Posts Tagged ‘Arnsberg’

05.12.2010 von Redaktion
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Geheimniskrämer verweisen auf die Giftfirma

von Redaktion

Die Zentrale der Trafo-Entsorger-Firma Envio in Dortmund | Foto: dpa

“Nichts zu verbergen” hat die Kontrollbehörde der Dortmunder Giftfirma Envio — oder doch?

Am Montag, 29. November, veröffentlicht taz.de 482 Seiten Genehmigungen und 440 Seiten aus der “Verfahrensakte” der zuständigen Bezirksregierung Arnsberg in Nordrhein-Westfalen. Am Dienstag folgt in der Printausgabe ein ganzseitiger Bericht über den Entsorgungsbetrieb, der hunderte Arbeiter und Anwohner nicht nur mit potenziell krebserregenden Polychlorierten Biphenylen (PCB), sondern auch mit den Seveso-Giften Dioxin und Furan kontaminiert hat.

Was aber fehlt: 23 Seiten zum Arbeitsschutz. Die müssten aus dem Jahr 2009 stammen, seien aber geheim und deshalb entfernt worden: Das haben die Beamten selbst feinsäuberlich in ihren Akten vermerkt.

Die taz hakt nach: Wie können Arbeitsschutz-Bestimmungen geheim sein? Sollten sie nicht die Arbeiter vor den Envio-Giften schützen? Die Firma selbst nahm nachweislich keinerlei Rücksicht auf die Gesundheit ihrer Mitarbeiter. Wollen die… weiter lesen

29.11.2010 von Redaktion
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Die Giftfirma und die geheime Umweltbehörde

von Redaktion

Die Arbeiter zerlegten die Trafos - von giftigen Stoffen wussten sie nichts. Foto: ap

Was tut eine Behörde, die einräumen muss, dass ein von ihr genehmigter Recyclingbetrieb seit Jahren Arbeiter und Anwohner mit krebserregenden Chemikalien verseucht? Sie arbeitet langsam, ganz langsam.

Unmittelbar nachdem Ende September bekannt wurde, dass im Blut der Arbeiter des Dortmunder PCB-Entsorgers Envio auch die Seveso-Gifte Dioxin und Furan stecken, hat sich die taz beim Umweltamt der Stadt Dortmund und bei der Bezirksregierung im nordrhein-westfälischen Arnsberg um Akteneinsicht bemüht. Beschleunigt hat auch der Hinweis auf das nordrhein-westfälische Pressegesetz und das Umweltinformationsgesetz die Bearbeitung nur bedingt: Ein Blick in die Arnsberger Genehmigungs- und Verfahrensakten war erst in der zweiten Novemberhälfte möglich.

Präsentiert wird dann ein nur für die taz vorbereiteter, durcheinandergewürfelter Aktenhaufen, der mehr verwirren als aufklären soll: Wichtige Genehmigungen fehlen, müssen nachbestellt werden. Namen und Fakten sind unter Hinweis auf noch immer zu schützende Geschäftsgeheimnisse… weiter lesen