Grad lese ich im SPIEGEL, dass Tuvia Tenenbom sein neues Buch über Deutschland veröffentlicht hat, I Slept in Hitler’s Room. dass es mit der Publicity aber nicht so richtig klappt. Das ist erstaunlich, nicht nur hat das Buch alle verkaufsfördernden Elemente — Hitler! Nazis! Juden! KZs! Celebrities! Hitlernazis! Gasometer! Autobahn!—es hat zudem eine interessante Backstory, wie der Amerikaner sagt, ein fröhliches Hickhack zwischen Anwälten, Kulturbeauftragten und Verlagsrepräsentanten, wie übrigens eigentlich jede Tuvia-Produktion, wo ich gerade darüber nachdenke. Hier ist eine fast gar nicht übertriebene Geschichte über ein Tuvia-Theaterstück in New York, aus meinem Erzählband Manhattan Moments.
Das Triad Theater liegt an der Upper West Side, an der 72nd Street, östlich von einem dreieckigen Platz am Broadway, der Verdi Square heißt. In You´ve Got Mail finden Meg Ryan und Tom Hanks hier zu einander. An diesem Samstagabend aber hat ein weniger hochkarätig besetztes Theaterstück Premiere, nämlich Kaballah, von Tuvia Tenenbom.