.

    Ach ja, ich kann auch nicht ganz verstehen, wie eine Journalistin auf taz.de ihre privaten, rechtlichen Differenzen so breittreten kann/darf. Verstoßen Sie damit nicht ebenfalls gegen eine Art “ungeschriebenes Gesetz” ihres Berufsstandes? Meines Erachtens missbrauchen Sie die Taz für Ihren persönlichen Vorteil. Warum haben Sie nicht Ihre eigene berufliche Webseite (nordsuedmedien.de) oder Ihre Facebook-Pinnwand dafür benutzt? Ich kann es nur vermuten: Weil Sie die öffentliche Wirkung und die Reichweite von taz.de für Ihre privaten Interessen doch ganz gut gebrauchen können?

    Grüße Jens

    müsste sich nicht jeder kritische kommentator erstmal vorab per mail eine erlaubnis einholen? ich mein, ich frag ja nur.

    —–

    Nein, es geht ja nicht ums Schreiben, sondern ums Veröffentlichen. Und da haftet strafrechtlich der verantwortliche Redakteur im Sinne des Presserechts bei der taz, zivilrechtlich kann jeder haften, von Ihnen über mich bis zum Blogwart und zum Chefredakteur.

    Stellen Sie sich vor, Sie schicken einen Kommentar, in den Sie reinschreiben, dass Johnny sein Blog damit finanziert, indem er regelmäßig Banküberfälle begeht, und ich veröffentliche den. Dann, ja, könnten Sie Ärger bekommen, ich allerdings auch, deshalb werden Kommentare moderiert.

    >>Das steht im Presserecht, als Teil der so genannten journalistischen Sorgfaltspflicht<<

    Presse, Journalist, Recherche…
    Bin ich jetzt auf einmal Journalist, nur weil ich den Kommentar hier getippt habe?

    never mind, hat eh keinen Zweck…

    Es ist einfach nur immerwieder verwunderlich, wie so etwas ausathen kann. Ich, für meinen Teil, finde es höchst beeindruckend, wie sich manche da reinsteigern. Sowohl hier, als auch auch beim Herrn Häusler im Blog.

    Hach, was sind Sie doch witzig, Frau Schweitzer. Aber nur eine Frage ganz am Rande: Warum bemuehen Sie denn nicht ihre journalistische Sorgfalt und recherchieren ueber Gepflogenheiten und Zitatrecht in der Blogosphaere, bevor Sie aus dem behueteten Elfenbeinturm heraus die Anwaelte auf ihren Besenstielen in Flug setzen?

    ——-

    Weil es mehr Spaß macht, auf dem Metaphernklavier einen Parforceritt durch die Untiefen dem Fass die Krone ins Gesicht zu schlagen…? Sorry, da konnte ich wirklich nicht widerstehen

    @mklappstuhl:

    Wie lächerlich sich mit solchen Schwächen über die Orthographie anderer lustig zu machen.

    [...} Das sie in NY leben ist zwar schön und gut, rechtfertigt aber in keinster Weise das sie in einem Blog einer deutschen Zeitung schreiben, als wären sie in NY. [...]

    Es muss ” Dass sie in NY …” und “, dass die in einem Blog…”

    Da muss auch zwingend ein Komma in den Satz.

    Jüngelchen, ohne Witz, bitte hör auf eine Tastatur zu bedienen.

    Zitat Frau Schweitzer:
    Wenn Sie über jemanden etwas schreiben, insbesondere, wenn es etwas Kritisches ist, müssen Sie sich mit der Person vorher in Verbindung setzen.
    Ende Zitat Frau Schweitzer

    Ich weiß ja nicht, wo Sie die letzten ca. zehn Jahre verbracht haben (vielleicht in Nordkorea oder China?), aber Deutschland ist eine demokratische Gesellschaft in der es so etwas wie Meinungsfreiheit gibt. Ich muss mich keinesfalls mit jemanden in Verbindung setzen, wenn ihn ihn oder sein Handeln kritisiere (sofern ich es angemessen tue).

    Mich wundert ja, welcher Geist hier aus einem taz-Blog strömt. Oder besser: Welcher Geist hier NICHT strömt. Aber mit dieser Art Krawallrhetorik bekommen Sie vielleicht den Zuspruch, den Sie ansonsten mit Ihren 80 Euro Artikeln nicht bekommen. Vermutlich übrigens zu Recht.

    Nochmal, weil der ging an
    @Karl Benda (was ich vergass)

    Muss “Sie” nicht mehr gross? Und “Sie” statt “die” wärs gewesen. So ist das mit den besserwisserischen Korrekteuren…..

    Alterchen, das üben wir noch :-)

    Es heißt bekanntlich “Imehl”.

    Und Frau Schweitzer muss sich absolut nicht vorwerfen lassen, dass Sie ihre Rechte verteidigt. Wenn es um kopierte Werkzeugmaschinen für den chinesischen Markt oder um Blaupausen eines Architektenentwurfs ginge, würde niemand sich dagegenstellen. Es gibt da keinen Unterschied zu Presseartikeln oder Blogtexten.

    Verhandelbar ist der Schadensersatz - und er kann verhandelt werden. Dafür wende man sich aber nicht an solidarische Blogger, sondern an den Geschädigten und dessen Anwalt. Dann gibt es auch keinen lächerlichen Aufruhr wie diesen.

    Jetzt wird sicher wieder jemand fragen, welcher Schaden denn entstanden sei: Frau Schweitzer verkauft, wenn ich sie richtig verstehe, Texte. Davon lebt sie. Sie will keine Links, keine Klicks zu ihrer Beglückung: Sie will Honorar. Das ist ganz allein ihre Sache. Wer nicht zahlen will, soll ihren Text nicht nehmen. Oder nur den zulässigen Link setzen, auf großzügiges Kopieren aber verzichten. Das ist seine Sache, und so einfach ist das auch. Dazwischen gibt es keinen Kompromiss, dem Frau Schweitzer nicht ausdrücklich zustimmt. So gehört sich das, und so ist das auch gut.

    unabhängig vom gegenstand dieses disputes, halte ich die these, blogger per se als journalisten zu bezeichnen und sie somit den geltenden regeln der journalistischen sorgfaltspflicht zu unterwerfen, für zumindest sehr gewagt. auch herr schwenke schreibt in dem von ihnen immer wieder verlinkten artikel davon, dass blogger zur presse gehören “können”. ein determinismus liegt hier natürlich nicht vor. gängige wissenschaftliche definition von journalismus als profession setzen u. a. “hauptberuflichkeit” voraus. ihre annahme zu bloggern: “Sie müssen Standards einhalten, die Sie Arbeit kosten, und Sie werden nicht bezahlt.” ist so nicht richtig.

    Hallo Frau Schweitzer,
    sagen Sie mal, wo steht denn, dass man bei kritischen Berichten über “jemanden” vorher nachfragen *muss*? Stellen Sie sich mal vor, da wird ein Umweltskandal aufgedeckt, natürlich durch Whistleblower: Ein Chemieunternehmen hat den Bodensee mit Giften kontaminiert.
    Klar, *Sie* werden natürlich zuerst den Unternehmensvorstand befragen, was er dazu sagt, damit die rechtlich am Ende nicht haltbare, aber jegliche Berichterstattung unterbindenden Einstweilige Anordnung möglichst schnell erlassen wird. Nur: Wer druckt dann Ihren Artikel? Haben Sie sich schonmal Gedanken gemacht, was investigativer Journalismus so von der Vorgehensweise her bedeutet? Oder sind Sie nur dieser Ansicht, weil Sie mal nicht über jemanden schreiben, sondern selber Objekt der Berichterstattung sind?
    Nein, Frau Schweitzer, wenn ich mich als Journalist aus öffentlichen Quellen (wie einem Blog, im Netz veröffentlichten Biographien und mehr) oder glaubwürdigen Zeugen informiere und ein negatives Bild einer Person dadurch entsteht, muss ich die Person vor der Veröffentlichung nicht fragen. Auch das “Absegnen” von Interviewtexten ist ein Gentleman Agreement zwischen Autor und Interviewpartner - Interviewpartner, die darauf bestehen, dass nur autorisierte Interviews erscheinen, fass ich nur mit der Kneifzange an.
    Beispiele aus der Taz? Nehmen Sie mal dies: http://www.taz.de/index.php?id=archivseite&dig=2002/02/21/a0170
    Oder aus anderen Zeitungen? http://www.heise.de/kiosk/archiv/ct/1994/1/46
    Woher ich weiss, dass die Betreffenden nicht gefragt wurden? Raten Sie mal.
    Sagt Ihnen eigentlich der Begriff “Streisand-Effekt” was?
    Freundliche Grüße,
    Volker König.a

    —–

    Aber Hallo! Gerade das von Ihnen zitierte Beispiel schreit nach Nachfrage. Sie haben natürlich im theoretischen Grundsatz Recht, wenn Sie alles, absolut alles richtig machen, müssen Sie auch nicht nachfragen (Sie können sich auch auf den Standpunkt stellen, die verklagen mich sowieso, also ist mir das egal). In der Praxis kriegen Journalisten aber das nicht hin, einen fehlerfreien Artikel zu schreiben, gerade bei solch komplizierten Themen wie Chemieunfällen.

    Als Arbeitsweise kann ich davon nur abraten. Dass man den Whistleblower nicht nennt, ist natürlich klar, und dass man die Anfrage zeitnah an das Erscheinen des Artikels koppelt, auch. Eine EV können Sie im übrigen auch anwaltlich im Vorfeld bekämpfen (wenn Sie nicht wissen, wie, fragen Sie einfach Johnny Eisenberg) oder auch ganz einfach gerichtlich dagegen vorgehen. Das kostet natürlich. Aber das tut investigativer Journalismus immer.

    Und überhaupt nicht können Sie sich auf den Standpunkt stellen, dass habe ich aus den FAZ oder der New York Times abgeschrieben, also muss es stimmen. Sie können das verwenden, das ist wohl wahr, aber Sie halten immer ihren eigenen Kopf hin. Es hat schon Gegendarstellungsrundumschläge auf abgedruckte dpa-Meldungen gegeben.

    Mit den Interview ist es eine andere Frage, das muss man wirklich nicht absegnen lassen, empfiehlt sich aber bei manchen Themen durchaus. Das Hauptproblem ist eigentlich, dass die Zeitungen nicht das Standing haben, ein Interview auch mal platzen zu lassen, wenn der Interviewte nicht dazu steht.

    Bin ich die einzige, die Frau Schweitzers Humor mag, und ihre duchaus pointiert vorgetragene Fassungslosigkeit über diesen kollektiven Anfall von Rechthaberei und Sich-Sowas-Von-Besser-Fühlen sowohl nachvollziehbar als auch unterhaltsam findet? Jedenfalls unterhaltsamer und intelligenter als den größten Teil der anderen Beiträge. Hei, sie hat doch schon gesagt, dass es doof gelaufen ist, und ok, sie könnte sich endlich entschuldigen, aber nachdem hier offenbar ein Kniefall incl. Gesicht-in-den-Schlamm-Drücken gefordert wird, hat sie halt auf stur geschaltet. Ich verstehs.

    Ich ziehe meinen Hut, Frau Schweitzer
    weil ich mich so gut amüsiere. Diese Vorstellung präsentiert Deutschland 2.0.

    Ein lustiger Freitag vor Halloween - trick or treat
    Peter

    Und ja, Bloggosphere liest sich lustiger. Wäre diese Schreibweise von einem der Blogtitanen verwendet worden, dann goutiert vom Schulterklopfen derselben.

    Lieber Herr “Journalist”,

    es ist schön, wenn man so eine schöne, simple Weltsicht hat und so Sachen wie den gesunden Menschenverstand einfach so ausblenden kann. Und der Vergleich mit den kopierten Werkzeugmaschinen und den Blaupausen - der hinkt nicht nur, der hat nicht einmal Beine.

    Vielleicht den originären Blogpost, um den es hier geht mal lesen und dann einfach mal nochmal Nachdenken.

    Und ich möchte auch keinen Kommentar mehr lesen, der irgendwelche Rechtschreibfehler aufführt. Das find ich fast so schlimm wie sinnfreies Abmahnen.

    Good night and good luck.

    Wie kommt es, dass ich als Publizistikstudent mit unzähligen Presse- und Medienrechtsvorlesungen noch nie etwas von Ihrer Behauptung gehört habe, bei kritischer Berichterstattung (Lorbeeren akzeptieren Sie also auch ohne Absprache) sei es Pflicht, das Subjekt des Berichts zu kontaktieren? Welche Gründe gibt es dafür, wenn das meistens sowieso technisch unmöglich ist? Solange keine Tatsachenbehauptungen veröffentlicht werden, gilt immer noch der gute alte Artikel 5 GG. Und bitte verschonen Sie mich mit Antworten, die aus einem kleinem Link bestehen. Herzlichen Dank.

