Die deutschen Presseberichte zum Besuch von Obama in Kairo, Buchenwald und der Normandie lesen sich meistenteils wie Fernsehkritiken, wo dem Kritiker nicht recht klar ist, dass die bunten Figuren in der kleinen Kiste nicht real sind, sondern Schauspieler.
Obama ist, nur um das noch einmal klarzustellen, der Präsident der USA. Demzufolge sind seine Botschaften ausschließlich für das amerikanische Publikum bestimmt, und nicht etwa für die ausländische Staffage. Obama hat gerade ein paar Probleme: In Israel wurde ein Hardliner gewählt, was es nicht so einfach macht, weiter das unsinkbare Schlachtschiff der USA im Mittleren Osten vorbehaltlos zu unterstützen, die Amerikaner sind irakkriegmüde und schon gar nicht haben sie Lust, in den Iran einzumaschieren, und die bad publicity, soweit es Guantanamo betrifft, geht einfach nicht weg. Das nervt. Plus, es gibt eine radikale Rechte in Amerika, die darauf beharrt, dass Obama ein in Kenya geborener schwarzer Araber sei, dessen muslimischen Freunde ihn… weiter lesen