Posts Tagged ‘wikileaks’

21.01.2011 von Eva Schweitzer
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Assange in Hollywood

von Eva Schweitzer

Das ging schnell: Julian Assange wird Filmstar. Josephson Entertainment, bekannt durch den Disney-Film Enchanted hat zusammen mit Michelle Krumm Prods die Rechte an Assange Biographie erworben, The Most Dangerous Man in the World, von Andrew Fowler (noch nicht erschienen); berichtet Variety.

Na, da hoffen wir mal, das der Titelheld nicht in Guantanamo sitzt, wenn der Film in die Kinos kommt. Noch nicht so ganz klar ist, wer Assange spielt; wie wäre es mit Charlie Cheen (just kidding)? Sean Penn ist zu alt und Hugh Jackman zu teuer. Beste Wahl wäre wahrscheinlich Orlando Bloom, der hat die Attitude und als Engländer kann er auch gut einen australischen Akzent nachmachen. Er müsste sich die Haare nur wieder blond zurechtmachen. Als Hillary Clinton schlage ich übrigens Diane Keaton vor.

Eva C. Schweitzer, Manhattan  Moments. Geschichten aus New York, erschienen bei Droemer-Knaur, Juni 2009, Taschenbuch, 9,95 €

18.12.2010 von Eva Schweitzer
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Der Vorhof der Hölle

von Eva Schweitzer

Gestern habe ich Julian Assange gesehen. Auf dem grünen Rasen vor dem englischen McMansion, wo er seit neuestem wohnt. Im Fernsehen. Auf einem Fernsehschirm im Flughafen Heathrow. Ich guckte auf den Bildschirm, hörte aber nichts, weil Heathrow eine no-noise-policy hat, deshalb sind die Fernseher runtergedreht (es sei denn, es läuft Fußball), und es gibt auch keine Ansagen. Das ist schade, denn so erfuhr ich erst, dass mein Flug nach Berlin ausfällt, nachdem ich mit dem gesamten Gepäck zum Gate gedackelt war.

Heathrow ist so eine Art Vorhof der Hölle, so groß wie der Vatikan, so disfunktional wie die CIA; von einer Größe, die reziprok proportional zu meinem Vertrauen in die Gepäckbeförderungsfähigkeiten von British Airway ist, jedenfalls, ich schleppte Handgepäck deutlich oberhalb des Erlaubten zu einem Gate am anderen Ende des Flughafens, um zu erfahren, dass der Flug nach Berlin ausfällt, weil Tegel zugeschneit ist.

Nun was? Ich wurde zurück zur… weiter lesen

15.12.2010 von Eva Schweitzer
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The Unsocial Network

von Eva Schweitzer

Julian Assange ist nun doch nicht die “Person of the Year” auf dem Titel von Time Magazine geworden, das blieb Facebook-Gründer Mark Zuckerberg vorbehalten. Nicht ganz zu Unrecht, der hat schließlich sehr viel mehr private Daten öffentlich zugänglich gemacht, von ungefähr einer halben Milliarde Facebook Nutzern nämlich, da sind ein paar zehntausend Diplomaten ohne Hose nichts dagegen.

Wo wir gerade beim Thema Double Standard sind, Schweden war nicht immer so ehrgeizig, Vergewaltiger vor Gericht zu stellen. Roman Polanski, beispielsweise, war noch vor wenigen Jahren Ehrengast auf dem Stockholm Film Festival.

http://www.stockholmfilmfestival.se/en/about/history/

So dramatisch ändern sich die Sitten in Schweden in doch recht kurzer Zeit. Bin ich froh, dass ich für mein Ikea-Regal noch die gleichen Ersatzteile kriege.

http://www.zazzle.com/freejulian

14.12.2010 von Eva Schweitzer
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Sex, Spione, und Ikea

von Eva Schweitzer

Offenbar entwickelt sich Julian Assange zum Jörg Kachelmann der schwedischen Justiz. Wobei, so richtig klar ist mir immer noch nicht, was passiert ist, und so geht’s nicht nur mir: Am Sonntag beklagte sich Howie Kurtz auf Reliable Sources, dass er in noch keiner einzigen amerikanischen Zeitungen gelesen habe, was an den Vorwürfen eigentlich dran sei (meine Vermutung: Da kann keiner schwedisch).