    —–

    Sie haben also noch nie davon gehört, dass man eine Person, über die man berichtet, auch zum Sachverhalt befragt und Gelegenheit zur Darstellung ihrer Seite gibt? Wo haben Sie denn studiert, im Roten Kloster?

    upps: meinte eskalationstufe (doofe rechtschreibprüfung) ;P

    Achtung! Sie haben den Amazon-Link unter dem Artikel vergessen! Bitte dringend korrigieren!

    Liebe Frau Schweitzer,

    Erst war ich bestürzt, nun frage ich mich doch eher, ob die Sache im Grunde vom Tisch ist und Sie sich hier nur einen Spaß aus der allgemeinen Empörung machen.

    Falls das aber tatsächlich alles ernst gemeint sein sollte: Wie steht es mit der Verhältnismäßigkeit? Über die juristische Berechtigung ihrer Forderungen will ich nicht urteilen (gut möglich, dass sie da im Recht sind), da ich nicht weiß, wie so ein Fall vom Zitierrecht gedeckt ist (vermutlich gibt es dazu aber mehr als einen juristischen Standpunkt); aber als gestandene Journalistin einen nicht-kommerziell agierenden Blogger für anerkennendes Zitieren in großem Stil über den Anwalt in beträchtlichem Umfang abmahnen lassen - zeugt das von Augenmaß und Fingerspitzengefühl? Und ist das - etwas weiter gedacht - Ihr Verständnis von Kommunikationskultur und Gesellschaft?

    Hallo geehrte Frau Schweitzer.

    Ich finde, Anwälte sollte man erst einschalten, wenn man sich nicht gütlich mit jemand einigen kann. Eine Rechnung von 2155€ ohne Vorwarnung ist schon ein arger Schock für jemanden, der privat ein Blog führt und ich kenne wenige in der Kreativbranche, die unter dreißig sind und für die das nicht deutlich mehr als ein Nettogehalt ist. Eine absurd hohe Summe. In der Welt der (normal verdienenden, jungen) Erwachsenen übrigens auch.

    Nun mag das Zitat auf nomnomnom sehr lang sein, aber ein Schreiben hätte es dann doch getan.

    Und das mit den Wutschnaubenden Möchtegernpiraten, die im Schlafanzug vorm Rechner sitzen, ist etwas ungeschickt formuliert. Erstens sind nicht alle die im Internet unterwegs sind, Piraten (geschweige denn haben überragendes technisches Verständnis) und zweitens ist ihr Blick auf Mitglieder der Piratenpartei ungefähr so zutreffend, wie wenn man einen Grünen als kiffenden, ungepflegten Wollsockenträger bezeichnen würde.

    Nun hat halt jede Generation ihre Methode, gegen Mißstände aufzubegehren. Wenn Sie der Häuserbesetzerszene wirklich so nahe waren, dann dürfte das kurzzeitige Besetzen ihres E-mail Postfachs für sie ja nicht so unverständlich sein.

    Ein bisschen Pauschalisierung kann ja manchmal noch in Ordnung sein, um einen Punkt zuzuspitzen, aber mit den groben Verallgemeinerungen zu Deutschen, Piraten und Bloggern fürchte ich dann doch, dass die Generation vor uns ihren Adorno gar nicht gelesen hat.

    Ich lade Sie jedenfalls herzlich ein, sich einen echten Eindruck von den von Ihnen so gescheuten Piraten zu machen. Manche sitzen nämlich in Bars, trinken Bier, Cocktails und vielleicht sogar mal nen Rum, kommen momentan vielleicht auch mal auf sie zu sprechen und -ach du meine Güte- gehen sogar mal in einen Club zum Tanzen.

    Aber dass jemand, deraltersmäßig unsere Elterngeneration darstellt, die Piraten derart als Bedrohung wahrnimmt, dass ist doch ein gutes Zeichen.

    ——

    Elterngeneration? Soll ich Ihnen Captain Hook vorbeischicken?

    Liebe Frau Schweitzer!
    Also, ich habe mal versucht mich einfach mit den Tatsachen auseinanderzusetzen und habe meine Probleme Ihrer Argumentation zu folgen.
    Zuerst habe ich mir den abgemahnten Artikel “Obama of Nine” durchgelesen:
    http://www.nomnomnom.de/2008/05/20/obama-of-nine
    Und dann habe ich mir den von Ihnen verlinkten Teil bzgl. Ihrer Äußerung “Wenn Sie über jemanden etwas schreiben, insbesondere, wenn es etwas Kritisches ist, müssen Sie sich mit der Person vorher in Verbindung setzen.” durchgelesen:
    http://upload-magazin.de/blog/715-basiswissen-journalismus-presserecht-fur-journalisten-und-blogger/

    Meiner Meinung nach ist das doch gar nicht der Fall. Sie als Person werden nicht ein einziges Mal erwähnt!?

    Außerdem finde ich Ihre Interpreatation der Textpassage etwas abwegig. Darin geht es darum bei einem Bericht über eine Person diese als bevorzugte Quelle zu nutzen und nicht darum um Erlaubnis zu bitten. Zudem reicht ein Verstoß gegen die journalistische Sorgfaltspflicht m.W. nicht für eine Abmahnung, wohl aber für eine Presseratsrüge.

    Entschuldigen Sie, falls ich hier etwas übersehen habe.
    MfG
    Jan Girlich

    —–

    Es geht um den Artikel von Johnny auf Spreeblick, nicht das Blog von Philipp. Ganz generell empfiehlt es sich, wenn man mit Tatsachenbehauptungen um sich wirft, online oder offline, vorher nachzufragen, selbst dann, wenn man nur ein “Kein Kommentar” erntet.

    Sie schreiben: “Die Abmahnung war gerechtfertigt. Jetzt geht es um die Einigung, was die Summe angeht.”

    Schade, das hier niemand ist, der bereit ist in dieser Sache, vor allem aber bei den anwaltlichen Honoraren bis zur letzten Instanz zu gehen.

    Ich zitiere einmal:

    “Der Ersatz der erforderlichen Aufwendungen für die Inanspruchnahme anwaltlicher Dienstleistungen (…) beschränkt sich in einfach gelagerten Fällen mit einer nur unerheblichen Rechtsverletzung außerhalb des geschäftlichen Verkehrs auf 100 Euro.”
    UrhG 97a (2)

    Vielleicht können Sie ja erklären, was an diesem Fall nicht einfach gelagert und erheblich ist?

    Und ja gerechtfertigt oder nicht, was denn nun? Wenn die Abmahnung in Ihren Augen gerechtfertigt war, warum gehen Sie denn dann nicht den juristischen Weg weiter? Oder welcher gedankliche Lichtblitz hat sie von Ihrem Vorhaben abgebracht?

    Wenn es Einsicht ist, vielleicht sollten Sie dann nicht weiter “gerechtfertigt” schreiben, sondern “im guten Glauben, dass er gerechtfertigt war”.

    Gut, das ich keine E-Mail geschrieben habe, obwohl, wahrscheinlich wars ein Scherz von Ihnen zu schreiben, 10 Euro pro Mail zu kassieren, aber dazu sollte ich Sie vielleicht lieber fragen, bevor ich es behaupte.

    Freundliche Grüße!

    Ich zitiere einmal einen längst verstorbenen Kollegen von Ihnen:

    Wenn die Sonne der Kultur niedrig steht, werfen selbst Zwerge einen Schatten.

    Vervielfältigung ist insofern ein Fortschritt, als es die Verbreitung des Einfältigen ermöglicht.

    Quelle:
    http://gutenberg.spiegel.de/index.php?id=19&autorid=343&autor_vorname=+Karl&autor_nachname=Kraus&cHash=b31bbae2c6

    OMG hier läuft ja das ganz große Kino, zum lachen wenn es nicht so bitter wäre.

    Erst Kai Diekmann als Mitgenosse und dann eine Autorin mit nününü-es-steht-so-aber-im-Gesetz-trotzdem-weise-ich-gerne-auf-meine-Kontakte-zur-Hausbesetzerszene-hin-weil-ich-brauche-streetcredibility-die-ich-kapitalisieren-kann Attitüde. Kein Wunder, dass die taz immer mehr den Bach runter geht. Traurig.

    Wäre ich dieser Jörg Häusler, dann würde ich schnell versuchen Frau Schweitzer als Autorin für Spreeblick zu gewinnen. Da drüben herrscht aus meiner Sicht schon lange Mangel an originellen und interessanten Texten.

    Bravo Frau Schweiter! Lassen Sie sich bloß nicht von diesen pyjamatragenden Internet-Trolls ärgern! Und ziehen Sie das bitte unbedingt juristisch durch - bis zur letzten Instanz! Zeigen Sie denen mal, wer hier am längeren Hebel sitzt!

    Was sagen Sie: hat das ganze Brimborium Ihnen eher genützt, oder geschadet?

    ——

    Interessante Frage. So was weiß man immer erst in ein paar Wochen. Der Pageviewzähler ist natürlich bereits durch die Decke gekracht wie die Millenium Falcon aus dem Todesstern.

    Frau Schweitzer, Sie berufen sich zu Recht auf Journalistische Tugenden.

    Leider mangelt es Ihnen selbst daran. Lassen wir mal Ihre eigenwillige Vorstellung vom Presserecht (”wer über mich schreibt muss mich vorher auch befragen”) weg. Schauen wir uns einfach mal das Telemediengesetz (TMG) an, Abschnitt 3, Verantwortlichkeit. Da besagt § 10:

    “Diensteanbieter sind für fremde Informationen, die sie für einen Nutzer speichern, nicht verantwortlich, sofern
    1. sie keine Kenntnis von der rechtswidrigen Handlung oder der Information haben und ihnen im Falle von Schadensersatzansprüchen auch keine Tatsachen oder Umstände bekannt sind, aus denen die rechtswidrige Handlung oder die Information offensichtlich wird, oder
    2. sie unverzüglich tätig geworden sind, um die Information zu entfernen oder den Zugang zu ihr zu sperren, sobald sie diese Kenntnis erlangt haben.”

    Was haben Sie daran nicht verstanden?

    Oh mein Gott wie toll!
    Ich liebe Sie!
    Ihre Art zu schreiben, Ihre einfache Darstellung juristischer Probleme, so dass man meinen sollte, selbst ein Blogger sollte verstehen, was er falsch gemacht hat und zufrieden sein, dass die Forderung fallen gelassen wird; einfach großartig!
    Das ganze Theater und einige Kommentare haben mir den Abend erheblich versüßt!
    Sie haben Ihr neues Buchthema gefunden, ich werd es kaufen!

    Aha… so sieht sie also aus. Die “Erwachsenenwelt”. Interessant..

    PS:
    Interessante Frage. So was weiß man immer erst in ein paar Wochen. Der Pageviewzähler ist natürlich bereits durch die Decke gekracht wie die Millenium Falcon aus dem Todesstern.

    DER Millenium Falke ist niemals aus dem Todesstern gekracht. Und Sie schreiben wirklich Bücher?

    Doch, doch, gegen Ende des vierten Teils, auf der Flucht, das war natürlich ohne Krach, geht ja auch gar nicht im Weltraum, außerdem hat Darth Vader die absichtlich entkommen lassen.

    Nein, ich schreibe keine Bücher, eigentlich spiele ich Klavier, aber auf einer Computertastatur und da kommt immer ein Buch raus. Ich weiß auch nicht wieso.

    DER Millennium Falcon, _NICHT_ “die Millenium Falcon” !

    ——

    Oi! Natürlich. Wie Don Rumsfeld sagte, My bad.

    Andererseits heißen Schiffe normalerweise “die”, die Enterprise, die Defiant, die Excalibur….

    Hehe … Gute Antwort! Hab eben sehr gelacht …
    Sie wissen schon, dass der Todesstern, kurz vorm Kollaps, eine Menge unique visitors hatte?

    Oh. Wieder mal ein schöner 3-Tages Web 2.0 Aufreger. Zunächst dachte ich: Na, da hat wohl jemand nicht verstanden was kostenlose Werbung und das kostenlose generieren von Traffic durch kostenlose Links wert sein können. Peinlich für die deutsche Medienlandschaft, aber nicht ungewöhnlich.
    (siehe hier http://www.thereachgroup.de/hamburger-erklaerung/)
    Doch nun fällt es mir auf: Nein, die Frau Schweitzer ist in Wahrheit eine Expertin des Guerilla-Marketings. (Frei nach “Any publicity is good publicity”)
    Denn “Der Pageviewzähler ist natürlich bereits durch die Decke gekracht wie die Millenium Falcon aus dem Todesstern.” (siehe oben)
    Deswegen wird auch nicht eingelenkt, sondern munter weiter gestichelt.
    Herzlichen Glückwunsch, Sie sind nach meinem Wissen die erste die den Streisand-Effekt zum Selbstmarketing nutzt. Fragt sich halt am Ende wie erfolgreich. Falls Sie von der Taz evtl. auch nach Page-Views entlohnt werden, sollten Sie überlegen, Phillip ein wenig abzugeben. Wegen der Aufregung und so. Wie wärs mit 1200€?

