13.09.2011 von Eva Schweitzer
Am Sontag abend haben sich in einem alten Theater in Chinatown, New York City, die letzten Unentwegten des 9-11 Truth Movements gesammelt, ein paar hundert New Yorker, dazu die Aktivisten von Boiling Frogs, die per Skype zugeschaltet wurden. Die meisten sind Veteranen der Bewegung, die mit dem Abtritt von Bush ziemlich geschrumpft ist. Ich bin mittendrin, und, soweit ich das überblicke, eine der jüngsten.
Die Redner rattern durch die amerikanische Geschichte: Die Ausrottung der Indianer, die Sklaverei, der Zweite Weltkrieg, als die Briten im Rockefeller Center Spione postierten, Ronald Reagan und seine Unterstützung der Mujahedin. Ein Indianer namens Ghosthorse beschwert sich, dass die Mohawk, die das World Trade Center erbaut haben, nicht zur Zeremonie am Jahrestag eingeladen wurden, übrigens auch nicht die Feuerwehrleute, die bei der Rettung krank wurden. “Die Täter sind dort unter sich”; stellt Wayne Madsen fest, ein ehemaliger NSA-Mann, der heute als Journalist arbeitet. Das letzte Mal… weiter lesen
08.05.2011 von Eva Schweitzer
Journalismus kommt in Wellen; die aktuelle Welle ist: Warum glauben Menschen an die Verschwörungstheorie, dass Osama Bin Laden schon lange tot ist, oder einst von der CIA angeheuert wurde, oder dass er mit Unterstützung der CIA in Afghanistan gegen die Russen gekämpft hat, oder dass er gar nicht die Mastermind hinter Al Qaeda war, oder dass die Fotos, die nicht veröffentlicht werden, vielleicht gar nicht existieren?
Leider fehlt den Journalisten, die sich damit beschäftigen, jegliche Recherchefähigkeit, etwas zur Sache beizutragen, deshalb konzentrieren sie sich darauf, zu erklären, welche psychologische Mechanismen sich im Kopf eines Verschwörungstheoretiker abspielen. Man kann richtig froh sein, dass die Watergate-Affäre und Iran-Contra nicht in Deutschland passiert sind, sonst hätten wir hier Horden von Journalisten gehabt, die erklärt hätten, welche psychologische Mechanismen jemanden treiben, zu glauben, die Konservativen hätten in die Wahlkampfzentrale der Linken eingebrochen, statt Woodward und Bernstein.
Weil es aber so schön ist, hier eine… weiter lesen