05.02.2013 von Eva Schweitzer
Heute ist der letzte Tag, an dem sich New York von Ed Koch verabschiedet. Koch war 88 Jahre alt, schon lange nicht mehr Bürgermeister, aber immer noch bekannt wie ein bunter Hund. Gestern, zur Beerdigungsfeier im Tempel Emanu El an der Upper East Side, kamen Tausende; Bill Clinton hielt eine Rede, auch Michael Bloomberg und der Botschafter von Israel sprachen. Es war ein echtes Veteranentreffen; Henry Stern war da, Ray Kelly, Peter Vallone, Al D’Amato, Chuck Schumer, Andrew und Mario Cuomo, Eliot Spitzer, Rudy Giuliani und David Dinkins. Nur Donald Trump fehlte. Koch hätte es gefallen.
Heute trifft sich die Familie zur Shiva, der jüdischen Trauerfeier, in der Bürgermeistervilla Gracie Mansion, vor der Schaulustige stehen. Der Grabstein hat Koch schon gekauft, auf dem Trinity-Friedhof am Broadway und 155th Street. Und er hat die letzten Worte von Daniel Pearl auf den Stein setzen lassen, der, ein seltsamer Zufall, ebenfalls am 2. Februar… weiter lesen
01.02.2013 von Eva Schweitzer
Jedes Mal, wenn ich ein paar Wochen nicht an der Ninth Avenue war, hat sich etwas verändert, meist nicht zum Besseren. Diesmal kam ich an mit dem Bus von Newark, der aus dem Lincoln Tunnel auftauchte und die West 42nd Street entlangfuhr. Der Block an der Südseite der Ninth Avenue sah schon ein bisschen bedenklich aus; alle Fenster zugenagelt und auf der Straße die Minitrucks der Stadtverwaltung, die sonst kommen, um Bedbugs zu beseitigen, Bettwanzen.
Am nächsten Tag stellte ich fest; der Block war nicht mit Bedbugs verpestet, sondern mit Asbest, gleichviel; alles war dicht gemacht worden. Auch der Big Apple Supermarket, was recht schade ist, weil das der allerletzte preiswerte Supermarkt an der Ninth Avenue war. Der Einschlag hat den Block traumatisiert hinterlassen. Den Farmers Market daneben gibt es zwar noch, aber überall hängen dort nun trotzige Schilder: Wir bleiben! Wir gehen nirgendwo hin! Garantiert!
Wollen wir es mal… weiter lesen