Es ist nichts Neues, dass Google von personifizierter Werbung lebt. Sie richtet sich nach den Interessen des Users. 99% von Googles Einnahmen stammen aus dieser gezielten Werbung. Vor kurzer Zeit erschien auf motherjones.com ein interessanter Artikel zur Datensammlungswut von Google (Is Google Evil?). Dort wird Eric Goldman, Professor an der Santa Clara School of Law and director of the High Tech Law Institute im Silicon Valley zitiert: “Der ganze Wert von Googles Angebot [an zahlende Werbekunden, wohlgemerkt] ist das Wissen über das, was die Leute wollen. Aber um unsere Gedanken zu lesen, müssen sie eine Menge über uns wissen”.
Das bedeutet, Google hat ein natürliches Interesse daran, möglichst genaue Profile seiner Nutzer zu erstellen. Dazu versucht Google so viele Daten wie möglich über seiner Nutzer zu sammeln.
Und wer glaubt, dass es sich hier nur um Werbetricks handelt, der irrt. Denn wie wir schon wissen, sind “weiter lesen
Archive for the ‘Anleitungen’ Category
Wir hatten bereits erklärt, warum Email-Verschlüsselung wichtig ist, was das eigentlich ist, und wie das geht.
Nun wollen wir ein ein paar Tips für den Alltag geben, damit Du möglichst reibungslos und effektiv Deine Email-Kommunikation vor Einsicht Dritter schützen kannst.
Wir erinnern uns, dass man zur Email-Verschlüsselung ein Schlüsselpaar braucht, das aus einem öffentlichen und einem privaten Schlüssel besteht (public/private key). Wir erinnern uns auch an das Prinzip: Ich kann nur Emails an jemanden verschlüsseln, von dem ich den öffentlichen (public) Schlüssel kenne.
Anders herum: Jemand kann mir nur dann eine verschlüsselte Email verschicken, wenn er oder sie meinen öffentlichen Schlüssel kennt.
Deshalb stellen sich die Fragen: Wie mache ich meinen public key bekannt und wie bekomme ich die öffentlichen Schlüssel meiner KommunikationspartnerInnen?
Im vorherigen Beitrag wurde gezeigt, wie öffentliche Schlüssel per Email übermittelt werden können. Es gibt einen bequemeren Weg, den sog. Keyserver: das… weiter lesen
Anonymes Surfen Teil I: Warum soll ich das?
Anonymes Surfen Teil II: Was ist das?
Anonymes Surfen Teil III: Wie geht das?
Mach mir das Leben leichter!
Bekanntlich gibt es kein Mittagessen für umsonst. Wer Anonymisierungsdienste nutzt, muss deshalb mit gewissen Nachteilen rechnen.
- Der größte Nachteil ist eine Verlangsamung des Surfens. Dadurch, dass die Verbindung durch mehrere Stationen geleitet wird, die den Verkehr auch noch verschlüsseln, entsteht unvermeidlicherweise eine Verzögerung vom Klick bis zum Laden einer Seite.
- Durch die Anonymisierung wird Deine Herkunft nicht mehr klar. Das kann zu Problemen bei Webdiensten führen, die sich auf das Herkunftsland des Surfers abstimmen:

Zumindest für das langsame Surfen gibt es eine teilweise Abhilfe:
Mit dem Firefox-Plugin FoxyProxy, das wir in Teil III dieser Anleitung schon mal beschrieben hatten, kann man definieren, auf welchen Websites man anonym surfen will und auf welchen es… weiter lesen
Siehe auch
Verschlüsselte Email Teil I: Warum soll ich das?
Verschlüsselte Email Teil II: Was ist Mailverschlüsselung?
Verschlüsselte Email Teil IV: Tipps und Tricks für den Alltag
Betriebsystem: Diese Anleitung ist für Windows-Nutzer. Wir wollen möglichst vielen Internet-Nutzern helfen, abhörsicher zu kommunizieren. Noch nutzen die meisten Windows… Und ich unterstelle mal, mehr Linux-User haben Ahnung davon als Windows-Benutzer
Anleitungen für Linux/Unix gibt es hier.
Email-Programm: Wir setzen Thunderbird voraus. Es ist ein sehr guter Mail-Client, das über einen hervorragenden Spamfilter verfügt. Vor allem sollte man klar Abstand von Outlook und Outlook-Express nehmen, die aus Sicherheitsgünden für uns gar nicht in Frage kommen. Außerdem, wenn man schon Windows nutzt, dann sollte man trotzdem weitgehend auf OpenSource-Software setzen. Thunderbird ist kostenlos und OpenSource.
Der Messenger von Netscape ist sehr ähnlich und hat die gleichen Vorteile.
Verschlüsselung:… weiter lesen
Siehe auch
Verschlüsselte Email Teil I: Warum soll ich das?
Verschlüsselte Email Teil III: Wie geht das?
