10.02.2011 von Redaktion
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Briten veröffentlichen Kriminalitäts-Karte

von Redaktion

screenshot / maps.met.police.uk

Der ORF berichtet auf seinem Onlineportal, dass die britische Regierung seit Dienstag den Einwohnern von England und Wales einen Überblick über die in ihrer Nachbarschaft begangenen Verbrechen und Vergehen gibt. Die Website bietet die erste landesweite “Kriminalitätskarte” – ähnliche Karten existieren bisher nur für einzelne Städte in den USA.

Die Crime Map soll unter den Bewohnern in England und Wales offenbar größte Neugier ausgelöst haben, 75.000 Anfragen pro Minute seien laut ORF seit dem Online Auftritt eingegangen sein. Die Webseite brach wenige Stunden später zusammen, wer seine Postleitzahl eingeben konnte, erhielt eine Auflistung aller bei der Polizei gemeldeten Vergehen des vergangenen Monats, von “anti-sozialem Verhalten” wie etwa mutwillige Beschädigung über Diebstahl bis hin zu schweren Gewaltverbrechen.

Zum ganzen Text klicken Sie hier.

07.02.2011 von Redaktion
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Liste über tote Ägypter

von Redaktion

Im Internet hat die US-amerikanische Menschenrechtlerin Joanne Michele auf einem Spreadsheet-Formular der Internetfirma Google eine Liste angelegt, auf der die Namen der toten Ägypter gesammelt werden, die während der Proteste gestorben sind. Das virtuelle Totenbuch ist seit dem 4.2.2011 online.

Bis jetzt sind knapp 60 Tote in der Liste eingetragen, teilweise mit Foto und einer kurzen Erklärung, wie sie gestorben sind.

23.01.2011 von Redaktion
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Das Making Of zur Fluglärm-Karte der taz

von Redaktion

Abb. 1: Die fertige Fluglärmkarte

Der Ärger um den Fluglärm, den der neue Flughafen BBI südlich von Berlin mit sich bringen wird, kocht seit September 2010 hoch. Bei der Kontroverse spielen Datensätze eine zentrale Rolle: Einmal Geodaten – die Flugrouten – sowie die Zahlen zu der absehbaren Lärmbelastungen. Während die Routen recht einfach auf einer Karte darstellbar sind, ist Lärm schwerer zu visualisieren. Was als laut wahrgenommen wird, ist bis zu einem gewissen Grad auch subjektiv. Den einen droht tatsächlich – anderen vermeintlich – eine Beeinträchtigung der Lebensqualität durch den neuen Fughafen. So lässt das Thema die emotionalen Wellen hochschlagen.

Vor diesem Hintergrund war die Idee, den zu erwartenden Fluglärm  faktenbasiert in einen verständlichen Zusammenhang zu setzen. Das „Mapping“ der Daten auf ihren Ort, sprich die Kartendarstellung, dürfte – so war unsere Hoffnung – recht abstrakte Zahlenwerte in Tabellen verständlicher machen. Für den Kunden Taz, der die Anwendung schließlich in sein Onlineauftritt integrierte, waren zwei Aspekte interessant: Das Thema würde mindestens noch ein Jahr aktuell sein, da die Planung der Routen durch die Deutsche Flugsicherung (DFS) nicht abgeschlossen war. Und nicht zuletzt dürfte es auch im Landtagswahlkampf Berlins eine Rolle spielen. Insofern war es essentiell, dass die Karte updatebar ist, also neue Flugroutenentwürfe/-pläne sowie Lärmstudien integriert werden können.

Darüber hinaus dürfte die Anwendung als „Linkbait“ dienen: Die entsprechende Website dürfte viel verlinkt werden und Besucher auf die Seite bringen, die sonst die Seiten der Zeitungen nicht besuchen. Auf dieser Überlegung beruht auch das Feature, einige Artikel der Zeitung zum Thema mit unmittelbaren Ortsbezug über ein Icon in der Karte zugänglich zu machen.

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14.01.2011 von Redaktion
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Elektroautos: Ziel und Zahlen

von Redaktion

Die Nationale Plattform Elektromobilität setzt recht hohe Erwartungen in den Verkauf von E-Fahrzeugen. Die Tabellen des Kraftfahrtbundesamts sind dagegen ernüchternd.

