Archive for the ‘medien’ Category

05.06.2012 von Eva Schweitzer
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Bücher, Bücher, Bücher

von Eva Schweitzer

Heute war der erste Tag der BEA, der Book Expo America, der größten amerikanischen Bücherschau, die alljährlich in, wo sonst, New York stattfindet. New York, die Stadt, wo Coca Cola verboten ist, aber Marijuana erlaubt. Die BEA ist nicht so groß wie die Messe in Frankfurt—tatsächlich hat die Frankfurter Buchmesse einen Stand auf der BEA—aber doch groß. So groß, dass man sie nach vier Tagen vollkommen erschöpft verlässt, aber nicht heute, heute war nämlich erst der Tag, wo aufgebaut wurde, man den Presseausweis abholt, und sich Vorträge von digitalen Experten anhört, was das nächste heiße Ding aus dem Silicon Valley ist, und wie Frauen es benutzen. Die BEA ist im großen und ganzen eine Veranstaltung für Frauen und Softies. Steven Colbert soll auch herumschwirren. Und Neil Young.

Bis jetzt habe ich eine Einladung für ein neues Buch über Starbucks, über den Penn State Skandal, und eine von der… weiter lesen

15.04.2010 von Eva Schweitzer
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Der nackte Blogger

von Eva Schweitzer

Amerikanische Logik ist unergründlich. Da erklärt uns Jeff Jarvis auf der Berliner Bloggerkonferenz Re:Publica, er versteht überhaupt nicht, dass die Deutschen kein Problem damit haben, nackt in der Sauna zu sitzen, aber ihr Privatleben wollen sie nicht im Internet ausbreiten. Häh? Was hat das eine mit dem anderen zu tun?

Schön, Amerikaner sind prüde, selbst gute Freunde brechen in hysterisches Kreischen aus, wenn sie einander in Unterhosen sehen, und Kinder dürfen ihre Eltern nicht nackt sehen. Hingegen wissen Amerikaner gar nicht, was Datenschutz ist, jeder Security Guard kann sich den Führerschein zeigen lassen — der in den USA als Perso-Ersatz dient —, wer mit dem Gesetz in Konflikt kommt, steht mit vollem Namen und Foto in der Zeitung, auch als 16-Jährige, und US-Großstädte sind flächendeckend mit polizeilichen Überwachungskameras  überzogen. Und wenn der Amerikaner wählen geht, wissen die Wahlhelfer, bei welcher Partei er registriert ist.

Was aber das entspannte… weiter lesen

17.03.2010 von Eva Schweitzer
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Geister und große Fische

von Eva Schweitzer

Eigentlich dachte ich, die Roadkill-Debatte sei endlich ausgestanden, aber nein, anlässlich der Leipziger Buchmesse ist die wieder aufgeflackert. Offenbar ist sich die Fachwelt nicht einig, was ein Plagiat ist und was eine Neuschöpfung durch Zitierung bekannter Vorbilder. Heute lese ich in der WELT (okay, seien wir ehrlich, im Perlentaucher), dass es legitim ist, ohne Quelle zu zitieren, wenn daraus ein eigenes Werk erwächst. Beispielsweise habe Christa Wolf in “Kindheitsmuster” das bekannte Zitat von William Faulkner übernommen, The past is not dead. In fact, it’s not even past.

Ähnlich ging es mir einmal, ich hatte ebendasgleiche Zitat in eines meiner Bücher eingearbeitet, daraufhin warf mir ein Kritiker vor — ich glaube, es war Helmut Höge — nicht etwa, ich habe das abgeschrieben, sondern es sei kitschig. Wenn ich Faulkner mal treffe, werde ich ihm das erzählen. Ich war mal in einer von Geistern heimgesuchten Bar in New Orleans, wo… weiter lesen

14.11.2009 von Eva Schweitzer
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Die Twitterer, der Erpresser und der Imam

von Eva Schweitzer

Vor ein paar Tagen hat Sree Sreenivasan, Professor an der Columbia J-School, zu einem Abend zur Zukunft des Journalismus eingeladen, es kam eine beachtliche Menge an Studenten, dazu Experten auf dem Podium, darunter Jennifer Preston, die New York Times-Redakteurin für Social Networks, und Experten im Publikum. Der Abend war eine Orgie der neuen Technik, er wurde zeitgleich, oder, um genau zu sein, mit 30 Sekunden Verzögerung übertragen auf Twitter, über eine digitale Columbia-Kamera, und überall sonst, wo sich social networker tummeln. Alles in allem war es ein freundlicher Austausch, Irritationen zwischen Alt- und Neu-Medien gab es nur kurz, als Julia Angwin von Wall Street Journal auf dem Podium gefragt wurde, ob es sinnvoll sei, die Zwischenschritte von Recherchen zeitgleich online zu posten. Wohl nicht.

Zu den Gästen zählten David Cohn von Spot.US, der in Wirklichkeit noch viel jünger aussieht als auf Skype, außerdem der frühere Chef… weiter lesen

03.06.2009 von Eva Schweitzer
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Manhattan Moments

von Eva Schweitzer

Welcome back! Viel ist passiert, seit ich mein letztes Blog geschrieben habe; Obama wurde zum Präsidenten gewählt, die Berliner Zeitung verkauft, die Hälfte der ZEIT ist nach Berlin gezogen, leider weiß ich nicht, welche Hälfte, mein Wohni in Berlin hat angefangen, seine Habilitation zu schreiben und seine japanische Freundin kümmert sich nun um meine Pflanzen, was deren Todesrate halbiert hat, Ikea hat eine Filiale in Brooklyn aufgemacht und in Heathrow wurde das Terminal 5 eröffnet. Leider landen die Flüge, auf die ich gebucht werde, am Terminal 3, so dass ich immer noch in aller Herrgutsfrüh mit dem Bus über den Vorhof der Hölle gekarrt werden. Natürlich könnte ich direkt mit Continental fliegen, aber ich will nicht, dass der deutsche Zoll mein McBook Pro konfisziert. Und ich habe ein neues Buch veröffentlich, bei Droemer-Knaur, es heißt Manhattan Moments und darin geht es um mein Leben in New… weiter lesen