Die MeteorologInnen hatten es präzise vorausgesagt: Der Schneefall würde 24 Stunden dauern.
So lange schneite es ohne Unterlass. Dichter Nebel hüllte die Stadt ein. Alles öffentliche Leben kam zum Stillstand. Die Geschäfte machten zu. Die Straßen waren leer. Die Menschen igluten sich zuhause ein.
Am Samstag Nachmittag klärt es schlagartig auf. Die Wolken verziehen sich. Ein paar Sonnenstrahlen fallen auf die Stadt. Dick eingemummte Gestalten versuchen, ihre Autos zu identifizieren.
Die stecken unter einer mehrere Dutzend Zentimeter dicken Schneeschicht. Washington ist verzaubert. Weiß. Unberührt. Leise.
Die Stadt gehört den FußgängerInnen und LanglaufskifahrerInnen. Kein Auto, kein Bus, kein Flugzeug und kein Hubschrauber stört. Der pulvrige Neuschnee knirscht.
Am Sonntag wacht Washington unter einem strahlend blauen Himmel auf. Bei eisiger Kälte.
Im Umland der Hauptstadt sind Strommasten eingestürzt. Für Hunderttausende Haushalte dort ist der Schnee eine Katastrophe. Sie haben weder Heizung noch Licht, noch passierbare Straßen.
Die HauptstädterInnen hingegen erleben die… weiter lesen