    Im Schlafanzug

    DoppelM

    Das Tolle an diesem Internet ist ja auch, dass wir alle einfach so unsere Gedanken in die Umlaufbahn pusten können. Oh, hoffentlich ist das kein Zitat von einem ein-, aus- oder wie auch immer gebildeten Journalisten, sonst wird’s wieder nichts mit dem taz-Abo im nächsten Quartal.

    Hallo Frau Schweitzer,

    gern würde ich Ihnen für einen Tag meinen Kampfanzug leihen, aberleider wird Ihnen das nicht die Zeit zurückgeben ,die es gekostet hat diese Zeilen zu lesen.

    Es langweilt mich, wie intellektueller Gehalt mittelmässigen Leistung inflationär hoch gehandelt wird.

    Darum finde auch ich, daß das Recht habe sollte 1200 Euro + x lottospielend zu gewinnen und Ihnen mit der Zahlung des geforderten Betrages von seiner überlegenen Haltung eine Zuwendung zukommenlassen sollte..

    Grüße
    NAME

    Eva,

    ich möchte Dich beim Wort nehmen! Auf die Frage hin, ob Du zum Beleg der realitätsfernen Forderungen Deines Winkeladvokaten Honorarbelege veröffentlichen würdest, antwortetest Du:

    > Nur dann, wenn Sie mir ein Fotos von sich
    > in Unterhosen und Ihre Gehaltsabrechnung schicken.

    Lass mir bitte Deine Email- oder Snailmail Anschrift zukommen, damit ich Dir umgehend die gewünschten “Unterlagen” übersenden kann.

    Hast Du besondere Wünsche, was die Unterhose angeht? String? Short? Latex? Sauber oder beschmutzt? Ihr Weltstädter habt ja meist so einen unglaublich ausgefallenen Geschmack…

    —–

    Na, kommt drauf an. Schick doch erst mal eine Foto in voller Montur, dann entscheide ich, ob ich Latex, String oder Ganzkörperkondom möchte.

    Bin ich schon drin?

    Liebe Frau Schweitzer,

    ich möchte im Gegensatz zu einigen meiner Vorredner sachlich bleiben (im Übrigen finde ich es der Sache nicht gerade dienlich, wenn hier über Rechtschreibung debattiert wird, nach dem Motto, wer hat den längsten?) und versuchen zu Ihnen zu erklären, warum sie so viel Wut auf sich ziehen. Im Grunde genommen haben sie ja Recht, für ein Zitat ist der übernommene Text zu lang, die Eigenleistung zu gering. Ich weiß nicht, ob sie Kenntnis darüber haben, welche Fälle von Abmahnungen in letzter Zeit publik geworden sind – In den meisten Fällen betraf dies nicht-kommerzielle Blogs oder auch zuletzt Menschen, die im Internet selbsgestricktes anboten und dann vom Hersteller Jack Wolfskin abgemahnt wurden (Lesen sie mal nach, ist wirklich interessant). Das Muster ist immer gleich, jemand, der einfach nicht genug Geld hat, um sich zu wehren wird von einem Unternehmen/einer gut situierten Person abgemahnt. Nun möchte ich Ihnen nicht unterstellen, Unrecht zu haben - juristisch gesehen - aber gerade von einer Journalistin erwarte ich eine andere Auffassung von Recht als eine rein juristische. Ihre und die Polemik der Kommentatoren ist sicher amüsant zu lesen, aber lenkt vom eigentlichen ab: Dass hier jemand eine Menge Geld zahlen soll, welches er kaum haben wird, für eine Angelegenheit, die sich sicher hätte per e-mail klären lassen. Ich stimme Ihnen ohne weiteres zu, wenn kommerzielle Anbieter ihre Texte ungefragt abdrucken ist dies eine Frechheit - und wie die Vergangenheit zeigt, finden diese Nachdrucke auch in sehr auflagenstarken Zeitungen statt. Die Wut der Blogger, der sogenannten “Internet-Community” (die weitaus weniger homogen ist, als das in den klassichen Medien kommuniziert ist) richtet sich in weiten Teilen gar nicht gegen sie persönlich, es geht hier um eine lange Auseinandersetzung: Anders als in den USA stehen sich hier klassischer Journalismus vs. Blogs feindlich gegenüber. Und so treffen ihre lustig gemeinten Kommentare manchen sicherlich tiefer als sie meinen. Ich lese zwischen den Zeilen, dass sie all dies nicht ganz so ernst meinen, aber glauben sie mir, es gibt genug Menschen, die glauben GENAU das was sie im Scherz sagen. Im ersten Moment, das möchte ich Ihnen ernsthaft sagen, war ich auch wütend… Die Art wie wir unsere junge Generation kommuniziert und sich vernetzt wird allzuoft von den alten Eliten belächelt und verspottet oder einfach nicht verstanden - Der Phillip wollte sich nicht mit fremden Federn schmücken, das war eine Verbeugung vor ihnen, das war Respekt zeigen. Und egal ob sie finanziell davon was haben oder nicht (zumal ich nicht annehme dass sie aus finanziellen Gründen Journalistin sind) es ist und bleibt eine Verbeugung vor Ihnen und die Abmahnung war ein Tritt in den Arsch.
    Vielleicht waren sie sich nicht ganz im klaren, dass sie da so einen wunden Punkt treffen. Ich würde mir jedenfalls eine ernsthafte Stellungnahme wünschen, ohne Polemik, und ich wollte Ihnen einen kleinen Denkanstoss geben, sich mal mit dieser ganzen Sache zu beschäftigen. Und an alle Kommentatoren, E-Mail-Schreiber und so weiter möchte ich auch ein Wort richten: BITTE hört auf, in solchen Fällen immer so unsachlich zu werden. Ihr macht es den Leuten doch leicht, euch nicht ernst zu nehmen. Und ich als junger Mensch habe es satt, dass wir, für die das Internet Teil unseres Lebens ist, immer als Freaks, als nicht kommunikationsfähige Wesen dargestellt werden. Denn wir sind genau das Gegenteil und irgendwann sind WIR die Generation, die den Hebel in der Hand hält. Nunja, dies war meine kleine Ansprache. Verzeihen Sie, zur allgemeinen Belustigung konnte ich damit nicht beitragen, aber das musste mal gesagt werden.

    Ja is denn heut’ scho Weihnachten?

    mein gott, sie währen wirklich im kindergarten besser aufgehoben.

    max l.
    19 jahre

    iFixit.com

    Ist für alle, die sich einen von diesen dummem mega-proprietären silbernen Notebooks leisten, die genauso anfällig sind wie alle anderen, aber kein Geld für den horrend überteuerten Support mehr haben.

    Mein neuer Tipp, einfach ein älteres Thinkpad und ubuntu. Hält drei Jahre länger als die silberne Flunder und kostet nur 20% davon.

    ——

    Ja, und sie können sich auch viel länger damit beschäftigen…

    http://www.youtube.com/watch?v=FxOIebkmrqs

    Was soll das werden, wenn’s fertig ist? Schlammschlacht? Blogosphäre vs. Abmahnungen, Abmahnanwälte und Journalisten vs. Feingefühl, Mailschreiber vs. Intelligenz und am Ende bewerfen sich alle mit bösen Blogeinträgen? Ganz großes Kino, eigentlich fehlt da nur noch das Popcorn.

    Könnte man sich nicht eventuell darauf einigen, dass alle ein bißchen Recht haben? Artikel nahezu vollständig in einem Blog abzubilden gehört sich sicher nicht, wobei die Grenze zum erlaubten Zitat natürlich fließend ist. Abmahnungen an nicht-kommerzielle Blogger schicken ist sicherlich auch nicht die feine englische Art, zumal die Kostennote doch relativ hoch ist. Wobei man natürlich berücksichtigen muss, dass ein Journalist auch seine Texte schützen können muss. Der Blogbeitrag oben ist zwar ziemlich scharf geraten und die Kommentare zu den Kommentaren kann man teilweise als “herablassend” verstehen, andererseits möchte ich auch nicht unbedingt wissen, was in den Mails so stand.

    Aber im Endeffekt lief es doch: Frau Schweitzer hat die Abmahnung zurückgenommen und erklärt, wie es zu der Panne kommen konnte, Spreeblick hat in der Sache für Öffentlichkeit gesorgt, Problem gelöst.

    Guten Tag,

    Wie wäre es, wenn Sie uns “drei Stunden schweigend an einem Bier festhalten”de Deutsche einfach in Ruhe lassen und in Ihren achso tollen US und A bleiben - Körperlich versteht sich; Geistig sind Sie anscheinend dort schon hängen geblieben.

    mfg

    P.s.: Falls mir wegen dem obrigen Zitat eine Abmahnung drohen sollte, verzichte ich gerne auf jeglichen vorrausgehen, bzw. klärenden Kontakt mit Ihnen. Ich kann es mir leisten - Sie haben es wohl nötig.

    Grandios! Ob es wohl in den nächsten zehn Jahren noch ein Buch oder sonstiges Machwerk von Frau Schweitzer auf die ersten Seiten der Google-Treffer schaffen wird oder bleibt uns von ihr digital nur diese Satire? Wie schön, dass das Internet auch das nicht vergißt, was nicht mehr zu ändern ist.

    Ich für mich stelle fest, dass Journalismus mit diesem Schauspiel an Niveau verliert. Regeln des Journalismus hier und Bloggosphäre dort - beides hat seine Felder, aber die Forderung, beide hätten sich unter den Schirm des “Journalismus” zu stellen, ist absurd!

    Journalismus ansich ist leider kein Qualitätssiegel mehr, und die Forderung der “Berufsschreiber”, dass die neue Zunft der Web 2.0-Blogs sich gefälligst an ihre Regeln zu halten habe, ist lächerlich. Das halbe Internet besteht aus Blogs, und wenn nicht dies, dann aus “kostenfrei” geschriebenen Informationen. Journalisten hätten hier also keinerlei Recherche zu nutzen, und das Internet als Quelle zu meiden.

    Ich bin jedesmal erfreut, wenn es neue Erfindungen, neuen Stil und neue Errungenschaften gibt. Blogs gehören dazu. Der “Journalist 2.0″, der sich gerne an den Erfolg des Webs dranhängen will, gehört (noch) nicht dazu.

    Ach ja; ich lese täglich zwei Tageszeitungen und habe drei qualitativ hochwertige Presseerzeugnisse im Abo. Alles hat seinen Platz.

    So liebe Kinder, es ist Zwölf Uhr, gleich kommen eure Eltern euch abholen …

    Liest hier jemand aus der Taz-Redaktion mit? Bekommt man mit solch einem Kindergarten und juristischen Spiegelfechtereien wirklich Leser für die Printausgabe?

    Mama, Mama. Der hat mir meine Pusteblume weggenommen!1!

    Nein, ich schreibe keine Bücher, eigentlich spiele ich Klavier, aber auf einer Computertastatur und da kommt immer ein Buch raus. Ich weiß auch nicht wieso.

    Klassischer Fall von Chaostheorie.

    Ich habe langsam die Nase voll von diesem Internet und all seinen Bewohnern. Der Johnny von Berufung gegen alles und jeden und langsam langweilig… dumme Abmahnanwälte, die eh nur auf ihr Honorar schauen, das sich nach der Höhe des Streitwerts berechnet… bekloppte olle Printfuzzis, die immer noch denken sie könnten das Internet im Jahre 2009 für sich gewinnen und sich heute nicht erinnern können wo sie 99 waren, als ich schon gebloggt haben… alberne Schnuffis, die über die, das oder dem emAil schwadronieren… RAF-lastige alleskleinschreiber … hochnäsige Twitterprinzessinnen, die ihre Follower krickeln und das dann auch noch Kunst nennen… eine schwarz-gelbe Regierungskatastrophe, die sich versucht bei den Jungen einzuschleimmen, indem sie Raubkopien wieder zum Teil entkrmininalisiert und so weiter….

    Ich muss in der Scheiss-Suppe arbeiten. Ich verdien mit dem Kram mein Geld. Aber bitte denkt doch alle mal wieder länger nach, bevor ihr in echtzeit euren sermon ablasst.

    Scheusslich. Aber auch sie Frau Schweitzer… für mich als ehemaligen taz-unterstützer ein ganz seltsames Gefühl ihre Kommentare hier zu lesen.

    LIEBER ALLE MAL DIE FRESSE HALTEN!

    Ich hab noch einen tollen Tipp!

    Wie wärs mit einer Abmahnung der taz an Jack Wolfskin? Die benutzen einfach das Logo der taz.

