Günter Wallraffs Film ist im Kino, beinahe jedenfalls, natürlich nicht in New York, und ich hoffe, das passiert auch nicht — etwas Peinlicheres als einen Deutschen in blackface, der aussieht, als habe er sein Halloween-Kostüm in einem 99-Cent-Laden gekauft, kann ich mir weit und breit nicht vorstellen. Es ist wie Borat, nur ohne Humor. Also deutsch. Irgendwie erinnert mich die ganze Inzenierung an die Szene in Kentucky Fried Movie, wo der Danger Seeker einen Helm aufsetzt, nach Harlem geht, sich zwischen murmelspielende Schwarze stellt und “Niggers” schreit, oder, wie man heutzutage sagt, das “N-Wort äußert”.
Apropos Halloween, in unserer Straße, der 43rd Street, liegt ein Halloween-Geschäft, das ganzjährig aufhat. Früher war hier einmal ein christlicher Buchladen. Inzwischen hängt an der Tür ein Zettel, auf dem steht, “Der christliche Buchladen ist seit zwei Jahren geschlossen. Er ist geschlossen, nicht umgezogen, hört auf uns zu fragen, wo er ist.” Vor… weiter lesen