Posts Tagged ‘USA’

01.03.2012 von Eva Schweitzer
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Andrew Breitbart ist tot — Obama war’s

von Eva Schweitzer

Andrew Breitbart ist tot. Breitbart umstritten zu nennen, wäre die Untertreibung des Jahrhunderts; Breitbart war der Gründer eines rechten Medienimperiums vornehmlich im Internet, der gegen alles Linke giftete, von Obama bis Kennedy. Als Ted Kennedy starb, schrieb Breitbart, der Senator sei ein Schurke, ein “big ass Motherfucker”, ein verräterischer Bastard,  ein fieser Kerl und ein Haufen menschlicher Scheiße gewesen.

 

Breitbart hat die Schwanzfotos des demokratischen Abgeordneten Anthony Wiener in die Öffentlichkeit gebracht (und den um seinen Sitz); eine Mitarbeiterin von Obama wurde wegens eines absichtlich falsch geschnittenen Videos, das Breitbart in die Welt setzte, gefeuert, er hat für Matt Drudge gearbeitet, war mit Rush Limbaugh befreundet. und kannte Monica Lewinsky.

 

Also, Big Deal! Die etwas linkere Bloggerszene ist nicht wirklich unglücklich, die Frage ist allerdings: Woran starb der Mann überhaupt? Er war erst 43 und fiel auf dem Heimweg tot um… weiter lesen

06.02.2012 von Eva Schweitzer
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Berlin Tea Time

von Eva Schweitzer

Irgendwie hat es was skurriles, in Berlin zu sitzen, und zu gucken, wie fünf Experten im Fernsehen sechs Meinungen über die amerikanische Wahl haben. Gerade lief Fareed Zakarias GPS, mit, unter anderem, David Remnick,  David Brooks, und Peggy Noonan. Noonan war die Redenschreiberin von Ronald Reagan, zuletzt sah ich sie in der Historical Society in New York (life), und davor in der TV-Serie Murphy Brown, wo sie sich selber spielte. Was ein Zufall, auch Newt Gingrich spielte sich in Murphy Brown selber. Nun sind sie alle wieder auf dem Bildschirm vereint, es ist, als sehe man die Wiederholung einer Sitcom.

 

Damit euch das nicht passiert, ich selber bin life in Berlin, und zwar am Mittwoch, um 18.00, in der Friedrichstraße 180, zwischen Checkpoint Charlie und Mehringplatz, und lese aus meinem neuen Buch “Tea Party- Die Weiße Wut”. Der Eintritt ist frei. Und hinterher gibt es eine Q&A.… weiter lesen

30.01.2012 von Eva Schweitzer
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Tea und TV

von Eva Schweitzer

Wer mich im Fernsehen bewundern möchte (oder von mir aus auch Tomaten auf den Bildschirm werfen); ich spreche heute in “Kulturzeit” über mein neues Buch, “Tea Party – Die Weiße Wut”. Es geht, natürlich, um die Vorwahlen, aber auch, was diese Leute eigentlich wollen. Hier ist der Link:

 

http://www.dtv.de/autoren/eva_c_schweitzer_14252.html?show=veranstaltungen

 

So viel erstmal dazu. Heute war auch ein Radiointerview auf SWR2

 

http://www.ardmediathek.de/ard/servlet/content/3517136?documentId=9387152

 

05.01.2012 von Eva Schweitzer
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Geld, und noch mehr Geld

von Eva Schweitzer

Kleiner Amerikaner, was nun? Michele Bachmann ist draußen — sie war einfach zu bitchy — Mitt Romney und Rick Santorum gleichauf, Ron Paul knapp dahinter. Paul war gestern bei Piers Morgan zu Gast; wer hätte gedacht, dass der in den Mainstream Media nochmal zu Wort kommt? Und so ausführlich? Danach kam Jon Huntsman, der Lieblingskandidat der Medien, irgendwie auch verständlich, aber er ist immer noch im unteren einstelligen Bereich.