    Wow! Popcorn bei der Taz! Das ist ja fast so gut, wie die Fefe-LD \o/

    Also: Ich sende keine E-Mail, sondern kommentiere hier (ist keine E-Mail, nur zur Sicherheit, falls jemand mitliest, der keinen Schlafanzug trägt), und spende trotzdem demnächst Stücker 10 Euro an Philip/Philipp/Phillip/Phillipp (kA, welche Schreibweise richtig ist, das mit dem Journalismus-Darsteller-gewünschten Recherchieren klappt mit und ohne Schlafanzug ja sowieso nicht).
    Mein Kommentar also (endlich, ehrlich): Die taz hat verkackt, die Grünen haben verkackt, die SPD hat verkackt, und die Streisand hat sowieso verkackt. Nur “Is’ was, Doc?” hat nicht verkackt. Echt, jetzt.

    —–

    Was bedeuten eigentlich diese ganzen Barbra-Streisand-Referenzen? War die neulich mal in Berlin?

    ich bin verwirrt, sollte die Star Wars Erwähnung jetzt etwa ein Versuch sein die Trolle in eine DIskussion über die “historische” Richtigkeit des ganzen zu verwickeln und vom eignetlichen Thema abzulenken?

    Hat die taz eigentlich Dieckmanns Penis auch kontaktiert, bevor sie über ihn berichtet hat?
    Das ist doch hier ne schlechte Satire, oder?

    Gruß

    Die Eva schrieb:

    “Interessante Frage. So was weiß man immer erst in ein paar Wochen. Der Pageviewzähler ist natürlich bereits durch die Decke gekracht wie die Millenium Falcon aus dem Todesstern.”

    So ist das halt bei fiesen Unfällen mit viel Blut und Gedärm; man kann nicht daran vorbei gehen, ohne hinzuschauen. Hinterher ist man dann insgeheim froh, nicht betroffen zu sein.

    “Wenn Sie über jemanden etwas schreiben, insbesondere, wenn es etwas Kritisches ist, müssen Sie sich mit der Person vorher in Verbindung setzen.”
    Na das ist ja toll. Und wenn die taz oder die Zeit oder sonst jemand mal ein paar Sätze über Stalin oder einen Nachruf auf einen kürzlich Verstorbenen schreiben möchte, dann wirft man die Zeitmaschine an? Barack Obama hat sicher auf seinem Blackberry die “Yes, you can!”-Taste, damit er die ganzen Anfragen überhaupt beantworten kann, ohne dabei aufs Schlafen verzichten zu müssen.

    Ach, und wo Sie doch in einem ihrer vorigen Beiträge so nett herablassend über Blogger schreiben:
    1. Sie gehören auch dazu.
    2. Ich kenne genügend Blogger, die weitaus besser recherchierte Artikel schreiben als so mancher Journalist, der ein paar Presseaussendungen verschlingt und dann pünktlich vor Redaktionsschluss einen Artikel auswirft, der zwar die richtige Länge hat, dafür aber neben einem Fall von “Dieser Satz kein Verb.” hauptsächlich die unreflektierten Meinungen derer, die die Presseaussendungen verfasst haben, enthält.

    Übrigens: Wenn Sie mich in ihre Science-Fiction-Fantasie einbauen möchten: Ich wäre gerne Ryker aus Star Trek:TNG (Star Wars wäre ungünstig, da kann man ja nicht durch die Zeit reisen).

    —–

    Sie können auch bei Star Trek nicht durch die Zeit reisen, das verbietet die Temporal Prime Directive, die durch die Agency for Temporal Investigations überwacht wird. So was sollte man als Nerd schon wissen.

    1. mir tut die gute taz leid, dass sie für sowas geld ausgiebt (persönliche meinung basierend nur auf dieser einen geschichte, bitte nicht ernst nehmen)
    2. streisand-effekt, wäre sehr empfehlenswert
    3. nette wortwahl
    4. gute nacht

    “Stellen Sie sich vor, Sie schicken einen Kommentar, in den Sie reinschreiben, dass Johnny sein Blog damit finanziert, indem er regelmäßig Banküberfälle begeht, und ich veröffentliche den. Dann, ja, könnten Sie Ärger bekommen, ich allerdings auch, deshalb werden Kommentare moderiert.”
    Kurz Hinweis: “Betreiber haftet erst bei Kenntnis”
    http://www.computerbetrug.de/news/newsdetails/forenhaftung-betreiber-haftet-erst-ab-kenntnis-091021/

    Gotttogottogott!

    Was für einen infantilen Schmarrn kann man hier lesen. Da werden Hirnfürze in die Welt geblasen, das man sich vor lauter Wind den Kragen hochstellen muss.

    Aber, mal was anderes: ich hätte doch gerne mal eine belastbare Quelle für das dusselige “Bevor ein Bericht veröffentlicht wird sind alle zugänglichen Quellen zu bemühen, um möglichst nah “an die Wahrheit” heran zu kommen:”-Gelaber, welches bisher nur auf dem Inhalt eines dieser Amateur-Blogs fußt.
    Inhaltlich ist das nämlich Unfug.

    ——

    Wenn ich mich mal zur Ruhe setze, gebe ich Kurse im Presserecht. Ich lasse es Sie dann wissen.

    Herrliche Realsatire von Frau Schweitzer, Sie haben wirklich Talent!!

    bin auch dafuer…

    Also, wenn man die Orignal-Text-Passagen liest (also: http://www.presserat.info/pressekodex.html), dann steht dort:

    1) Es ist ein “empfohlener” Kodex.

    2) Dort steht:

    “Ziffer 2 – Sorgfalt
    Recherche ist unverzichtbares Instrument journalistischer Sorgfalt. Zur Veröffentlichung bestimmte Informationen in Wort, Bild und Grafik sind mit der nach den Umständen gebotenen Sorgfalt auf ihren Wahrheitsgehalt zu prüfen und wahrheitsgetreu wiederzugeben. Ihr Sinn darf durch Bearbeitung, Überschrift oder Bildbeschriftung weder entstellt noch verfälscht werden. Unbestätigte Meldungen, Gerüchte und Vermutungen sind als solche erkennbar zu machen.”

    D.h. hat erstens einen unverbindlichen Charakter und sollte als sogenannte “good practice” gelten. Ist aber nicht bindend.

    Schöne Grüsse

    Es heißt übrigens auch “die Todesstern”.

    Bin ich der einzige, der merkt, dass Frau Schweitzer nur Teil einer riesigen viralen Kampagne für Cloverfield 2 ist?

    Was lief hier falsch?
    Es gibt auf http://www.advisign.de/allgemein/2007-07/texte-kopieren-plagiieren-zitieren eine schicke Anleitung wie man ordnungsgemäß zitiert.
    Dies sind in erster Linie vier Punkte, von denen hier schonmal ALLE eingehalten wurden:
    - 1700 von 5350 Zeichen sind rund 30%. Extrem hart an der Grenze würde ich sagen aber definitiv nicht komplett kopiert.
    - Die zitierte Stelle ist 100%ig mit dem Orginal identisch. Da wurde nichts hinzugefügt, geändert oder weggelassen.
    - Das Zitat ist als solches vom Format UND von der Hintergrundfarbe hervorgehoben. Somit gibt es keinerlei Zweifel über den Beginn und das Ende des Zitats.
    - Ein Link zum Original ist auch vorhanden UND es wird die New York Kolumne und Zeit Online erwähnt.

    Somit habe ich irgendwie ein Problem damit, das hier jemand abgemahnt wird, der eigentlich alles richtig gemacht hat. Das darüber jetzt die halbe Bloggosphäre herzieht sollte Frau Schweitzer nicht wirklich wundern.
    Und sollte da noch irgendwo Unverständnis existieren ob der Tatsache, das Zitate das Salz in der Suppe eines Artikels sind:
    “Data, beamen Sie mich hier raus!” Ist auch soein Zitat, was Sie Frau Schweitzer, diesmal ohne Hervorhebung und Link zum Orginal im Zeit-Artikel verwenden.

    ——

    Ich soll “Data” geschrieben haben? Wenn ich mich recht entsinne, war das Scotty.

    Früher hat die taz Soli-Aktionen gemacht, wenn das Geld mal knapp wurde. Sympatisch!

    Eine Serienabmahnung, die per Schleppnetzfahndung innerhalb von ein paar Tagen zehntausende Euro in die Kasse spült, ist da natürlich effizienter.

    So effizient, dass die taz meine Unterstützung wohl nicht mehr braucht. War schön mit euch, all die Jahre, als Ihr noch Ideale hattet.

    —–

    Das Geld geht doch nicht an die taz, du Trollo.

    Hallo Frau Schweitzer,

    meine Hochachtung für Ihr Standing gegenüber dem erbosten Mob. Wo trainiert man sich das denn an? Um ehrlich zu sein, ich gehöre auch eher zum Mob… andererseits in 2-3 Monaten interessieren sich wahrscheinlich höchstens noch die direkt Beteiligten dafür.

    Mit etwas Abstand betrachtet: Nützt oder schadet Ihnen diese »Kampange« hier vermutlich? Johnny kann es wohl egal sein, bei dem gehört das zum guten Ton. Aber wie sehen Sie Ihre zukünftige Auftragslage? Mehr so, immer her mit der Skandalnudel oder sympathisieren die potentiellen Auftraggeber eher mit dem erbosten Mob?

    PS: Ihre ironischen Kommentare dürfen auch wieder an Länge zunehmen, das können Sie ganz ausgezeichnet.

    ——

    Danke. Ich arbeite ja nicht für Blogs, jedenfalls nicht bezahlt. Für Auftraggeber, die ein einfaches Nutzungsrecht erworben haben, ist es eigentlich gut, wenn der Artikel in einem Blog erscheint, das ist Werbung, und sie können den sowieso nicht weiterverkaufen könnten, die Rechte liegen ja bei mir. Wobei es vielen ein bisschen unbehaglich ist, dass sowas kommentiert wird und so. Generell sind die Blogs aber eine Nebenerscheinung, das Hauptproblem sind Zeitungen, die den Artikel hinter dem Rücken des Autors verkaufen. Die Gewerkschaften engagieren sich da auch gerade, aber die sind es nicht gewohnt, etwas für Freie zu tun, deren Stammbasis sind die Redakteure (oder genauer, die Drucker).

    Ich habe mit dem Lesen dieser ganzen Geschichte meine Zeit verschwendet. Sie haben mit der ganzen Sache _Ihre_ Zeit und noch viel mehr Zeit anderer Leser verschwendet.

    Womit sich Leute in Wohlstand beschäftigen, anstatt Sinnvolles zu tun, sollten Sie mal zum Thema eines Ihrer publizistischen Werke machen.

    Oh Hilfe! Die schöne Zeit! Sie ist weg! :—-(

    —-

    So’n Pech. Aber immer noch besser als PacMan

    Und das, liebe Leser, ist der Grund warum man seine Webseiten im Ausland und hinter einem pseudonymisierenden ISP hostet. Ich hoffe, dass diese Lektion langsam mal einsinkt, und wir das kaputte deutsche Internetrecht durch wechsel unserer Hoster hinter uns liegen lassen koennen…

    Just LOL

    Kühle Geschichte, Bru.

    die Taz ist in New York? Macs kann man reparieren? Wissen macht Ahh!? Die Satirikerin macht es wegen DES GeldES, oder?

    Zu später Stund…

    Frau Schweitzer, Sie haben in dieser Sache ja Recht. Nicht der Blogger ist das Opfer und die Reaktion von Spreeblick ist auch nicht angemessen.
    Ich mag ihre Art zu schreiben und meine in bestimmten Sätzen Ironie entdeckt zu haben ;) Im Internet wird aber vieles (manchmal ganz bewusst) missverstanden. Bedenken Sie dies doch bitte.

    Wenn sich der Staub und die gekünstelte Aufregung erst mal gelegt hat, sehen vielleicht beide Seiten ihre(n) Fehler. Aber bis dahin weht der Wind der deutschen Bloggerlandschaft ziemlich eisig - das war schon immer so, das wird (leider) immer so bleiben.

    gruß
    Patrick

    Kennen Sie den amerikanischen Comic Stripe “Calvin&Hobbes” von William B. Watterson II?
    Der Stripe handelt von einem kleinen sechsjährigen Jungen. In einem 4-Panel-Stripe steht er neben einer kleinen Blume, in der Hand eine Gießkanne, strahlende Sonne. Er sagt der Blume, sie sei von ihm abhängig, er habe die Macht über ihr Leben, ohne ihn wird sie erbarmungslos eingehen. Plötzlich regnet es in Strömen. Die Bildüberschrift: “Die Illusion der Macht”.
    Wenn Sie nur halb so intelligent sind, wie ich Sie unbekannterweise einschätze, dann verstehen Sie das Gleichnis zwischen Ihnen und Calvin.

    Sie sollten Ihr arrogantes Auftreten nach menschlichen und nach rechtlichen Gesichtspunkten überprüfen. Wie Sie selbst anmerken, ist das Internet kein rechtsfreier Raum. Dementsprechend sollten sie sich auch so verhalten und dem betroffenen Blogger nicht mit Ihren “Bestrafungshirngespinsten” bedrohen. Sollte Er sich doch einen Anwalt nehmen, wird dieser Ihre Postings sicher auch für sehr interessant befinden. Des Weiteren: Überlassen Sie die Beurteilung der “Go’s” und “No Go’s” des Internetrechts bitte Personen mit einer kompetenten Ausbildung im Bereich der Rechtswissenschaften, unglaublich was sie für wahrheitsferne Inhalte hier “erbrechen”.

