Diskussion = bedenklich

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Merkel findet Debatte über Online-Razzien “bedenklich”:

Nach Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) reißt anscheinend auch bei Kanzlerin Angela Merkel langsam der Geduldsfaden im andauernden Koalitionsstreit um Online-Razzien. Die Diskussion über heimliche Online-Durchsuchungen sei “bedenklich”, sagte die CDU-Politikerin.

Jaaa, bedenklich.

Das scheint sowieso die Einstellung der Union zu Diskussionen bezüglich staatlicher Eingriffe in die Grundrechte zu sein. Wenn jemand Bedenken gegenüber der immer weiter ausufernden Überwachungsmacht des Staates äußert, ist das bedenklich.

Überhaupt: Diskussionen. Hatten wir das Thema nicht längst hinter uns gebracht? Kann nicht die große Koalition bedenkenlos alle Gesetze durchsetzen, die ihr passen? Mit 70%iger Parlamentsmehrheit? Wer braucht da noch Diskussionen? Die schaden nur der Einigkeit.

Seeehr bedenklich, das alles.


2 Kommentare zu "Diskussion = bedenklich"

  1. Ist doch klar: Keine Stasi 2.0 ohne SED 2.0! 30% fehlen noch, dann sind die Wahlergebnisse aus der DDR auch reproduziert. Da ist Linientreue erste Bürgerpflicht.

  2. “IM” (InnenMinister) Schäuble. Die Bezeichnung find ich lustig, die Person nicht. Darf ich hier wiederholen, was ich schon in anderen Blogs zum Schlechten gegeben habe?

    “Wenn wir jetzt noch weiter pennen,
    Kann man sie bald “Schäubles” nennen.
    (die Danaer, die fälschlicherweise Trojaner genannt werden.)

    Alle Gates, die sind weit offen.
    Die Windows, die sind auch betroffen.

    Über Berge, Täler, Stege,
    Ein Schäuble findet seine Wege.
    Verlässt den rechten Weg im Nu.
    (Den nächsten Rollstuhl baut ihm Q.)”

    Die Meldungen, dass die Strafverhinderungsbehörden versuchen werden, Schnüffelprogramme mit “getürkten” (ist das PC?) E-Mails auf die Computer von Verdächtigen zu installieren, ist doch schon Bluff. Für so blöd, dass sie solche plumpen Tricks anwenden, würde ich IM und seine Dienste nicht halten. Da hat CIA-Mitarbeiter Gates sicherlich was “Besseres” zu bieten und kein symantectischer Druidenfuß wird davor schützen.

    Es sollen Schnüffelprogramme eingesetzt werden, die von keinem der bisher vorhandenen Abwehrsysteme erkannt werden. Womit ich wieder bei Gates und Konsorten bin. Denen traue ich alles zu. Wer will verhindern, dass die IM-Software durch Verrat oder Diebstahl auch in die Hände von Kriminellen gerät? Die können dann endlich auf unseren Computern und mit unseren Daten das machen, was ihnen heute noch durch Sicherheitssoftware weithegend verwehrt bleibt.

    Wie blind oder ignorant darf man als KanzlerIn oder MinisterIn eigentlich sein, um die hier aufgezeigten Bedenken nicht zu haben und statt dessen die Diskussion über das Thema bedenklich zu finden.

    Werte Leser, ist Ihnen schon aufgefallen, wie wenig von der IT- Industrie zu dem “Trojaner” -Thema gesagt wird? Vermutlich liegt das an der klammheimlichen Vorfreude auf das immense Geschäft, das sich da ankündigt. Denn ein Riesengeschäft wird es, wenn viele PC-Nutzer sich einen weiteren Rechner anschaffen. Sie werden dann getrennte Rechner fürs Private und für Online-Aktivitäten verwenden.

    Es grüßt recht freundlich – Polyphem
    (unter Blinden ist der Einäugige ein König).