Die mobile Zukunft hängt an der Steckdose? // Foto: dpa

Ob das ein ambitioniertes Ziel ist, darüber lässt sich streiten: Bis 2020 will die Bundesregierung eine Million Elektrofahrzeuge auf deutschen Straßen sehen. Eigentlich ist das gar nicht viel, sagt der ehemalige Chef des Bundesumweltamts, Axel Friedrich. Denn 2020 wird mit 50 bis 60 Millionen Fahrzeugen in Deutschland gerechnet. Eine Million würden da gerade einmal ein Prozent ausmachen. Es könnte aber, auch das sagt Friedrich, zu viel sein, um das Ziel zu erreichen. Selbst wenn man unter „Elektrofahrzeugen“ auch Fahrräder und Roller verstehen würde.

Zu Beginn des Jahres 2010 gab es in Deutschland laut Kraftfahrtbundesamt gerade einmal 1588 Elektroautos – und 28.862 Hybridwagen wie den Toyota Prius. Auf einer der weltweit wichtigsten Automessen in Detroit erzählte der Vizepräsident vom… weiter lesen

05.12.2010 von Redaktion
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Geheimniskrämer verweisen auf die Giftfirma

von Redaktion

Die Zentrale der Trafo-Entsorger-Firma Envio in Dortmund | Foto: dpa

“Nichts zu verbergen” hat die Kontrollbehörde der Dortmunder Giftfirma Envio — oder doch?

Am Montag, 29. November, veröffentlicht taz.de 482 Seiten Genehmigungen und 440 Seiten aus der “Verfahrensakte” der zuständigen Bezirksregierung Arnsberg in Nordrhein-Westfalen. Am Dienstag folgt in der Printausgabe ein ganzseitiger Bericht über den Entsorgungsbetrieb, der hunderte Arbeiter und Anwohner nicht nur mit potenziell krebserregenden Polychlorierten Biphenylen (PCB), sondern auch mit den Seveso-Giften Dioxin und Furan kontaminiert hat.

Was aber fehlt: 23 Seiten zum Arbeitsschutz. Die müssten aus dem Jahr 2009 stammen, seien aber geheim und deshalb entfernt worden: Das haben die Beamten selbst feinsäuberlich in ihren Akten vermerkt.

Die taz hakt nach: Wie können Arbeitsschutz-Bestimmungen geheim sein? Sollten sie nicht die Arbeiter vor den Envio-Giften schützen? Die Firma selbst nahm nachweislich keinerlei Rücksicht auf die Gesundheit ihrer Mitarbeiter. Wollen die… weiter lesen

29.11.2010 von Redaktion
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Die Giftfirma und die geheime Umweltbehörde

von Redaktion

Die Arbeiter zerlegten die Trafos - von giftigen Stoffen wussten sie nichts. Foto: ap

Was tut eine Behörde, die einräumen muss, dass ein von ihr genehmigter Recyclingbetrieb seit Jahren Arbeiter und Anwohner mit krebserregenden Chemikalien verseucht? Sie arbeitet langsam, ganz langsam.

Unmittelbar nachdem Ende September bekannt wurde, dass im Blut der Arbeiter des Dortmunder PCB-Entsorgers Envio auch die Seveso-Gifte Dioxin und Furan stecken, hat sich die taz beim Umweltamt der Stadt Dortmund und bei der Bezirksregierung im nordrhein-westfälischen Arnsberg um Akteneinsicht bemüht. Beschleunigt hat auch der Hinweis auf das nordrhein-westfälische Pressegesetz und das Umweltinformationsgesetz die Bearbeitung nur bedingt: Ein Blick in die Arnsberger Genehmigungs- und Verfahrensakten war erst in der zweiten Novemberhälfte möglich.

Präsentiert wird dann ein nur für die taz vorbereiteter, durcheinandergewürfelter Aktenhaufen, der mehr verwirren als aufklären soll: Wichtige Genehmigungen fehlen, müssen nachbestellt werden. Namen und Fakten sind unter Hinweis auf noch immer zu schützende Geschäftsgeheimnisse… weiter lesen

29.11.2010 von Redaktion
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Das ist nicht das Ende der Diplomatie, sondern das Ende von Wikileaks

von Redaktion

Schwer bewacht: US-Botschaft in Berlin || Foto: reuters

“The end of diplomacy as we know it” soll die neueste Veröffentlichung von Wikileaks-Dokumenten sein. Das kann man doch sehr anzweifeln. Politiker und Journalisten geißeln die Veröffentlichung als “verantwortungslos”. Dabei ist es doch keine Neuigkeit, dass Guido Westerwelle kein sonderlich souveräner Politiker ist. Der CSUler Horst Seehofer “begrenzt” und Angela Merkel “selten kreativ”. All dies war schon in deutschen Zeitungen zu lesen und es ist wohltuend zu erfahren, dass man dies in den Vereinigten Staaten auch so sieht.