    Mit freundlichen Grüßen, …

    P.S.: Ich möchte sie hiermit darauf hinweisen, dass ich etwas kritisches über Sie verfasst habe.

    —-

    No kiddin!

    Der alberne Kleinkrieg hier ist teilweise wirklich unterhaltsam zu lesen!

    sie schlagen sich super, frau schweitzer, eiter so! sie liegen klar im recht.

    Es geht doch nichts über eine gepflegte Leserbeschimpfung!

    SIE “kämpfen” hier gegen Menschen, die jemanden unterstützen, der IHNEN einfach _NUR_unterstützen wollte und vielleicht *Kundschaft* verschafft hat… jemanden, der Ihnen niemals etwas böses wollte und der von Ihnen begeistert(!!) war und niemals durch Sie etwas verdienen wollte. Im Gegenteil, wenn dann haben/hätten Sie davon profitiert.

    Nur weil es nun Leute gibt, die diesem Menschen unterstützen wollen und dabei teilweise eine Art und Weise wählen, die Ihnen missfällt, wollen Sie diesen bzw. ursprünglich IHREN Unterstützer weiterhin schaden.
    Ihnen geht es nun nicht mehr darum irgendeinen Gewinn daraus zu ziehen - wichtig ist Ihnen aber diese eine Person finanziell zu schaden?!
    Arm…arm…arm….

    Herrlich. Irgendeine der breiten Masse unbekannte Schreibkraft legt sich mit ein paar Bloggern an die sich konsequent vereinen um mit gemeinschaftlicher Kraft Paroli zu bieten. Frau Schreibkraft sitzt mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit amüsiert und sich vor Begeisterung auf die Schenkelchen klopfend vor dem PC und ist froh, mal wieder was zu tun zu haben. Derartige Förmchenspiele kenne ich noch aus dem Sandkasten zur Kinderzeit. Aber für eine Portion Kurzweil absolut ausreichend. Liebe Frau Schreibkraft: Bis sie wieder seriöse Aufträge bekommen: Weitermachen, bitte weitermachen.

    Versprochen?

    ——-

    Vor dem PC?

    Danke, geistreiche Abwehr des üblichen Bloggergeschwätz (sollen se halt das Gesetz lesen). Endlich mal jemand der nicht einknickt.

    Ich mag Ihre Arbeit, Frau Schweitzer und möchte Sie aus diesem Grund bitten, in dieser Sache öffentlich etwas kürzer zu treten. Macht nicht wirklich einen guten Eindruck! Nicht dass Sie am Ende das Nachsehen haben, wenn Sie wissen was ich meine.

    Sehr geehrte Frau Schweitzer,

    Mein neuer Tipp, einfach ein älteres Thinkpad und ubuntu. Hält drei Jahre länger als die silberne Flunder und kostet nur 20% davon.
    ——
    Ja, und sie können sich auch viel länger damit beschäftigen…

    http://www.youtube.com/watch?v=FxOIebkmrqs

    Sie kennen aber schon den Unterschied von einer Linux-Distribution zu Microsoft Windows?
    Und wenn sie über Qualität von Apple reden dann schauen Sie sich bitte die Thinkpad Produkte an (welche zum Teil einiges teurer sind und einiges mehr an Leistung bieten als die MB Pros…)

    Sehr gut Frau Schweitzer. Weiter so. Ich finde das sehr lustig. Diese humorbefreiten Blogger-Alpha-Männchen ein bisschen vorführen….

    Wieviele Folgen von dieser soap opera sind noch geplant?

    “Was bedeuten eigentlich diese ganzen Barbra-Streisand-Referenzen? War die neulich mal in Berlin? ”

    http://de.wikipedia.org/wiki/Streisand-Effekt

    Und warum das von der guten Barabara kommt:

    “…Begriffsherkunft

    Seinen Namen verdankt der Effekt Barbra Streisand, die den Fotografen Kenneth Adelman und die Website Pictopia.com 2003 auf 50 Millionen US-Dollar verklagte, weil eine Luftaufnahme ihres Hauses zwischen 12.000 anderen Fotos von der Küste Kaliforniens zu finden war. Adelman behauptete, er habe das Anwesen am Strand fotografiert, um Küstenerosionen für das California Coastal Records Project zu dokumentieren. Der Journalist Paul Rogers bemerkte später, dass das Bild von Streisands Haus im Internet sehr beliebt war. …”

    Mich stört ja nicht, dass Sie gegen unerlaubte kopien ihrer artikel vorgehen. Für einen autor ist das im ureigensten Interesse dafür zu sorgen, dass sie ihre arbeit bezahlt kriegen. Völlig legitim und im falle von kommerziellen seiten auch uneingeschränkt gerechtfertigt.

    was mich stört, sind ihre begründungen. Sie müssten da eigtl gar nichts begründen, da sie rechtlich gesehen auf der sicheren seite stehen. Wenn Sie dies doch tun, dann ist das normalerweise lobenswert, hinterläßt bei Ihnen aber doch einen fahlen nachgeschmack. Wenn ich mir ihre briefe und blogeinträge zu dem thema durchlese, verstehe ich nämlich eigtl nur folgendes:

    “ich wohne in NEW YORK. Und hier, wo ich wohne in NEW YORK in meiner NEW YORKER wohnung, gelten NEW YORKER mieten, so dass meine wohnung, die sich wohlgemerkt in NEW YORK befindet, nicht so billig ist, wie meine wohnung in Berlin, da Berlin ja nicht NEW YORK ist.
    Nimmt mich jetzt endlich mal jemand ernst, wo ich doch in NEW YORK lebe? Nein? Pff.. typisch deutsch. Hier in NEW YORK redet man wenigstens mit anderen NEW YORKERN beim ausgehen in NEW YORK.”

    Jeder hier hat verstanden, dass sie in New York wohnen. Buchfüllende geschichten über New York sammelt man nicht während einer 3 tage städtereise aus dem alltours katalog. Sie reiten allerdings, unterstützt von sinnlos prätentiösen anglizismen und typischen “deutscher in amerika allgemeinplatzlebensweisheiten”, dermaßen auf dieser tatsache herum, dass ich mich frage, ob ihnen ihr wohnort nicht leicht zu kopf gestiegen ist.

    Köstlich. Der eine Blogger besitzt nicht die Kompetenz, ein Telefon zu bedienen, um damit in der Kanzlei anzurufen und um direkten Kontakt mit Fr. Schweitzer zu bitten. Ob seiner eigenen Inkompetenz weint er sich bei einem anderen, bekannteren Blogger aus. Dieser wiederum macht die Sache öffentlich, spricht von einer weiteren Abmahn-Posse und stellt damit Parallelen her, die eigentlich nicht vorhanden sind. Auf der einen Seite “der Phlipp”, auf der anderen Seite “Frau Schweitzer”. Sprache kann so wunderbar tendentiös sein. Ja, der große Blogger kann noch nicht mal schreiben “Eine Kanzlei mahnt im Auftrag von Fr. Schweiter ab”, sondern nur “Fr. Schweitzer mahnt ab”. Der Mob, der gerufen wurde, zieht also aus, bewaffnet mit digitalen Mistgabeln in Form von Kommentaren, Tweets und Mails, deren intelligentester Inhalt häufig leider noch ein “omg” am Anfang ist. Ansonsten wird alles durcheinandergeworfen.

    Klar entsteht Empörung, wenn man zu blöd ist, Sachverhalte richtig einzuschätzen.

    Ich habe die Kommentare hier gelesen. Alle. Ich habe die Kommentare bei Spreeblick gelesen. Alle. Und ich habe die Hand voll Kommentare bei nomnomnom gelesen. Die meisten.
    Und welcher Eindruck entsteht dabei unterm Strich? Liebe Internet-Community: Sorry, aber ihr benehmt euch wie ein Rudel Wilder. Eure Reaktionen sind auf “ey, machst du mich an?”-Niveau.
    Um es im Netz-Jargon zu sagen: Spreeblick und nomnomnom: fail.

    Frau Schweitzer dagegen könnte wunderbar in der weiter oben erwähnten Titanic schreiben.

    haha, wahrheit und journalistische sorgfaltspflicht - lol. gucken sie sich unsere medienlandschaft doch mal an… PR, Arroganz und weltfremdheit wo man hinschaut. ich erinnere mich noch an die aussage einer taz journalistin im zusammenhang mit einem interview der piratenpartei in der jungen freiheit, von wegen sie würde mit diesen leuten (über die sie schreibt) niemals reden. ich weiß jetzt nicht ob sie das waren oder eine kollegin von ihnen - aber wenn sie sich jetzt über einen blogger aufregen (ich finde sowieso, für blogger sollten keine sorgfaltspflichten gelten - denn in den printmedien kann man davon erst mal gar nicht reden, zumindest wenn es um die für die bürger wichtigen themen geht (schweinegrippe, kriege und potentielle kriege, wirtschaftskrise, europäische union, könnte die liste beliebig fortsetzen)) dann scheinen sie innerhalb der redaktion anscheinend mit unterschiedlichen standards zu arbeiten… und mal ehrlich - was für eine abgehobenheit offenbart überhaupt das hinzuziehen von abmahnanwälten? sowas klärt man jawohl persönlich, oder haben sie in der schule auch immer gleich dem lehrer bescheid gesagt wenn ihnen jemand den stuhl weggezogen hat?

    nur um es noch mal richtig zu stellen: bei der frau von der ich sprach handelt es sich um julia seeliger.
    “Auf den Einwand, dass sie fairerweise hätte zum Interview in der „JF“ verlinken sollen, damit sich der Leser selbst ein Bild hätte machen können, antwortet Julia Seeliger offenherzig: „Ich linke bewusst nicht auf die ‚Junge Freiheit’. Genauso, wie ich mit ihr nicht sprechen würde.“”
    gefunden in ef-online
    vielleicht sollten sie sich auch das stereotype bild, dass sie von ihren lesern haben, und was sich in kommentaren wie “So’n Pech. Aber immer noch besser als PacMan” offenbart, noch einmal überdenken. setzen sie sich mit den menschen auseinander, anstatt sie aus aus einem irrationalen selbstschutzbedürfnis heraus abzuurteilen.

    Ich habe das gestern mal ein wenig verfolgt und abgesehen von den Troll-Kommentaren, bei denen ich nicht verstehe, dass die kommentiert werden (müssen), stand vieles vernünftiges drin.
    Ob und wem das ganze Theater dienlich ist, interessiert mich nicht, aber was wäre passiert, wenn der Betroffene sich nicht an andere gewendet hätte? Auch dieses “Angebot” mit den 10 Euro für Emails von anderen - ich persönlich glaube nicht, dass Sie dabei Ihrem Humor freien Lauf gelassen haben, sondern das eine Reaktion ohne zu überlegen war. Manchmal ist es da besser, noch mal drüber schlafen und erst dann schreiben. Klar ist es unangenehm, wenn das Postfach von irgendwelchen Leuten zugemüllt wird, aber muss man damit nicht rechnen, wenn man sich so zur Zielscheibe macht?. Den Vergleich mit dem “Postfach”-Besetzern in einem der Kommentare fand ich andererseite ganz lustig :)
    BTW, seit dem update auf Snow Leopard stürzt bei mir das Email Programm viel weniger ab, aber vielleicht haben sie das update längst drauf und das ist nicht der Grund. Wenn die Leute über das Ziel hinausschiessen und ohne Überlegung beleidigen, dann ist das natürlich unverschämt. Dann wende ich mich aber an die Leute selbst und nehme nicht einen anderen in Sippenhaft - meine Güte, manche lernen es nie.

    Die Forumulierungen von Frau Schweitzer sind etwas unglücklich gewählt, da sie einfach alle über einen Kamm scheren. Manche mögen das als Humor ansehen, aber dazu benutzt man z.B. einen smiley, weil wenn man die Person nicht kennt, kann ich das nicht einschätzen. Bis gestern war mir der Name kein Begriff und wenn das nur dazu diente, den eigenen Bekanntheitsgrad zu steigern, dann ist das nach hinten losgegangen. Wer wird jetzt noch auf einen Ihrer Artikel verweisen wollen oder sogar noch soweit gehen, zu zitieren? Der Betroffene ist davon sicherlich kuriert und andere werden seinem Beispiel folgen.

    Warum war es so schwer, zu sagen, das Sie zwar im Recht sind, aber weil es keine kommerzielle Seite ist, keine böse Absicht dahintersteckt, dass die Abmahnung zurückgezogen wird und zwar *ohne* irgendwelche herablassenden oder arroganten Formulierungen, um sich anschließend dahinter verstecken, dass war doch nur Humor?

