30.06.2011 von Redaktion
Wrangler Demo Video from Stanford Visualization Group on Vimeo.
Anhand der Rechenschaftsberichte der Parteien für 2009 wird hier gezeigt, wie sich DataWrangler nutzen lässt. Diese Browser-Anwendung der Universität Standford erlaubt eine Echtzeitmanipulation von Datensätzen mittels einer grafischen Benutzeroberfläche. Es ist ein etwas kompliziert anmutendes Tool – aber es lohnt sich damit zu beschäftigen, da es viel Datenarbeit ersparen kann.
Vor zehn Tagen veröffentlichte taz.de zwei Werkzeuge rund um Parteispenden, die wir von OpenDataCity umgesetzt haben. Einmal eine interaktive Karte der Spender für 2009 über 10.000 Euro sowie ein Recherchetool für die 6700 Spenden über 10.000 Euro in den Jahren 1994 bis 2009. Das ist nur die Spitze des Eisberges; bei manchen Parteien machen die undokumentierten Spenden unter 10.000 Euro die Hälfte der gesamten Finanzen aus. Mehr dazu in diesem taz-Kommentar.
Eigentlich hätte das alles schon… weiter lesen
09.04.2011 von Redaktion

Ami Sedghi beim Medienkongress-Panel "Mehr als 1.000 Worte"
Riesige Datenmengen müssen nicht zwangsläufig überfordern. Sie können auch bereichern und durchaus kreativ machen. Diesen Eindruck vermittelten am Samstag die Referenten der Podiumsdiskussion „Mehr als 1000 Worte”. Einblicke in die innovative Aufbereitung mit Karten, Daten und Videos gaben Hochkaräter aus dem internationalen Journalismus: New York Times Videoredakteurin Zena Barakat, Ami Sedghi, englische Online- und Datenjournalisten vom The Guardian und Philippe Rekacewicz seines Zeichens bekannt als Journalist sowie Karto- und Geograf von Le Monde Diplomatique. Durch das Podium führte auf englischer Sprache diesmal Doris Akrap, die nicht nur als taz- Redakteurin fungiert, sondern auch das Konzept und die Durchführung des kooperativen Medienkongresses mit organisierte.
Da die Arbeit der Anwesenden immer mit einer bildlichen Symbolik einhergeht, wurden Arbeitsproben für das Publikum aufs Exempel gemacht. Dabei stand zentral die Frage im Raum welche Daten, wie verlässlich und welche Interpretationen ohne Manipulationen möglich sind.… weiter lesen
18.02.2011 von Redaktion

Foto: zettberlin / photocase.com
BERLIN taz | Viel Zeit ist vergangen, doch nun haben die Warnungen besorgter Urlauber und Recherchen der taz doch noch Konsequenzen: Auf dem Darß, einer beliebten Tourismusregion an der Ostseeküste in Mecklenburg-Vorpommern, werden zwei Rad- und Wanderwege mit sofortiger Wirkung gesperrt, weil sie aus asbesthaltigem Schotter bestehen. Nach Angaben des Amts Fischland-Darß sollen die betroffenen Wege nördlich und südlich des Ostseebads Wustrow innerhalb von vier Wochen komplett saniert werden.
Den Verdacht, dass die viel genutzten Wege entlang der Dünen und der Steilküste zum Teil aus asbesthaltigem Bauschutt bestehen, hatten Urlauber gegenber der Kurverwaltung schon vor eineinhalb Jahren geäußert. Doch diese ging das Problem nicht an, sondern spielte es auch auf taz-Anfrage herunter. Erst nachdem ein Gutachten im Auftrag der taz ergeben hatte, dass Steine vom Dünenweg zwischen Wustrow und Ahrenshoop eindeutig Asbestfasern enthielten, leiteten die örtlichen Behöden eine eigene Untersuchung ein.
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23.01.2011 von Redaktion

Abb. 1: Die fertige Fluglärmkarte
Der Ärger um den Fluglärm, den der neue Flughafen BBI südlich von Berlin mit sich bringen wird, kocht seit September 2010 hoch. Bei der Kontroverse spielen Datensätze eine zentrale Rolle: Einmal Geodaten – die Flugrouten – sowie die Zahlen zu der absehbaren Lärmbelastungen. Während die Routen recht einfach auf einer Karte darstellbar sind, ist Lärm schwerer zu visualisieren. Was als laut wahrgenommen wird, ist bis zu einem gewissen Grad auch subjektiv. Den einen droht tatsächlich – anderen vermeintlich – eine Beeinträchtigung der Lebensqualität durch den neuen Fughafen. So lässt das Thema die emotionalen Wellen hochschlagen.
Vor diesem Hintergrund war die Idee, den zu erwartenden Fluglärm faktenbasiert in einen verständlichen Zusammenhang zu setzen. Das „Mapping“ der Daten auf ihren Ort, sprich die Kartendarstellung, dürfte – so war unsere Hoffnung – recht abstrakte Zahlenwerte in Tabellen verständlicher machen. Für den Kunden Taz, der die Anwendung schließlich in sein Onlineauftritt integrierte, waren zwei Aspekte interessant: Das Thema würde mindestens noch ein Jahr aktuell sein, da die Planung der Routen durch die Deutsche Flugsicherung (DFS) nicht abgeschlossen war. Und nicht zuletzt dürfte es auch im Landtagswahlkampf Berlins eine Rolle spielen. Insofern war es essentiell, dass die Karte updatebar ist, also neue Flugroutenentwürfe/-pläne sowie Lärmstudien integriert werden können.
Darüber hinaus dürfte die Anwendung als „Linkbait“ dienen: Die entsprechende Website dürfte viel verlinkt werden und Besucher auf die Seite bringen, die sonst die Seiten der Zeitungen nicht besuchen. Auf dieser Überlegung beruht auch das Feature, einige Artikel der Zeitung zum Thema mit unmittelbaren Ortsbezug über ein Icon in der Karte zugänglich zu machen.
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