Archive for November, 2011

27.11.2011 von Eva Schweitzer
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Es gibt Menschen….

von Eva Schweitzer

Es gibt in Berlin einen Radiosender, der heißt Paradiso, und der gehört, glaube ich, der Evangelischen Kirche, oder ist mit ihr assoziiert, oder war es zumindest mal, oder wäre es beinahe gewesen oder so. Und dieses Radio spielt den lieben langen Tag Kuschelrock; Simon & Garfunkel, Phil Collins, Wind Beneath My Wings, My Heart Will Go On und so fort.

 

Für wen senden die eigentlich? Ich frage das, weil die das dauernd selber darüber nachdenken, die haben nämlich ein Eigenwerbesegment, das geht ungefähr so: “Es gibt Menschen, für die ein Roman kein Buch ist, sondern eine Reise. Und Tee kein Getränk, sondern eine Geisteshaltung. Und die Titanic nicht bloß ein abgesoffener Ozeandampfer, sondern eine Erinnerung an die blauen Augen von Leonardo di Caprio, ein Schaumbad eine Art Kuschelurlaub, ein Regentropfen die Träne einer Fee, und Katzen die liebsten Spielgefährten. Es sind Menschen, die lieber heiße Schokolade aus der Porzellantasse trinken… weiter lesen

18.11.2011 von Eva Schweitzer
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Battle of the Bitches, Part II

von Eva Schweitzer

Wiglaf Droste! Da wäre ich ja in hundert Jahren nicht draufgekommen. Irgendwie hatte ich den weder als linken Kapitalismuskritiker noch als Autoren abgespeichert. Ja, das kommt davon, dass  die deutsche literarische Szene komplett meiner Aufmerksamkeit entglitten ist. Das letzte Mal, als ich mich damit befasst habe, das war, als dieses knollennasige Mädchen von diesem Blogger — dessen Name mir ebenfalls gänzlich entfallen ist — eine Cover-Version von Feuchtgebiete abgekupfert hat. Und dann noch, als Günter Grass mal in New York mit Norman Mailer diskutiert hat, aber das ist auch schon ziemlich her.

 

Apropos Knollennase, also, erst einmal, hier ist der Beweis in der Jungen Welt (die Junge Welt ist, soweit ich mich entsinne, das ehemalige Zentralorgan der gleichen Organisation, bei der Angela Merkel mal Mitglied war). Wir zitieren Wiglaf:

Zuletzt sah ich ihn am Abend des 4. Januar 2011 im Zug von Amsterdam nach Berlin; Martenstein, ein

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17.11.2011 von Eva Schweitzer
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Nachdenken über Harald M.

von Eva Schweitzer

An Tagen, wo ich eine Menge zu tun habe, verbringe ich immer viel Zeit damit, sinnlos durchs Internet zu schweifen, und dies und das zu lesen; dabei stieß ich heute auf die aktuelle ZEIT-Glosse des verehrten Kollegen Harald Martenstein, in der sich dieser über einen linken, kapitalismuskritischen Autor beklagt, über den er einen kritischen Artikel geschrieben habe, vor zehn Jahren, seitdem sei der Kollege sturzbeleidigt. Und nicht nur der Kollege, auch dessen Verleger grüße ihn nun nicht mehr beim Brötchenholen (offenbar lebt der sturzbeleidigte Verleger im gleichen Bezirk wie der verehrte Kollege). Mehr noch, der sturzbeleidigte Autor habe ihn, einen Tag vor einer gemeinsamen Lesung, in einer Zeitung mit Gaddafi verglichen.

 

Seitdem finde ich keine Ruhe mehr: Wer ist denn dieser Kerl bloß? Links, kapitalismuskritisch und schnell beleidigt zu sein, na, das ist kein Seltenheitskriterium, aber irgendwie muss das doch rauszukriegen sein! Ich google “Martenstein” und “Gaddafi”,… weiter lesen

04.11.2011 von Eva Schweitzer
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Kleine Monster

von Eva Schweitzer

Wer hätte gedacht, dass der Wahlkampf so früh zu voller Form aufläuft? Die republikanischen Kandidaten bekriegen sich schlimmer als homosexuelle Divas, die sich um den besten Platz auf einem Gay-Pride-Float streiten. Herman Cain muss sich gegen Vorwürfe verteidigen, er habe Frauen sexuell belästigt (immerhin, Frauen, für einen Republikaner nicht selbstverständlich), die, sagt er, von Rick Perry kommen, der seinerseits Mitt Romney verdächtigt, während Michele Bachman Perry beschuldigt, Kinder zwangszuimpfen. Rick Santorum vergleicht Schwule mit Taschentüchern, und Sarah Palin geistert wie eine Untote herum. Wo ist eigentlich Newt Gingrich? Auf der Suche nach einer vierten Frau? Und Ron Paul? Sollte er nicht bei den Occupy-Wall-Street-Leuten stehen, und Interviews über die Federal Reserve geben?

Was mich persönlich angeht, gibt es nur einen Kandidaten, den ich mir wünsche, das ist Donald Trump, der leicht exzentrische Immobilienmillionär (oder ist er das noch?), dem Steven Spielberg in Gremlin II ein Denkmal gesetzt hat. Trump hat… weiter lesen