    Vielleicht noch ein Sache - wenn schon die ganze Abmahnerei an andere vergeben wird (ist verständlich, dass der Aufwand alleine hoch ist), dann würde ich zumindest so etwas im Vorfeld abklären, wenn Sie nur Verlage und Zeitungen abmahnen wollen, die anderen Seiten nicht dem Automatismus zu unterwerfen - wie schrieb J. Haeussler “Kollateralschaden, passiert halt”. Das System mit Abmahnungen scheint aber gerade darauf abzuzielen, dass viele aus Furcht zahlen werden. Vielleicht kann man Ihnen an der Stelle “zu Gute halten”, dass Sie wenn, dann gleich die richtig große Keule auspacken, damit der Abgemahnte verzweifelt und sich nicht nur fürchtet … weil sonst wäre der Betrag etwas niedriger ausgefallen und wäre ohne größeres öffentliches Interesse gezahlt worden :D
    Ok, ist eben die Erwachsenenwelt …

    Abmahnen meinetwegen, wenn die eigenen Rechte verletzt werden, aber doch bitte etwas differenzierter und nicht in einem Rundumschlag mit der Prämisse, es wird schon die richtigen treffen.

    Und jetzt sind die 15 Minuten schon wieder vorbei …

    ——-

    Oh, das war ein Missverständnis, mein Emailprogramm ist nicht abgestürzt (und ich schreibe auch gar nicht mit MacMail und schon gar nicht mit Outlook).

    Mit Snow Leopard bin ich nicht zufrieden, ich arbeite wieder mit Leopard. Der Vorteil hat sich mir noch nicht so richtig erschlossen, bloß, weil es Platz spart und den Computer schneller abschaltet, brauche ich es nicht. Ich warte mal, bis es alle Updates für Fremdprogramme gibt. Das ist noch früh genug.

    Darf ich Ihren Fanclub leiten?

    Was bedeuten eigentlich diese ganzen Barbra-Streisand-Referenzen? War die neulich mal in Berlin?

    ROFL

    Liebe Frau Schweitzer,
    wenn Sie schon einen Blog betreiben wollen und keine Ahnung haben, sollten Sie wenigsten googlen können. Wenn’s dazu nicht reicht, vielleicht besser bei McD kellnern und das mit dem Web 2.0 einfach sein lassen.

    Mfg,
    Hein Blöd

    PS: BarbAra, BarbAra, BarbAra!

    ——

    http://en.wikipedia.org/wiki/Barbra_Streisand

    Und ich wusste auch gar nicht, dass es bei McD Kellner gibt. In Amerika ist das Selfservice

    Warum wird dieser Kreuzzug von Frau Schweitzer redaktionell in der taz eingepflegt?

    Wenn ich das richtig sehe, ist sie keine taz-Redakteurin mehr. Stein des Anstoßes sind von einem Blogger zitierte Zeilen aus Zeit-Online. Anlass von Frau Schweizers Abmahnungen ist ein Werkvertrag zwischen ihr und der Zeit-Redaktion. Der Vorwurf eines Urheberrechtsverstoßes gegen einen Blogger hat daher nichts mit der taz zu tun, sondern ist ihre Privatsache.

    Wer es noch erinnert, es gab eine ähnliche Angelegenheit im Jahre 1996: Damals hatte die Moderatorin Schreinemakers eine Sendung von Sat1 benutzt, um ihre privaten Steuerschwierigkeiten zur Mediensache zu machen. Damals erfolgte eine Gegendarstellung von Sat1, dass es mit journalistischen Grundsätzen nicht vereinbar sei, private Probleme in der Sendung zu thematisieren. Die Zusammenarbeit mit Schreinemakers wurde 1996 aufgelöst.

    Es kann meines Erachtens nicht angehen, dass die taz eine redaktionelle Plattform ist, auf der echauffierte ehemalige Angestellte ihre Privatprobleme zu lösen versuchen.

    Wenn Frau Schweitzer ihre privaten Verbalinjurien in ihrem eigenen Blog absetzt, spricht natürlich nichts dagegen. Aber wieso geschieht dies unter dem redaktionellen Schirm des taz-Blogs? Versteht sich die taz neuerdings als Plattform zur Lebenshilfe für ehemalige Angestellte?

    —–

    Weil Matthias Bröckers, der Verantwortlich für die taz-blogs, mich darum gebeten hat, wie ich bereits im Vorposting ausgeführt habe.

    Hallo Frau Schweitzer,

    ungefragt - aber dafür kostenlos - zwei Ratschläge an Sie:

    1. Machen Sie sich und anderen (insbesondere Laien hibsichtlich des Presserechts) schreiben Sie doch einfach unter jedem Online-Artikel Ihre E-Mail-Adresse und einen kurzen Hinweis, wie und unter welchen Voraussetzungen (z. B. nicht-kommerziell, mit vorheriger Kontaktaufnahme) Ihr Artikel weiterverwendet werden darf). Das spart Anwaltskosten und ggf. Ärger wie diesen hier.

    2. Ich kenne mich zwar nicht mit der Vergütung von Journalisten aus, mit Blick auf den derzeitigen Stand des Pageview-Zählers, sollten Sie aber noch einmal bedenken, ob Sie sich Ihre Online-Artikel nicht doch (zusätzlich) nach Page Impressions vergüten lassen sollten. Dann wären Sie gegenüber wohlwollender Werbung in Form von Zitaten auch nachsichtiger.

    Marcel

    ich unterstütze die fraktion die das ganze hier für einen kindergarten hält. wie kann man sich mit soch einem schwachsinn beschäftigen und selig sterben? haupsache direkt mit abmahnungen, anwälten, und finanziellen messern aufeinander losgehen. und das man kritische äusserungen vorher beim zensor anmelden muss ist vollkommen lächerlich. unsachliche oder sachlich falsche kritik, die tatsächlich öffentliches ohr erreicht sollte idr. innerhalb des normalen sozialen rahmens abgehandelt werden, öffentlichkeit und fakten, anstatt leute mundtot zu klangen oder zu bezahlen,… das wirkt dann insgesamt nicht sehr glaubwürdig… blah zeitveschwendung

    Sehr geehrte Frau Schweitzer,

    Ihre Schreibe und Ihren Humor in allen Ehren.
    Aber Ihr Vorgehen zeugt von einer gewissen Geschmacklosigkeit. Der Fall um den es hier konkret geht hätte innerhalb kürzester Zeit und ohne Rechtsbeistand erledigt werden können. Zum Wohle aller Beteiligten und ohne den Betreiber des Blogs nom nom nom mit einer Abmahnung zu verschrecken.

    Wieso führt der Dienstleister, welcher für Sie das Internet nach unerlaubten Kopien Ihrer Texte durchsucht nicht gleich solche Routinechecks durch? Dann wäre auch die “Treffermenge”, welche ja auch analysiert werden musste vermutlich deutlich geringer ausgefallen.

    § 6 LPrG(Gesetz) - Landesrecht Nordrhein-Westfalen
    Sorgfaltspflicht der Presse

    Die Presse hat alle Nachrichten vor ihrer Verbreitung mit der nach den Umständen gebotenen Sorgfalt auf Inhalt, Herkunft und Wahrheit zu prüfen. Die Verpflichtung, Druckwerke von strafbarem Inhalt freizuhalten (§ 21 Abs. 2), bleibt unberührt.

    Das ist der vollständige Paragraph zur Sorgfaltspflicht.
    Ein Bundesrecht dazu gibt es nicht, die anderen Landesrechte sind Inhaltlich identisch.

    Die Frau verdient ihr Geld mit dem geschrieben Wort? In den paar Zeilen schon so viele Fehler.. Respekt!
    Ganz nebenbei : Klingt da ein Tenor raus der von Eintrag zu Eintrag angepisster klingt? Ich finde die deutschamerikanische Schweitzer tut gut daran sich weiter gegen solche wirtschaftlichen Attacken zu wehren und so souverän lesenswerte Blogeinträge zu generieren!
    Hut up!

    Man, spult doch bitte noch mal alle auf Anfang:

    Es ging um größeren Kopiermissbrauch. In diesem Zusammenhang ging auch eine Pauschalmail an Philipp. Das hätte nicht sein müssen. O.k. Und das ist ja nun auch allen Seiten bekannt. Frau TAZ hat das schon eingesehen und Herr BLOG auch irgendwie, gebt Euch die Hand und macht bitte diesen thread zu.

    Belesene Menschen werden ja sicher mit der Bibel vertraut sein.

    Dort steht was von den Pharisäern und Schriftgelehrten - einer religiösen Gruppe, die Religion “gelernt” ja “studiert” hatte. Ihnen sprach die Gesellschaft Kompetenz in der religiösen Unterweisung zu, auf Sie schaute man auf. Sie waren gewürdigte, anerkannte Leute, Lehrer, Mentoren, Meinungsmacher. Dann kam dieser Jesus, ohne Referenz, ohne Zertifikat, ohne Studium, und lehrte noch großartiger als die Schriftgelehrten. Denn seine Predigten fanden bei Weitem mehr Zulauf, mehr Aufsehen und mehr Erstaunen.

    Das kränkte die Pharisäer und Schriftgelehrten in ihrem Stolz unheimlich. Sie hassten und verachteten Jesus, der sie für ihren Stolz auch noch zu rügen wusste. Denn Gott, so vermittelte er, würde alles Hohe und Erhabene verachten und an einem Tag so niedrig machen, dass es sich unwahrscheinlich schämen müsste. Im Himmel würde es keine stolze Seele, keine “Eigentümer” und “Herrscher” geben, sondern nur demütige Kinder, die um die Quelle ihrer Gaben in Dankbarkeit wüssten.

    Das machte die Pharisäer und Schriftgelehrten nur noch wütender, weil sie insgeheim um ihren Stolz wussten, und sich von Jesus somit aus dem himmlichen Reich gepredigt sahen. Der Kern ihres Zornes lag aber eigentlich in der Erkenntnis: Jesus hat ja irgendwie Recht. Und weil sie sich von daher nicht mehr in der Lage sahen, diesen Wanderprediger mit Argumenten, mit Worten, mit Geist zu bekämpfen, dachten sie daran, ihn biologisch mundtot zu machen.

    Sie kreuzigten ihn. Und alles schien wieder paletti. Doch der Überlieferung nach stand Jesus von den Toten auf, und seine Bewegung wurde durch dieses Ereignis nur noch mehr befeuert. Fakt ist: Sie verbreitete seine Botschaft in der ganzen Welt. Heute ist das Christentum eine der drei großen Weltreligionen - erwachsen aus einem “Ungebildeten”.

    Das nur mal so.

    Ich werde verstehen können, wenn dieser Kommentar als stranges “Off Topic” gemarkt wird und von daher gar nicht zu einer Veröffentlichung gelangt. Das ist völlig okay. Ich weiß selbst nicht, was mich da geritten hat.

    Schmetterling - Faust
    Wort-Tsunami
    Chaostheorie? - X
    Am Anfang war das Wort! Es gibt Ihn doch!
    Danke Ihr Blogger!

    Blogger sind Journalisten? Das hätte ich gerne rechtlich verankert irgendwo gesehen. Das würde nämlich auch so erhöhte Anforderungen bei Hausdurchsuchungen, Abhören usw. bedeuten, und vor allem Ansprüche beim kommenden Leistungsschutzrecht…

    Und ansonsten wäre eine Definition von “Journalisten” auch ganz nett, vielleicht fällt mein Kommentar da auch drunter. Oder die zahlreichen Beiträge im Heise-Forum oder sonst wo.