Dann sprach Donald Trump, der ausschließlich darüber redete, was das alles für ihn bedeutete und welchen Kandidaten er mag oder nicht mag, und warum. Ich wünschte mir, er würde kandidieren, außerdem würde ich gerne mit George Clooney ausgehen, beides nicht sonderlich wahrscheinlich. In related news: Gary Johnson, Kandidat und früherer Gouverneur von New Mexico, kandidiert inzwischen für die Libertären (ist schon etwas her, aber man kommt ja zu nichts).

Meine Voraussage ist: Santorum wird früher oder später das Handtuch werfen (eher… weiter lesen

03.01.2012 von Eva Schweitzer
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Weiße Wut

von Eva Schweitzer

Gerade sehe ich Newt Gingrich bei Piers Morgan, er lächelt wie ein lieber alter Großvater; schwer zu glauben, dass dies der gleiche Newt ist, der möchte, dass neunjährige schwarze Kinder den Schulhof putzen, damit man den Hausmeister entlassen kann, und der seine krebskranke Frau verließ.

Gingrich war Speaker, also eine Art Fraktionschef für die Republikaner in der Clinton-Ära, und er hatte damals einen Auftritt in der TV Serie Murphy Brown, als er selbst, der drohte,  das First Amendment werde ausgesetzt und ab jetzt gehe es in Washington anders zu.

Das wird nicht passieren, aber grundsätzlich finde ich es keine schlechte Idee, den US-Präsidenten aus amerikanischen Sitcoms auszusuchen; meine erste Wahl wäre Cosmo Kramer. So viel ich weiß, will Alec Baldwin als Bürgermeister von New York City kandieren, schon mal kein schlechter Start.

Auch ich habe einen Medienauftritt, allerdings im Radio, und in Deutschland; ich spreche über mein neues Buch,… weiter lesen

01.01.2012 von Eva Schweitzer
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Paging Dr. Paul

von Eva Schweitzer

Der Iowa Caucus steht bevor, und die Kandidaten bekämpfen einander bereits auf das Heftigste. Auch die Medien mischen mit; sie haben sich auf Ron Paul eingeschossen, der, den Umfragen nach, Chancen hat, den Caucus zu gewinnen. Paul ist der einzige Kandidat, der die Werte, die die Tea Party angeblich vertritt, tatsächlich hochhält — weniger Federal Government, mehr Freiheit, insbesondere weniger Polizeikontrollen, und weniger Staatsausgaben, auch bei den Sozialsystemen. Alle anderen sind entweder semi-korrupte Berufspolitiker, die von Lobbyisten finanziert werden, wie Newt Gingrich oder Rick Perry, rechtsreligiöse Verrückte wie Michele Bachmann und Rick Santorum, deren wichtigsten Ziel das Verbot der Schwulenehe ist, oder aalglatte Karrieristen wie Mitt Romney, die ihre Meinung auch mitten im Satz ändern, wenn’s den Umfragewerten dient.

Nun tritt Paul außerdem auch für die Abschaffung der Federal Reserve ein, für eine entschiedene Antikriegspolitik, verbunden mit Mittelkürzungen für das Pentagon und eine Kürzung der Bundesgelder für ausländische Staaten, auch… weiter lesen

23.03.2011 von Eva Schweitzer
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America’s Freedom Packages

von Eva Schweitzer

Während sich in Deutschland ausgerechnet die eher linksstehenden Medien geradezu überschlagen, endlich mal in den Krieg ziehen zu dürfen, in diesem Fall gegen Gaddafi, sind in Amerika die Linken ziemlich skeptisch.

Die Huffington Post wies darauf hin, dass der heutige US-Vizepräsident Joe Biden 2007 dem damaligen US-Präsidenten George W. Bush mit Impeachment gedroht habe, falls der ohne Einverständnis des Kongresses in den Krieg zieht; etwas, was Obama nun de fakto tut. Maureen Dowd nennt die Kriegsbefürworterinnen in der New York Times. “Walküren“. Auch die linke Nation macht darauf aufmerksam, dass der Widerstand in Amerika quer durch das politische Spektrum geht, von Ron Paul bis Dennis Kucinich. In der Washington Post vergleicht Katrina vanden Heuvel den Libyen-Einsatz mit dem Irakkrieg und ist erleichtert, dass hauptsächlich Frankreich und Großbritannien an der Front stehen.