Nun stehen die beiden Frauen aus Schweden unter Druck. Das ist natürlich nicht korrekt, andererseits, wer bei einem so hochpolitischen Fall wie Wikileaks meint, sie könne einem Kerl so nebenbei eins auswischen, der hinter ihrem Rücken mit einer anderen gevögelt hat, hat den Darwin-Award verdient. Wir sind hier nicht im Ikea-Kinderparadies. Und das tut Feministinnen und Organisationen, die gegen Vergewaltigung kämpfen, einen Bärendienst.

Die amerikanische Feministin Naomi Wolf hat das übrigens in der Huffington Post auf den Punkt gebracht. Und hier noch ein paar Zeilen… weiter lesen

08.12.2010 von Eva Schweitzer
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Die blonde Schwedin und das geplatzte Kondom

von Eva Schweitzer

Gerade gucke ich Parker Spitzer, die  CNN-Sendung mit Eliot Spitzer, der frühere New Yorker Governor, wo über  Julian Assange debattiert wird. Ja, Eliot, da kannst du froh sein, dass du damals nicht Governor von Schweden warst.

Aber was genau hat Assange eigentlich hat getan? Die deutschen Zeitungen arbeiten wohl  noch daran,  zu recherchieren, was es mit der angeblichen Vergewaltigung auf sich hat (oder dies zu kommentieren, das ist, nebenbei, so ungefähr das Dümmste, was ich dazu gefunden habe), deshalb hier rasch eine Abkürzung.

http://www.dailymail.co.uk/news/article-1336291/Wikileaks-Julian-Assanges-2-night-stands-spark-worldwide-hunt.html?ito=feeds-newsxml

http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/europa/Geht-es-bei-der-angeblichen-Vergewaltigung-nur-um-ein-geplatztes-Kondom/story/20158936

http://www.independent.co.uk/news/world/politics/scotland-yard-have-paperwork-needed-to-arrest-julian-assange-2152447.html

Nichts zu danken, mache ich gerne. Und was die angeblichen Verbindungen von Anna Ardin zur CIA angeht, das ist nicht so richtig bewiesen, aber Counterpunch spekuliert schon längere Zeit darüber.

http://www.creators.com/opinion/alexander-cockburn.html?columnsName=aco

So viel dazu, Hier noch ein kleiner Link zur Kaffeetasse mit dem versteckten Assange (der auftaucht, wenn der Becher mit heißem Wasser gefüllt wird). Und nicht vergessen:… weiter lesen

04.12.2010 von Eva Schweitzer
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Wiki vs. Paypal

von Eva Schweitzer

Der Kampf geht weiter: Nach Amazon hat nun auch Paypal Wikilleaks gekündigt. Und es gibt auch schon Reaktionen:

http://www.facebook.com/pages/Boycott-PayPal-for-Dumping-Wikileaks/146327552084447

Paypal ist eine amerikanische Firma, die als Bankersatz funktioniert, weil es in Amerika kein modernes Banksystem gibt, dort füllt man noch Schecks von Hand aus und schickt sie mit der Post. Deshalb also Paypal, und dafür nimmt Paypal recht saftige Gebühren. In Deutschland ist Paypal so überflüssig wie ein Kropf; es ist nur eine zusätzliche Institution, die Gebühren ohne Gegenleistung kassiert, im übrigen für etwas, was die Hausbank kostenfrei erledigt, bei der man sich zudem noch beschweren kann, wenn etwas schief geht. Bei Paypal beißt man da auf Granit. Paypal gehört Ebay, und Ebaynutzer werden gezwungen, Paypal zu nutzen, was dazu führt, dass sich auch Ebay nicht mehr so richtig lohnt.

Selbst in Amerika, wo die Leute gewohnt sich, sich von Banken alles gefallen zu lassen, regt sich nun Widerstand.

http://reviews.ebay.com/Facts-you-might-not-know-about-Paypal_W0QQugidZ10000000003927882weiter lesen