    Hallo Frau Schweitzer,
    ich hab vor Jony Eisenberg großen Respekt, schließlich gibt es nicht viele gleichermaßen kampfbereite und kompetente Anwälte.
    Um das Thema “Schutzschrift” mal allen zu verdeutlichen hier ein Link:
    http://www.law-blog.de/148/vorsicht-statt-nachsicht-die-schutzschrift/
    Spätestens, wenn sie ihren Artikel auch im Internet veröffelntlichen, gilt zunächst der fliegende Gerichtsstand. Also muss die Schutzschrift an allen 123 Landgerichten hinterlegt werden. Sie muss auch den möglichen Antragsteller der Einstweilige Anordnung nennen, damit sie bei Gericht überhaupt realistisch dem Antrag zuzuordnen ist. Im Zeitalter der Holdings können Sie da schonmal ins Klo greifen, weil Sie u.U. gar nicht wissen, wer denn (alles) die Einstweilige beantragen kann. Ok, das ist in den meisten Fällen auch eine Frage der Recherchequalität.
    Dann aber der schwierigste Punkt:
    “Die Schrift enthält die Darstellung der Sach- und Rechtslage aus der Sicht des Adressaten einer möglichen Verfügung. Dieser antwortet bereits vorab auf das von der Gegenseite zu erwartende Vorbringen.”
    Nun, neben der Sachrecherche haben Sie also die Aufgabe, vorherzusehen, mit welchen - teilweise abstrusen und aus der Luft gegriffenen - Argumenten Ihre Aussagen angegriffen werden. Wohlgemerkt: Die Einstweilige Anordnung wird im Presserecht immer dringlich gemacht (und Sie daher nicht mehr gefragt), und ihre Begründung muss vom Gericht nur nachvollziehbar sein. Ob sie auch wahrheitsgemäß ist spielt im Moment des Erlasses keine Rolle.
    Aber der Antragsteller hat dann schon gewonnen: Er hat nämlich Ihren aktuellen Artikel getötet und kann jetzt die eigene PR-Maschinerie anwerfen und das Gras blau malen, bis in der Hauptsache eine rechtskräftige Entscheidung getroffen wurde.
    Das mag lustig sein, wenn man über den satirischen Bericht von der Penisverlängerung eines Chefredakteurs streitet und jeden juristischen Atemzug der Gegenseite zu einer Pressemeldung nutzen kann, bei der man das Thema selbst wieder erwähnt.
    Wenn aber der Redaktion einer kleinen Lokalzeitung durch einen Whistleblower von einem verschwiegenen Leck in einer CO-Leitung eines internationalen Chemiekonzerns erzählt wird, dann überschreiten die “Kampfvorbereitungen” sicherlich ganz massiv die Möglichkeiten der Zeitung. Nicht jede Zeitung hat einen Jony Eisenberg, der sie auch noch mit gegründet hat.
    In England ist man etwas weiter; man kann auch die Einstweilige an sich der Geheimhaltung unterwerfen, um den Streisand-Effekt zu unterbinden. http://www.freitag.de/kultur/0942-es-bedurfte-nur-eines-tweets-alan-rusbridger/
    Eine Anfrage bei der Pressestelle eines Konzerns ist in der Realität eine Steilvorlage und sorgt nur dafür, dass der fragliche Artikel nicht erst nach einem halben Tag (wenn alle anderen Medien ihn schon gelesen haben und das Thema kennen), sondern schon vor dem Erscheinen tot ist.
    Übrigens hab ich Jony Eisenberg, obwohl ich in diesem Kommentar über ihn geschrieben habe, nicht gefragt, ob er taz-Mitgründer und Rechtsanwalt ist. Ich glaube einfach der Berichterstattung in der taz darüber.

    Gruß,
    Volker König.

    ——

    Nehmen Sie es bitte mir nicht übel, aber ich glaube, wenn es drauf ankommt, engagiere ich doch lieber den Johnny als Rechtsbeistand.

    Ich hatte meine vorigen Beitrag in Pseudo-HTML Tags mit dem Namen “Satire” umrahmt. Diese sind von einer schwachsinnigen Filter-Engine gelöscht worden … probieren wir es mal mit Entities?

    <satire>

    ?

    Da ist der Zorn gestern/ letzte Nacht mit mir durchgegangen, eine schlechte Voraussetzung für einen guten Kommentar; ich bitte um Entschuldigung für die heftige Zynismus-Keule, die ich da ausgepackt habe und würde die groben Adjektive gern zurücknehmen.
    Ich stehe aber dazu, dass Ihr Ton in diesem Blog in meinen Augen arrogant und durchaus aufreizend daherkommt. Sie wollen sich so recht auf kein Argument einlassen, sondern parieren lieber lakonisch, siehe “Und ich wusste auch gar nicht, dass es bei McD Kellner gibt. In Amerika ist das Selfservice.”
    Meine Frage nun: wenn Sie Argumente von vornherein nicht gelten lassen wollen (diesen Eindruck habe ich), wozu dann die Kommentarfunktion? Was wollen Sie hier erfahren? Oder wollen Sie sich lediglich bestätigt sehen?

    Das Internet verleitet zu Schnellschüssen. Spreeblick wird ja gemeinhin als ein Leitmedium der Blogosphäre angesehen. Zumindest habe ich das bisher. In dieser Sache lagen sie leider völlig daneben.

    Bevor die Kommentarschlacht hier und auf Spreeblick hochging (mit der entsprechenden Flut an Trittbrett-Berichterstattung in der Blogosphäre, war via Google das Facebook und das LinkedIn-Profil von Frau Eva Schweitzer unter den Top 5 Treffern zu finden.

    Mir leuchtet daher nicht ein, weshalb Blogger, die auf die ständig auf den Medienwandel und die neuen Formen von Vernetzung hinweisen, nicht in der Lage waren, Frau Schweitzer zu kontaktieren.

    Frau Schweitzers Anglophilie und das NY name dropping mag nerven und sie nicht sympatisch aussehen lassen, in der Sache hat sie leider Recht.

    Wenn man aus dieser hochgeputschten Angelegenheit etwas Positives ziehen sollte, dann ist es wohl, dass man sich zukünftig lieber mit anderen Dingen beschäftigt und andere Quellen konsultiert.

    (Sehr zu empfehlen in diesem Zusammenhang auch der bereits oben erwähnte Beitrag an der Blogbar: http://blogbar.de/archiv/2009/11/01/auf-verlorenem-posten)

    Ich bin über all das nicht amüsiert. Frau Schweitzer, die Abmahnung an sich ist fehl am Platz. Die zuständige Kanzlei hätte durchaus zwischen kommerzieller und nicht kommerzieller Verwertung Ihrer Texte unterscheiden und die Vorgehensweise dementsprechend anpassen können. Für gutes Geld kann man auch gute Arbeit erwarten. Für die Formulierung des Auftrages sind Sie zuständig!
    Im Übrigem sind Ihre hier erfolgten Ausführungen durchaus zynisch, pauschalisierend und schlecht für die Kommunikation zwischen den Betroffenen. Ganz abgesehen davon, dass nicht alle im Pyjama schreibende Blogger ungewaschen und nachts nur mit Kommentaren zu diesem Topic beschäftigen ( ich habe tatsächlich ungewaschen und im Pyjama unschuldig geschlafen, aber gut, bin ja auch kein Blogger).
    Das alles ist nicht schön.
    Blogger Philipp hingegen hat gegen das Urheberrecht verstossen. Was nicht so dramatisch wäre, er wusste es in dem Fall ja nicht besser.
    Allerdings hat er sich des Ausheulens bei Johnny schuldig gemacht. Und der wiederum hat sich bei der gsamten (deutchsprachigen?) Blogosphäre ausgeheult, Beiden ist der Mangel an Cochones gemein, einen Anwalt anzurufen und den eigenen Standpunk darzulegen.Für den danach erfolgten Missbrauch der BlogoSolidarität, der nur gegen Mitglieder des Imperiums zulässig ist, zeichnet jedoch hauptsächlich Johnny verantwortlich, Philipp eher für die “Kopf-in-den-Sand”-Vorgehensweise.
    Hiermit verurteile ich Frau Schweitzer zu 3 Tagen Demut, eine angemessene Spende an darbende einkommenslose Blogger und den Kauf eines handelsüblichen Notebooks. Die durch Abmahnungen (und Einsparungen durch Verzicht auf Apfelprodukte!) erzielten Gewinne sind zu 25% in Open-source-Projekte zu investieren, damit jegliche benötigte Software auch einwandfrei portiert bzw. verfügbar gemacht werden kann.
    Philipp wird verpflichtet, an einem Kurs in Rechteverwertung und Kommunikation teilzunehmen. Johnny auch, allerdings muss er zuvor ebenfalls 3 Tage in Demut verbringen. Zudem hat er bei einem angesehenen Dozent (O. Kahn etwa) ein Bachelor abzusolvieren, Abschluss in Modulen “Eier - warum sie so nützlich sind (auch für Frauen!)” und ” wie kleine Mücken auch klein bleiben”.
    Ich habe gesprochen.

    ——

    Ich soll mit einer Dose arbeiten? Sind Sie völlig verrückt geworden? Was kommt als nächstes, fliegen mit LOT?

    Schon alles sehr interessant.

    Anbetracht der Tatsache das bei einer Google Suche auf den ersten
    Seiten nur Eigenwerbung aufkommt denke ich das Ihre Selbstdarstellung
    als journalistisches Schwergewicht eher unangemessen ist.

    Frau Schweitzer, ist Ihnen der Streisand Effekt bekannt?
    > en.wikipedia.org/wiki/Streisand_effect

    Das “Netz” scheint sich gegen unsägliche juristische Eingriffe
    gerade zu immunisieren.

    G!
    und Erfolg im Berufsleben.

    Uwe

    Hallo Frau Schweizer,
    ich kann Sie gut verstehen. Der Mob, der Säue durchs Dorf treiben will, ist längst nicht ausgestorben. Hauen Sie ordentlich drauf.

    Grüße
    K. D.

    Kommentare und Updload-Magazin Artikel habe ich quer gelesen.

    Wenn ich es richtig verstehe ist da zu differenzieren zwischen Meinung und Fakten - wer also eine kritische Meinung über Sie ausdrückt muss Sie keineswegs vorher fragen, ob er oder sie das tun darf (würde die Meinungsfreiheit ja auch empfindlich einschränken).

    Diese Differenz kommt in der Belehrung “Wenn Sie über jemanden etwas schreiben, insbesondere, wenn es etwas Kritisches ist, müssen Sie sich mit der Person vorher in Verbindung setzen.” nicht merklich zum Ausdruck.

    Wie wäre sonst das journalistische Genre des Kommentars zu vertreten?

    Ein Tipp: Sie könnten bis auf weiteres nur über eine Whitelist freigegebene Emailadressen in Ihre Emailbox hineinlassen.

    Ceterum Censeo (dies ist eine allgemeine Äußerung und allenfalls durch diesen Fall inspiriert, nicht aber auf Sie im Besonderen bezogen):

    Es braucht ein Presserecht, das die Besonderheiten des Bloggens berücksichtigt, insbesondere, wo dies dem Austausch und der Verständigung mit anderen in einer ähnlichen Position dient. Wer von einem Journalisten wg. Copryright-Verletzung (trotz des Beachtens der Regeln des Zitierens) verklagt wird, muss dass Recht haben, darüber zu bloggen. Andere, die sich in einer strukturell ähnlichen Position befinden ebenso.

    Es bedarf einer Stärkung der Individuen gegenüber den Ansprüchen der traditionellen Medien, diktieren zu dürfen, nach welchen Regeln diese sich äußern dürfen, sowie einen Schutz vor denjenigen, die aufgrund ihres Budgets in einem Rechtskampf von vorneherin in einer besseren Position sind.

    Dennoch auch eine persönliche Frage, die ich Ihnen vorher stellen möchte:

    Was würden Sie davon halten für den Wolfgang Lorenz Gedenkpreis für internetfreie Minuten nominiert zu werden?

    http://www.monochrom.at/wolfgang-lorenz-gedenkpreis/

    Er ist Personen gewidmet, die mit den veränderten Kommunikationsstrukturen im Zeitalter des Webs nicht zurecht kommen und insbesondere von einer aus anderen Zusammenhängen geerbten Machtposition aus versuchen, dagegen zu agi(ti)eren.

    Denken Sie, diese Beschreibung passt zu dem, was hier bislang passiert ist?

    ——

    Wolfgang Lorenz? Ist das nicht der mit den Graugänsen?

    @Torsten

    Tolles Posting!
    Da ich (auch als Nichtchrist) nur eines zu sagen:

    Amen!

    Arbeiten Sie als Undercover-Journalistin für die Titanic? Anders kann ich mir das alles nicht erklären… Realsatire pur.

    Ich wäre der TAZ doch sehr verbunden, wenn satirische Beiträge zu diesem Vorgang mit eben solchem Humor betrachtet würden, wie er von den Empfängern der Abmahnungen verlangt wird.

    Insofern bitte ich Sie, dass Impressum sowie Kontaktdaten (VisdP) im Sinne des Gesetzes einfach zugänglich zu machen um sich hier nicht vollständig der Lächerlichkeit Preis zu geben.

    Danke

    Den Duden, in dem Sie E-Mail tatsächlich finden, gibt es sicherlich auch für Ihr Macbook. Ich bin mir sicher, dass Sie für 1200 Euro ihr Macbook irgendwo in Berlin reparieren lassen können. Vielleicht können Sie ja auch die vermehrt auftretende Häufung von positiven Bemerkungen von Appleprodukten vermarkten. Kleiner Tipp von mir, da Sie ja sehen müssen, dass die Rendite pro Absatz bei doppelter Haushaltsführung stimmt.

    Dafür gibt es nur einen schönen amerikanischen Ausdruck.

    K I N D E R G A R T E N

    Absolut lächerlich!

    “eine Horde wutschnaubender Möchtegernpiraten nachgeben kann, die ihre Nächte im Schlafanzug vom dem Computer verbringen”

    Haben Sie das auch im Rahmen Ihrer journalistischen Sorgfaltspflicht recherchiert?

    Oje, diese ganzen Popkultur-Referenzen, Frau Schweizer. Sie sind aber auf Zack.