Aber am besten brachte es die Daily Show auf den Punkt,… weiter lesen

03.12.2010 von Eva Schweitzer
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Free Julian!

von Eva Schweitzer

Zu den interessanten Aspekten des Wikileaks-Drama gehört, dass die Trennlinien auch diesmal nicht zwischen Amerika und Europa (oder dem Rest der Welt) verlaufen, sondern dass es hier wie dort Empörte gibt, die Assange am liebsten wegen Landesverrats hängen wollen, und andere, die es klasse finden, dass man endlich mal erfährt, wie es hinter den Kulissen wirklich zugeht, ein bisschen jedenfalls.

http://www.huffingtonpost.com/2010/12/03/wikileaks-online-presence_n_791699.html#comments

http://thelede.blogs.nytimes.com/2010/12/03/latest-updates-on-leak-of-u-s-cables-day-6/

Daraus ein Zitat von Joe aus Missouri:

Wikileaks is the best thing too happen for the American People! We’ve been lied to long enough. It’s the lying that’s going to defeat us in the end!

Und dann gibt noch die, die ihm vorwerfen, dass er keine Dokumente aus China verlinkt. Hier ist ein Tip: Macht das doch einfach selber.

Die spannende Frage ist nun, kriegen sie ihn, bevor die angekündigten Dokumente über die Bank of America auftauchen, oder nicht? Wenn die Amis ihn kriegen und ihn in Guantanamo… weiter lesen

26.07.2010 von Eva Schweitzer
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No Sympathy for the Devil

von Eva Schweitzer

Ganz Amerika hat den Krieg im Mittleren Osten satt. Ganz Amerika? Nein, eine kleine Kirchengemeinde in Florida gießt lieber noch etwas Öl ins Feuer: Das Dove World Outreach Center will öffentlich Korane verbrennen. Denn der Islam sei des Teufels, meint Pfarrer Terry Jones. Am kommenden 11. September soll der Burn-A-Koran-Day sein, dann kann man den beturbanten Sandniggern mal zeigen, was eine Harke ist, wenn’s schon in Afghanistan nicht so richtig rund läuft.

Dove World Outreach Center heißt so viel wie Friedenstauben, die der Welt die Hand reichen. Hübscher Name. Und wer hatte, gleich nochmal, die Idee mit den Bücherverbrennungen von Nicht-Christen? Neven mind.

Eva C. Schweitzer, Manhattan  Moments. Geschichten aus New York, erschienen bei Droemer-Knaur, Juni 2009, Taschenbuch, 9,95 €

04.09.2009 von Eva Schweitzer
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Tor zur Hölle

von Eva Schweitzer

Es gibt Dinge, von denen man als Journalist glaubt, man würde sie niemals niederschreiben, etwa: Ich wurde von einem UFO entführt und in Nevada ausgesetzt, oder: Mein neuer Mac hat einen Systemabsturz, oder: Ich habe Westerwelle gewählt. Nun werde ich etwas schreiben, das ich bis vor kurzem für unmöglich gehalten habe: Ich bin auf einem Flughafen umgestiegen, der noch ätzender ist als Heathrow.

Tatsache, ich bin auf einem Flughafen umgestiegen, der noch ätzender ist als Heathrow, nämlich Charles de Gaulle in Paris. Nicht nur ist der Flughafen im Umbau begriffen, mit Brettern vernagelt und lässt einen völlig orientierungslos, man muss sich auch noch von mittelmäßig höflichen, nur französisch sprechenden Hilfskräften erklären lassen, wie man per Bus in ein anderes Terminal verschubt wird. Also, wenn Westerwelle Tegel offenhält, wähle ich Westerwelle.

Auch New York hat sich den Sommer über verändert. Das Hochhaus vor meinem Fenster ist beinahe fertig, erstaunlicherweise besteht die… weiter lesen