
Die Arbeiter zerlegten die Trafos - von giftigen Stoffen wussten sie nichts. Foto: ap
Was tut eine Behörde, die einräumen muss, dass ein von ihr genehmigter Recyclingbetrieb seit Jahren Arbeiter und Anwohner mit krebserregenden Chemikalien verseucht? Sie arbeitet langsam, ganz langsam.
Unmittelbar nachdem Ende September bekannt wurde, dass im Blut der Arbeiter des Dortmunder PCB-Entsorgers Envio auch die Seveso-Gifte Dioxin und Furan stecken, hat sich die taz beim Umweltamt der Stadt Dortmund und bei der Bezirksregierung im nordrhein-westfälischen Arnsberg um Akteneinsicht bemüht. Beschleunigt hat auch der Hinweis auf das nordrhein-westfälische Pressegesetz und das Umweltinformationsgesetz die Bearbeitung nur bedingt: Ein Blick in die Arnsberger Genehmigungs- und Verfahrensakten war erst in der zweiten Novemberhälfte möglich.
Präsentiert wird dann ein nur für die taz vorbereiteter, durcheinandergewürfelter Aktenhaufen, der mehr verwirren als aufklären soll: Wichtige Genehmigungen fehlen, müssen nachbestellt werden. Namen und Fakten sind unter Hinweis auf noch immer zu schützende Geschäftsgeheimnisse… weiter lesen