20.10.2006 von
… und wo wir schon gestern beim Thema Google waren:
Unsere Regierung ist über den Datenhunger von Google besorgt, doch doch!
heise berichtet:
Der Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar brachte trotzdem zahlreiche Bedenken gegen die Praktiken Googles vor. Schon bei den Inhaltsdaten, die über Suchmaschinenanbieter generell einfacher zugänglich gemacht werden, seien die Dimensionen der abfragbaren persönlichen Informationen teilweise besorgniserregend. Arbeitnehmer hätten etwa bereits echte Nachteile erfahren, weil frühe und längst vergessen geglaubte Beiträge aus Newsgroups von Arbeitgebern gegen sie verwendet worden seien, erläuterte Schaar seine Einwände. Die von Google bei der Nutzung von Diensten wie Blogger.com oder Gmail vorgeschriebenen Cookies könnten zudem dafür eingesetzt werden, bestimmte Verhaltensdaten zusammenzuführen. Dabei würden “sehr viele aussagekräftige Interessenprofile” entstehen, warnte Schaar. Selbst wenn der Internetkonzern kein eigenes Interesse habe, diese Informationen an staatliche Stellen weiterzugeben, sei er dazu etwa auf Basis des Patriot Act, dem weit gehenden US-Gesetzespaket zur
… weiter lesen
20.10.2006 von
Es ist nichts Neues, dass Google von personifizierter Werbung lebt. Sie richtet sich nach den Interessen des Users. 99% von Googles Einnahmen stammen aus dieser gezielten Werbung. Vor kurzer Zeit erschien auf motherjones.com ein interessanter Artikel zur Datensammlungswut von Google (Is Google Evil?). Dort wird Eric Goldman, Professor an der Santa Clara School of Law and director of the High Tech Law Institute im Silicon Valley zitiert: “Der ganze Wert von Googles Angebot [an zahlende Werbekunden, wohlgemerkt] ist das Wissen über das, was die Leute wollen. Aber um unsere Gedanken zu lesen, müssen sie eine Menge über uns wissen”.
Das bedeutet, Google hat ein natürliches Interesse daran, möglichst genaue Profile seiner Nutzer zu erstellen. Dazu versucht Google so viele Daten wie möglich über seiner Nutzer zu sammeln.
Und wer glaubt, dass es sich hier nur um Werbetricks handelt, der irrt. Denn wie wir schon wissen, sind “weiter lesen
24.06.2006 von
Interview mit Reporters Sans Frontieres-Mitglied Julien Pain (spiegel.de):
SPIEGEL ONLINE: Anonymes Surfen im Internet – das gibt es auch im Westen längst nicht mehr. Ist das eine Gefahr für unsere Freiheit?
Pain: Die Polizei sollte in der Lage sein, Kriminelle und Terroristen zu verfolgen – auch im Internet. Die Gesetze, die im realen Leben gelten, müssen auch online gültig sein. Ansonsten könnte man im Netz ja ungestraft alles tun. Ich sehe aber das Problem, dass immer mehr Daten über uns gesammelt und leichtfertig an Ermittlungsbehörden herausgegeben werden. Wir müssen sicherstellen, dass die Daten wirklich nur zur Fahndung nach Kriminellen genutzt werden. In den USA kann das FBI mittlerweile ohne Richtererlaubnis Informationen abfragen. Das ist nicht in Ordnung. Die Regeln für Online-Kommunikation müssen sein wie beim Briefgeheimnis. Zugriff bekommen Ermittler nur, wenn ein Richter dies erlaubt hat.
Ein Interview mit dem Leiter der Internet-Abteilung von Reporters Sans Frontieres – vorrangig… weiter lesen