    Nun ja, langweilig ist das hier nicht, und ich mache auch noch mit, treibe den Page View nach oben, und so weiter. Hin und her gerissen zwischen “Nicht reagieren, der guten Frau Schweizer nicht noch mehr Aufmerksamkeit gönnen” und “Die muss doch mal verstehen, wie super uncool sie ist”, hab ich mich dann doch für das Zweite entschieden.

    Denn: Anwälte, Pressekodexe, Rechte, Pflichten, bla und blub haben hiermit doch nun wirklich nichts zu tun. Hier geht es um die klassische cool/uncool Debatte. Warum sonst werden Sätze wie der mit MIllenium Falcon geschrieben. Frau Schweizer will cool sein; mindestens in ihrem Umfeld. Das ist ein Wunsch den jeder verstehen kann. Manchmal klappt das manchmal nicht. Vielleicht schreibt Frau Schweizer auch für manche Menschen frech und toll und cool und, und , und…

    Aber mal ehrlich, unter uns, ohne die anderen, diese Abmahnung war schon arg uncool, oder? Das passt nicht zu dem Image, was Sie sonst vermitteln möchten. Ist aber auch doof, kann man halt nicht mehr zurücknehmen. Also weitermachen und ab durch die Mitte damit. Wenn das Ego im Weg steht, wird man niemals cool.

    Tschö

    Ach und ergänzend möchte ich noch sagen, ähnlich wie Karina Umbach (FAZ) vermisse auch ich bei Frau Schweitzer “jegliches Gespür für die Komplexität der Materie.” Ja ja, ging um was anderes, ist aber so ein schönes Zitat in diesem Zusammenhang.

    Nun los jetzt, rüber zu Amazon und ihre Bücher gekauft. Das Leben in Neu York ist teuer, allein die Mieten, und Häuser besetzen geht da nicht so ohne weiteres.
    Hier der Link: http://www.amazon.de/Manhattan-Moments-Geschichten-aus-York/dp/3426782162/ref=cm_cr_pr_product_top

    Bis hierhin braucht es fast ne dreiviertel Stunde ausdauernden Lesens.
    Hat Spaß gemacht. Allen Beteiligten ein herzliches Dankeschön und Weiterso!

    Deutschland braucht wieder gute Filme - keine Machtkämpfe zwischen Papier und Pixel.

    Kennt noch jemand ‘die unendliche Geschichte’?

    @Palich: danke für das Lob! Irgendwie beruhigend zu hören, da ich im nachhinein eher die Befürchtung hatte, mein Kommentar könnte von den meisten ziemlich strange und deplatziert empfunden werden. Hat mich von daher etwas Mut gekostet. Also danke nochmal für dein Feedback.

    “Wenn Sie über jemanden etwas schreiben, insbesondere, wenn es etwas Kritisches ist, müssen Sie sich mit der Person vorher in Verbindung setzen.”

    Entschuldigen sie, aber gerade von einer Journalistin habe ich mehr erwartet. Aber schauen wir erstmal ins Grundgesetz:

    “Artikel 5

    (1) Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt.
    (2) Diese Rechte finden ihre Schranken in den Vorschriften der allgemeinen Gesetze, den gesetzlichen Bestimmungen zum Schutze der Jugend und in dem Recht der persönlichen Ehre.
    [...]”

    Da der Beitrag von Johnny keinesfalls ehrverletzend oder sonstiges ist greift Absatz 2 nicht, aber Absatz 1, der ihm einräumt seine Meinung (eben auch über eine Person) völlig frei zu vertreten und zu veröffentlichen (mit der Einschränkung von Absatz 2 der wie gesagt nicht greift). Völlig frei. Also unabhängig davon, ob jetzt die jeweilige Person mit der Berichterstattung einverstanden ist oder nicht.

    Aber nehmen wir mal für einen ganz kurzen Moment an, dass man vor einem kritischem Bericht über eine Person deren Erlaubnis benötigen würde. Das wäre das Ende des kritischen Journalismus. Eben jenen Journalismus, der eigentlich essenziell für eine Demokratie ist (den aber, wenn man die letzte Bundestagswahl näher betrachtet, viele Journalisten mittlerweile verdrängt haben). Es ist immer wieder schön zu sehen, wie Journalisten ihre eigenen Rechte beschränken.

    —–

    Um es noch einmal zum allerletzten Mal für die Landbevölkerung zu erklären, Sie müssen natürlich niemanden um Erlaubnis fragen, bevor Sie über ihn schreiben. Sie sollten aber, wenn Sie über jemanden schreiben - und dabei meine ich keine Pressekonferenz, sondern eine Exklusivgeschichte - sich mit der Person vorher in Verbindung setzen und ihr Gelegenheit geben, ihre Seite darzustellen (während die Person übrigens nicht verpflichtet ist, eine Stellungnahme abzugeben, sie ist aber auch nicht in der rechtlichen Position, durch ein Veto die Geschichte zu stoppen, ebenfalls ein unter Laien recht häufiges Missverständnis). Das ist keine abseitige Idee, das ist der Kern- und Angelpunkt von investigativen Journalismus. Wenn Sie es nicht draufhaben, mit jemanden zu telefonieren und dann zu sagen, sorry, Sie haben mich nicht überzeugt, ist der Beruf für Sie ohnehin nicht das richtige..

    Wenn Sie nicht vorher anrufen, gehen Sie natürlich nicht ins Gefängnis, die Person kann Ihnen aber eine Gegendarstellung schicken und die ist a) für Sie kostenpflichtig und hat b) — aufgepasst, Hobbyjournalisten! — ganz und gar nichts damit zu tun, ob Sie etwas Richtiges oder etwas Falsches geschrieben haben, sondern nur, ob der Gegenstand ihrer Darstellung seine Position äußern durfte. Eine spätere gerichtliche Auseinandersetzung über den eigentlichen Inhalt des Artikels ist davon unberührt, da müssen Sie dann nur noch beweisen können, dass Sie keinen Unsinn geschrieben haben.

    Die erste Frage, die sich mir beim Lesen ihrer Antwort auf mein Kommentar gestellt hat: Woher wissen sie, dass ich vom Land komme? Vielen dank im übrigen für die Belehrung, bei uns wird immer nur über den örtlichen Kaninchenzüchterverband berichtet, ansonsten findet bei uns kein Journalismus statt.

    Aber nun mal im Ernst: Ich weiß, dass man keine Erlaubnis braucht, wenn man (kritisch) über jemanden berichtet bzw. seine Meinung über ihn kund tut, aber ihr Beitrag oben liest sich “leicht” anders. Aber ich weiß auch noch mehr: Eine Gegendarstellung ist nicht unbedingt mit Kosten verbunden, vor allem nicht für ein kostenfreies Blog (es sei denn, die Person, die die Gegendarstellung verlangt schaltet ihren Anwalt oder sonstwas dafür ein, dann bleibt diese Person aber auf diesen Kosten sitzen). Da Johnny auch nichts in seinem Blog geschrieben hat, für das er ein für ihn negatives Gerichtsurteil zu befürchten hätte läuft auch diese Belehrung ins Lehre.

    Daraus folgt insgesamt: Johnny hätte zwar vorher mit ihnen sprechen können, das er es aber nicht gemacht hat ist aus journalistischer (auch Journalisten sind nicht dazu verpflichtet oder sonst irgendetwas vor Berichterstattung in irgend einer Weise mit der betroffenen Person zu sprechen) und finanzieller Sicht kein Problem.

    ——

    Das ist nicht richtig. Sie können die Kosten für den Rechtsanwalt, der eine Gegendarstellung verfasst, auf die Publikation umlegen, vorausgesetzt, sie genügt den formalen Kriterien, aber davon sollte man bei einem Anwalt eigentlich ausgehen. Wenn Sie glauben, Johnny hätte nichts Gegendarstellungspflichtiges geschrieben, dann kann ich ja mal aus Spaß einen Anwalt mit der Prüfung beauftragen.

    Mich erstaunt, dass niemand über den Inhalt der Textkopie spricht, die zu der Abmahnung geführt hat. Sollte sich die betroffene Jounalistin nicht darüber freuen, dass ihren Text überhaupt jemand gelesen und auszugsweise kopiert hat, statt hier den Eindruck zu erwecken, dass sie mittels Abmahnanwalt subtile Allmachtsphantasien pflegt?

    ——

    Der Text ist in einer Publikation mit etwa 60 Millionen pageviews im Monat erschienen, und zehn Millionen unique visitors. Ich weiß jetzt nicht, warum ich mich darüber freuen soll, dass jemand den Text, überdies noch ohne meinen Namen, auf seine Seite gestellt hat.

    Hallo, Frau Schweitzer

    Sie schrieben:
    Wenn Sie nicht vorher anrufen, gehen Sie natürlich nicht ins Gefängnis, die Person kann Ihnen aber eine Gegendarstellung schicken und die ist a) für Sie kostenpflichtig

    Das ist so weit ich weiß, nicht richtig. Sie muss bestimmte Kriterien erfüllen und so ein RA eingeschaltet wurde, kann unter Umständen (nicht immer) eine Erstattung der Kosten des RA notwendig sein, aber dass eine GD generell kostenpflichtig ist, wäre mir neu.
    Wären Sie so nett, dies kurz zu belegen?
    (Ich bin nicht zu faul für eine Suchmaschine, aber ich fand diesbezüglich nichts)

    Dankeschoen im Voraus

    —–

    Das ist schon richtig, nicht die Gegendarstellung selbst ist kostenpflichtig, sondern der Rechtsanwalt, der sie verfasst. Diese Kosten können auf die Zeitung umgelegt werden, die die Gegendarstellung abdrucken muss, und das ist nicht billig. Mir hat ein Kollege neulich erzählt, dass seine Zeitung für so etwas 900 Euro zahlen musste.

    Eine Gegendarstellung muss nur dann abgedruckt (und die Kosten für den Rechtsanwalt bezahlt werden), wenn sie bestimmten, engen, formalen Kriterien genügt, das ist ebenfalls richtig. Deswegen beauftragen ja die meisten Gegendarsteller dafür einen Anwalt, weil Anwälte nämlich wissen, wie man so etwas korrekt verfasst, jedenfalls wenn es gute Anwälte sind.

    Sie müssen auch nicht automatisch bezahlen, Sie können gegen eine Gegendarstellung auch rechtlich vorgehen und Einspruch erheben. Wenn das Ganze dann aber vor Gericht landet, und Sie unterliegen, kann es unter Umständen noch viel teurer werden.

    Der Grundgedanke hinter dem Gegendarstellungsrecht ist, es einfachen Leuten ohne Geld zu ermöglichen, gegenüber einer Zeitung ihre Sicht der Dinge durchzusetzen, ohne gleich einen Prozess zu führen. Natürlich profitieren davon auch Konzerne, die gegen kleine linke Blätter vorgehen, aber solche Leute würden sich auch ohne Gegendarstellungsrecht, auf dem ganz normalen Prozessweg durchsetzen.

    Sie fangen an, sich zu rechtfertigen. Aber erst seit 4 Kommentaren. Lassen Sie das doch, vorher war es richtig lustig hier!
    Übrigens gibt es insgesamt nur wenige Kommentatoren, die die Lage richtig erkannt haben, denn dies hier ist ein Titanic-Blog-Satire-Projekt, eine völlig neuartige Kunstform und gleichzeitig ein streng geheimes Regierungsprojekt welches zukünftig plant, intelligenten Schlafanzug-Dauer-Trägern sinnvolle Lebenszeit zu klauen, die sie sonst womöglich in demokratische Aktivitäten, ein Ehrenamt oder Regierungskritik gesteckt hätten.
    Sorry für die Enttarnung, but thx 4 the laughs!

    Es ist erschreckend, dass sich eine Person rechtfertigen muss, weil sie über ihr geistiges Eigentum verfügen möchte.

    Würde es all den netten Kritikern passen, wenn ich mir mal kurz ihr Eigentum aneigne? Dass das ganze schließlich so teuer wird liegt leider in der Natur der Sache. Anwälte kosten, Rasterfahndungen nach unauthorisierten Textzitaten auch und schließlich ist nicht der im Unrecht, der sein Recht vertritt.

    Wieso sollte man Diekmann für seinen einseitigen “lettre-Sarazininterview-Ausleihvertrag” kritisieren, hier aber mit einem anderen Maß messen?

    also wenn das thema das wichtigste und grösste problem der welt ist, dann, ja dann…
    dann gehts uns allen eigentlich nicht schlecht :-)

    oh ja der “erwachsenenjournalismus” mit geld und so… i lov it!

    bravo fr. schweitzer, wie sie ihre rechte durchsetzen….

    Landbevölkerung?
    Hallo,
    Sie sind in Pfaffenhofen aufgewachsen.
    Da ist ganz in der nähe von Rennertshofen, dort wo ein pärchen ned so lang tsruck während d’a Mess bieslszeigzammsteckt hat.

    Weitermachen! Unsere WG ist süchtig nach diesen ganzen Schmarrn. Nicht aufhören.

Kommentar schreiben