Bücher, Bücher, Bücher

Heute war der erste Tag der BEA, der Book Expo America, der größten amerikanischen Bücherschau, die alljährlich in, wo sonst, New York stattfindet. New York, die Stadt, wo Coca Cola verboten ist, aber Marijuana erlaubt. Die BEA ist nicht so groß wie die Messe in Frankfurt—tatsächlich hat die Frankfurter Buchmesse einen Stand auf der BEA—aber doch groß. So groß, dass man sie nach vier Tagen vollkommen erschöpft verlässt, aber nicht heute, heute war nämlich erst der Tag, wo aufgebaut wurde, man den Presseausweis abholt, und sich Vorträge von digitalen Experten anhört, was das nächste heiße Ding aus dem Silicon Valley ist, und wie Frauen es benutzen. Die BEA ist im großen und ganzen eine Veranstaltung für Frauen und Softies. Steven Colbert soll auch herumschwirren. Und Neil Young.

Bis jetzt habe ich eine Einladung für ein neues Buch über Starbucks, über den Penn State Skandal, und eine von der Witwe von Solschenizyn. Russland ist das Gastland, und alle machen hier machen sich Gedanken, wie sie Bücher nach Russland verkaufen können, ohne dass die sofort piratiert werden; aber wahrscheinlich geht das gar nicht. Heutzutage besteht die BEA daraus, dass Techguys, IT-Spezialisten und SEO-Fachleute gestressten Verlegern erklären, was EPub3 von html5 unterscheidet, und warum sie das wissen müssen, um zu überleben. Inhalte, not so much. Aber immer noch besser, von SEO-Freaks überrannt zu werden als von Anwälten. Morgen mehr.

Eva C. Schweitzer: Tea Party, Die Weiße Wut. Was Amerikas Neue Rechte so gefährlich macht. dtv; Januar 2012. 14,90 €

 

 

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