Verschlüsselte Email Teil IV: Tipps und Tricks für den Alltag
Überblick
Wir erklären an dieser Stelle, wie man mit dem Mailprogramm Thunderbird, dem Verschlüsselungsprogramm GnuPG und dem Thunderbird-Plugin Enigmail bequem verschlüsselte Mails senden und lesen kann. Die Installation ist etwas aufwändig, aber wenn diese Hürde genommen ist, ist die Benutzung kein Problem mehr.
Prinzip
GnuPG nutzt ein Verfahren zur Public-Key-Verschlüsselung. Dies bedeutet, dass der Benutzer zwei Schlüssel hat: einen öffentlichen und einen privaten. Jeder kann den öffentlichen Schlüssel sehen, aber den privaten sollte man nicht aus der Hand geben. Wenn ich eine Email an Dich verschlüsselt schicken will, brauche ich Deinen öffentlichen Schlüssel. Mit dessen Hilfe verschlüssele ich die Mail. Entschlüsselt werden kann sie jedoch nur mit Hilfe deines privaten Schlüssels. Das ist der Grund, warum Du auf diesen gut aufpassen… weiter lesen
Natürlich, als guter, d.h. gesetzestreuer, Bürger hast Du nichts zu verbergen. Aber geht es dir nicht vielleicht doch gegen den Strich, dass andere, ungebeten und ohne Dich zu fragen, deine Emails lesen? Immerhin nutzt auch Du vermutlich Email inzwischen, um private oder geschäftliche Dinge zu besprechen, die außer den Betroffenen niemand angehen.
Anonymes Surfen Teil I: Warum soll ich das?
Anonymes Surfen Teil II: Was ist das?
Installation – es geht los!
Betriebsystem: Diese Anleitung ist für Windows-Nutzer. Anleitungen für Linux/Unix gibt es auf der Tor-homepage und ein ausführliches HOWTO für Gentoo Linux. Wir gehen davon aus, dass Linux-Nutzer smart genug sind, diese Anleitungen zu verstehen…
Browser: Wir setzen Firefox voraus. Erstens ist es ein sehr guter Browser. Zweitens ist er aus Datenschutz- und Sicherheitssicht der beste. Internet Explorer kommt aus dieser Sicht auf keinen Fall in Betracht. Drittens bietet Firefox wunderbare Plugins zum Ungang mit tor.
Tor Download:
Den aktuellen (25.06.2006) Windows-Client kannst Du direkt hier herunterladen. Auf der Downloadseite findest Du immer die aktuellste Version.
Tor Setup:
Nach dem Doppelklick auf die soeben heruntergeladenen Datei müsste sich in etwa folgendes Bild (bis auf die Versionsnummer) bieten:

Per Voreinstellung startet Tor nicht automatisch.… weiter lesen
Anonymes Surfen Teil I: Warum soll ich das?
Überblick
Es ist möglich, Programme zu installieren, die die Identität eines Internetnutzers verschleiern und damit anonymes Surf- (und generell Internetnutzungs-) Verhalten ermöglichen. Dieser Artikel befasst sich mit der Installation und Nutzung so eines Programms (tor). Der Nachteil eines solchen “Anonymizers” ist, dass er die Internetnutzung verlangsamt.
Prinzip
Wie funktioniert es grundsätzlich? tor (The Onion Router) ist ein Programm, das sämtlichen Internet-Traffic durch ein Netzwerk leiten kann, das aus Benutzern aufgebaut ist, die alle ebenfalls tor laufen lassen. Der Verkehr wird zwischen diesen Knoten hin-und hergeleitet, auf zufälliger Basis, so dass jede Station nur die vorhergehende und die nächste Station kennt. Es ist zwar prinzipiell möglich, den Weg durch dieses Netzwerk zurückzuverfolgen. Dazu müsste allerdings jede einzelne Station auf dem Weg gezwungen werden, die Verbindungsdaten herauszugeben, eine nach der anderen. Das ist (zumindest auf legalem Weg) nur durch Gerichtsbeschluss möglich. Da… weiter lesen
Als Internetnutzer ist man sich dessen meist nicht bewusst, aber das Surfverhalten jedes Einzelnen ist leicht feststellbar. (Hier ein paar Beispiele für Daten, die Deine Gegenseite von Dir als Surfer abrufen kann: Beispiel 1, Beispiel 2, Beispiel 3.)
Als Nutzer sagen Dir die angegebenen Daten vielleicht nicht viel, aber eine Firma bei der Datensammlung kann viel damit anfangen – vor allem wenn die Daten mehrerer Webseiten verglichen werden. Auf jeden Fall kann so ein Profil Deiner Interessen angelegt werden.
Warum ist das schlecht?
- Informationssammlung ermöglicht staatliche Repression – der PATRIOT Act in den USA ist ein prominentes Beispiel dafür.
- Firmen sammeln Daten über Kunden, die sie kostenlos ausbeuten können. Im harmlosesten Fall läuft das auf gezielte Werbung hinaus. In jedem Fall gibst Du Deine Daten an die Firmen, ohne etwas dafür zu bekommen.
- Hacker haben die Möglichkeit, mit gesammelten Daten Verbrechen zu begehen – entweder direkt