30.09.2011 von Eva Schweitzer
Am Montag war ich an der Ninth Avenue und 40th Street, in diesen internationalen Laden, wo Säcke mit Gewürzen, Nüssen und Couscous auf dem Boden stehen, wie der Ägyptische Markt in Istanbul, nur dass die Betreiber Griechen sind (angeblich). Sie haben eine fette Katze, die nicht da war. Danach stand ich vor dem Cup Cake Caf’é, beschloss dann aber doch, ins Film Center Caféan der 45th zu gehen, die haben eine richtige Bar. Das Film Center Café war auch nicht da. Es war leergeräumt, und ein trockenes Schild erzählte mir, dass das mit dem Café nicht so recht funktioniert habe, in dieser schweren Zeit. Das Film Center Café gibt es seit 1933.
In der Ninth Avenue hat es viele Veränderungen gegeben seitdem, aber das fand ich ein bisschen over the top. “Rachel’s” an der 44th war auch weg. Und an der 43rd zwischen Eighth und Ninth hat sich schon wieder… weiter lesen
13.09.2011 von Eva Schweitzer
Am Sontag abend haben sich in einem alten Theater in Chinatown, New York City, die letzten Unentwegten des 9-11 Truth Movements gesammelt, ein paar hundert New Yorker, dazu die Aktivisten von Boiling Frogs, die per Skype zugeschaltet wurden. Die meisten sind Veteranen der Bewegung, die mit dem Abtritt von Bush ziemlich geschrumpft ist. Ich bin mittendrin, und, soweit ich das überblicke, eine der jüngsten.
Die Redner rattern durch die amerikanische Geschichte: Die Ausrottung der Indianer, die Sklaverei, der Zweite Weltkrieg, als die Briten im Rockefeller Center Spione postierten, Ronald Reagan und seine Unterstützung der Mujahedin. Ein Indianer namens Ghosthorse beschwert sich, dass die Mohawk, die das World Trade Center erbaut haben, nicht zur Zeremonie am Jahrestag eingeladen wurden, übrigens auch nicht die Feuerwehrleute, die bei der Rettung krank wurden. “Die Täter sind dort unter sich”; stellt Wayne Madsen fest, ein ehemaliger NSA-Mann, der heute als Journalist arbeitet. Das letzte Mal… weiter lesen