Manhattan ist immer ganz anders, wenn man ein paar Monate weg war. Das Hotelhochhaus direkt vor meinem Fenster ist fertig, und dort wo früher Girls Girls Girls leuchteten, ist nun das mindestens zwölfte Sandwich-und-Salat-Restaurant, und die Touristen stehen dort Schlange. Das Hotelhochhaus hat auch einen Aufzug zur U-Bahn; wenig überraschend, funktioniert er nicht.
Unser alter Duane Reade, ein schmuddeliger, überteuerter Drogeriemarkt, hat sich in eine aufgeräumte, überteuerte Kosmetikgalerie verwandelt, voller Regalreihen mit verschiedenfarbigen Parfüms, aber es gibt keine Halloweenlutscher zum halben Preis mehr, übrigens auch sonst nichts praktisches. Die New York Times hat einen gift store aufgemacht und verkauft nun ihr Kreuzworträtsel auf Kaffeetassen, und auch das neue Bank-of-America-Gebäude hat eröffnet. Es sieht aus wie ein riesengroßer, in den Himmel gestreckter Mittelfinger.
Apropos New York Times, die bepredigt heute die Schweden, dass die ihre muslimischen Immigranten besser integrieren müssten. Nun hat Schweden ein paar zehntausend Irakkriegsflüchtlinge aufgenommen, die… weiter lesen