Archive for Januar, 2011

21.01.2011 von Eva Schweitzer
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Assange in Hollywood

von Eva Schweitzer

Das ging schnell: Julian Assange wird Filmstar. Josephson Entertainment, bekannt durch den Disney-Film Enchanted hat zusammen mit Michelle Krumm Prods die Rechte an Assange Biographie erworben, The Most Dangerous Man in the World, von Andrew Fowler (noch nicht erschienen); berichtet Variety.

Na, da hoffen wir mal, das der Titelheld nicht in Guantanamo sitzt, wenn der Film in die Kinos kommt. Noch nicht so ganz klar ist, wer Assange spielt; wie wäre es mit Charlie Cheen (just kidding)? Sean Penn ist zu alt und Hugh Jackman zu teuer. Beste Wahl wäre wahrscheinlich Orlando Bloom, der hat die Attitude und als Engländer kann er auch gut einen australischen Akzent nachmachen. Er müsste sich die Haare nur wieder blond zurechtmachen. Als Hillary Clinton schlage ich übrigens Diane Keaton vor.

Eva C. Schweitzer, Manhattan  Moments. Geschichten aus New York, erschienen bei Droemer-Knaur, Juni 2009, Taschenbuch, 9,95 €

20.01.2011 von Eva Schweitzer
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Sarrazin und Statistik

von Eva Schweitzer

Mehr so aus der Ferne verfolge ich die Sarrazin-Debatte, ich habe aber durchaus mitbekommen, dass dem Mann von verschiedenen Journalisten vorgeworfen wird, mit seinen Statistiken nicht so ganz korrekt umzugehen. Nun, Zahlen und Journalisten, zwei Welten stoßen aufeinander, ich will das gar nicht beurteilen, hier aber eine Statistik, die garantiert stimmt: Der Anteil der Journalisten in deutschen Redaktionen mit muslimischen Immigrationshintergrund.

Also, der Anteil von Journalisten in deutschen Redaktionen mit muslimischen Immigrationshintergrund liegt bei 0,5 Prozent. Diese 0,5 Prozent teilen sich in drei ungefähr gleich große Gruppen auf: 0,17 Prozent sind hochgebildete, etwas ältere Frauen aus dem Iran, die ein Kopftuch nicht erkennen würden, wenn es um eine Wassermelone gebunden vor ihnen läge, 0,12 Prozent sind junge, hübsche, ebenfalls kopftuchfreie Mädchen, die lustige Kolumnen schreiben, nicht gerade über ihren wirklichen Alltag, aber doch über etwas, das sich dafür ausgeben lässt, und 0,21 Prozent sind ebenfalls junge, wenngleich nicht ganz so… weiter lesen

06.01.2011 von Eva Schweitzer
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Christen und Redakteure

von Eva Schweitzer

Werden im Mittleren Osten Christen verfolgt und ermordet? Man sollte vermuten, angesichts der Nachrichten aus Ägypten und dem Irak dürfte das keine Frage sein, aber nein, die Presse rätselt noch darüber; nicht nur in Deutschland, übrigens, sondern auch in Amerika. Da allerdings aus anderen Gründen. Das sind immerhin die Journalisten, die den Irakkrieg größtenteils befürwortetet haben. Wenn die zugeben müssten, dass Christen unter Saddam sicherer waren als unter einer amerikanischen Marionette, das wäre zu peinlich. Die New York Times hatte heute immerhin einen Kommentar, wonach “tausende von Christen” geflohen seien, und dass die irakische Regierung mehr tun müsse. Hier ein Hinweis: Es sind zehntausende, und die USA, die nach wie vor die Besatzungsmacht im Irak ist, ist selber für die Sicherheit dort verantwortlich.

In Deutschland hingegen handelt es sich, glaube ich, eher um die gleichen Journalisten, die es nicht so schlimm finden, wenn Schläger in der S-Bahn Passanten verprügeln,… weiter lesen