Der große Knaller, den Wikileaks-Sprecher Julian Assange im Vorfeld vollmundig ankündigte, ist die neueste Veröffentlichung nicht. Eher doch Eigen-PR mit einem, mit Verlaub, äußerst boulevardesken Touch. Über die Dokumente zur deutschen Politik kann man eher lachen, als dass sie schocken. Die Beurteilungen über ausländische Politiker sind zum Teil gravierender, gleichwohl sind die neuen Dokumente im Vergleich zu dem, was Wikileaks in der… weiter lesen

26.11.2010 von johannesgernert
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Eine Weltkarte des HI-Virus

von johannesgernert

Vor dem Welt-Aids-Tag am 1. Dezember hat die UN-Organisation Unaids ihren globalen Aids-Report veröffentlicht. Geschätzte 33,3 Millionen Menschen sind demnach weltweit mit HIV infiziert. 1,8 Millionen Menschen starben im Jahr 2009 an den Folgen von Aids. Am stärksten betroffen ist Afrika südlich der Sahara.

In den wenigsten Ländern gibt es dort ausreichend Medikamente, um die Viruslast im Blut zu mindern und so ein Leben mit der Infektion zu ermöglichen.

Auf einer Weltkarte zeigen wir für einige ausgewählte Staaten, wie gut die Menschen dort laut Unaids mit antiretroviralen Mitteln versorgt werden. Besonders erfolgreich ist in dieser Hinsicht Botswana, wo fast alle Betroffenen Zugang zu Medikamenten haben.

Dass die Zahlen von 2006 auf 2009 in einigen Ländern deutlich gesunken sind, hängt auch damit zusammen, dass die Weltgesundheitsorganisation die Kriterien verschärft hat, ab wann HIV-Positive Medikamente bekommen sollen.

Auf der Karte sind außerdem weitere… weiter lesen

22.11.2010 von Redaktion
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Britische Ministerien legen Monatsausgaben offen

von Redaktion

Foto: 3lab.tv / photocase.com

Warum tut eine Regierung so etwas? Monat für Monat will die britische Koalition aus Konservativen und Liberalen ab sofort alle ihre Ausgaben offenlegen. Und zwar als OpenData, also als Datensätze in maschinenlesbaren Formaten wie Excel-Listen. So lassen sie sich automatisiert sortieren, filtern und durchstöbern. Der britische Premier David Cameron erklärte ehrgeizig, mit dem Projekt wolle man die transparenteste Regierung der Welt werden.

Praktischer sieht es der Minister für Kabinettsangelegenheiten, Francis Maude. Obwohl er die Veröffentlichung mehr im Scherz als „Masochismus“ bezeichnet hatte, fordert er jeden dazu auf, die Datensätze aus dem Internet zu nehmen und zu analysieren. „Wir glauben, dass die Veröffentlichung dieser Daten zu besseren Entscheidungen der Regierung führen und schließlich helfen werden, Geld zu sparen“, schrieb der Minister im britischen Guardian.

In dem Projekt werden alle Ausgaben der Ministerien, die eine Höhe von 25.000 Pfund übersteigen, im offiziellen… weiter lesen

18.11.2010 von johannesgernert
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Die Innenminister und der Terror

von johannesgernert

An den Flughäfen wurden Sicherheitsvorkehrungen verstärkt dapd

Die Warnungen von Bundesinnenminister Thomas de Maizière sind in dieser Woche noch einmal drastischer geworden. Wieder forderte de Maizière alle Bürger auf, Verdächtiges zu melden und etwa auf unbeaufsichtigte Gepäckstücke hinzuweisen. So wenig klar ist, was die Geheimdienste und Ermittlungsbehörden genau befürchten, so sehr zeigt sich: Thomas de Maizière hat eine informationspolitische Kehrtwende vollzogen.

Während seiner Amtszeit hatte er sich bisher mit konkreten Warnungen zurückgehalten. Manchen kam er deswegen wie ein Entwarnungsminister vor. Schäuble, schrieben diese Beobachter, habe laut über die Terrorbedrohung schwadroniert. Sein Nachfolger bevorzugte leisere Töne. Aber wie häufig warnten die Innenminister in den vergangenen Jahren vor der Terrogefahr?

Mit einer Archivrecherche lässt sich das recht einfach feststellen. Wir haben ein Medienarchiv nach den entsprechenden Tickermeldungen durchsucht. Das Ergebnis: Tatsächlich hat Schäuble im Jahr 2007 am häufigsten gewarnt. Der Abstand zu de Maizière ist allerdings… weiter lesen